Achtung! Abmahnungen im Namen einer echter Kanzleien mit Schadsoftware

Achtung! Abmahnungen im Namen echter Kanzleien mit Schadsoftware

Von | 11. Februar 2020, 10:47

Im Moment betroffen sind die Kanzlei Böhmert und Böhmert oder die Kanzlei Wilde Beuger Solmecke, in deren Nahmen falsche Abmahnungen versendet werden!

Betrüger geben sich als Anwaltskanzlei aus!

Betrüger versenden gefälschte vermeintliche Abmahnschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Diese Schreiben sind gefälscht und enthalten Downloadlinks mit gefährlicher Schadsoftware!

Nicht nur wir haben darüber berichtet, sondern nun auch bereits unser Kooperationspartner der Watchlist-Internet! Zahlreiche Internet-UserInnen und Website-BetreiberInnen erhalten derzeit vermeintliche Abmahnschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen im Namen echter Anwaltskanzleien. Kriminelle geben sich beispielsweise als Kanzlei Böhmert und Böhmert oder Kanzlei Wilde Beuger Solmecke aus.

Hinweis: Die Schreiben sind gefälscht und enthalten Downloadlinks mit gefährlicher Schadsoftware!

Vorsicht vor gefälschten Abmahnschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Kriminelle nützen die Namen echter Kanzleien und versenden massenhaft E-Mails, in denen sie hohe Geldbeträge fordern. Die E-Mails lauten wie folgt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
namens und in Vollmacht meines Mandanten fordern wir Sie hiermit gemäß §§ 99, 23 11 Nr. 4, 82 10, 12c UrhG , §§ 23, 10 11 Nr. 4 StPo geschütztes geistiges Eigentum  unserer  Mandantschaft ohne deren erforderliche direkte Einwilligung im Internet frei online verfügbar zu machen oder auf sonstige Art und Weise zu verbreiten sowie sich zur Absicherung dieses Unterlassunganspruches zu verpflichten um bei zukünftigen Zuwiderhandlungen eine rechtskräftige Vetragsstrage in Höhe von
9539,93 € zu bezahlen.
Im Interesse einer gütlichen und außergerichtlichen Beilegung der Rechtsangelegenheit, bietet unserer Mandant Ihnen an den vorliegenden Fall umfassend im Wege eines Vergleichs beizulegen. Indem Sie an unseren Mandanten aufgrund der begangenen Verletzung von Urheberrrechten zustehenden Ansprüche durch Zahlung einer Vergleichumme leisten.
Die  Aufstellung des Vergleichsangebotes entnehmen Sie bitte dem angelegten Archiv.
Begutachten Sie die Dokumente bei auftretenden Problemen bitte an Ihrem Computer.
Zum Archiv
Alternativer Archiv Server:
www.betrügerischer-Link123.club/formu/control/123123123 (Link durch Watchlist Internet abgeändert!)
Für Rückfragen stehe ich Ihnen zur jeder Zeit zur freien Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen´
Dr. Torsten Walter
Rechtsanwalt
Rechtsanwalt Dr. Torsten Walter Kurfürstendamm 188 10707 Berlin

Die Kanzleien – hier Rechtsanwalt Dr. Torsten Walter – haben nichts mit den Schreiben zu tun. Die Daten werden von den Kriminellen AbsenderInnen missbraucht, um den Eindruck echter Abmahnschreiben zu erwecken.

Was steckt hinter den E-Mails der Betrüger?

Die E-Mails verfolgen lediglich einen einzigen Zweck: Sie sollen Ihr System mit Schadsoftware infizieren. In den E-Mails selbst wird weder erwähnt, was genau Sie sich zu Schulden kommen lassen haben oder wen die Kanzlei vertritt. Für weitere Details dazu müssen Sie einem Link in der Nachricht folgen. Wenn Sie den Link anklicken, sollen Sie unmittelbar einen Datei-Download bestätigen!

Die heruntergeladenen Dateien

In der komprimierten Datei, die man durch Klick auf den Link in der Mail herunterlädt, befinden sich zwei Dateien, ein PDF-Dokument und eine Javascript-Datei.

Die Dateien in dem ZIP-File

Die Dateien in dem ZIP-File

Während die PDF-Datei sich nicht öffnen lässt, da sie beschädigt ist, kann die Javascript-Datei mit dem Namen „KOSTENOTE“ großen Schaden anrichten. Bei Doppelklick werden diverse Trojaner aus dem Internet heruntergeladen und auf dem PC installiert!

Stimmen Sie derartigen Vorgängen nicht zu, wenn Sie sich nicht zu 100 Prozent bezüglich der Seriosität Ihres Gegenübers sicher sein können. In diesem Fall laden Sie Schadsoftware – genauer einen Trojaner – herunter. Ein Ausführen der Datei kann Ihr System im schlimmsten Fall unbrauchbar machen oder erlaubt den Kriminellen Zugriff auf sensible Daten.

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Wie können Sie sich vor derartigen Betrugsmaschen schützen?

Halten Sie Ihr System immer auf dem neuesten Stand. Schalten Sie darüber hinaus niemals Ihre Firewall oder Ihren Virenschutz aus. So sind Sie in aller Regel am Besten vor derartigen Infiltrationsversuchen geschützt. Folgen Sie außerdem keinen Links in Nachrichten, deren AbsenderInnen Sie nicht kennen. Besuchen Sie beispielsweise die Websites der Anwaltskanzleien, die in den Mails erwähnt werden. Diese warnen im konkreten Fall bereits selbst vor den gefährlichen Massen-Mails in ihrem Namen.

Quelle: Watchlist-Internet

Artikelbild: Shutterstock / Von Rawpixel.com

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