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Wiedereinmal werden angebliche Gutscheine der Marke H&M als Köder für dubiose Zwecke genutzt. Hier berichten wir euch über zwei dieser Fälle und ihre Auswirkungen. Ob diese Fälle wegen ihres identischen Köders auch aus den selben Quellen stammen konnten wir bis jetzt noch nicht feststellen, daher behandeln wir sie hier Erstmal als zwei Einzelfälle.

Fall 1: Die 500€ Geschenkkarte

Die Gemeinschaftsseite „500€ H&M Geschenkkarte“ mit dem H&M Logo als Profilbild gibt (Vorsicht Ironie) klar und deutlich im Info Bereich an das es sich hier um „keine offizielle Seite!“ handelt. Um wen es sich denn dann handelt bleibt Erstmal außen vor. Also keine Spur von einem Impressum. Stattdessen nur ein Seiten-Tab mit der Bezeichnung „Hier Starten!“.

Nutzer die nun tatsächlich hier starten werden auf eine Seite außerhalb von Facebook geleitet. Hier soll nun die Emailadresse eingegeben werden um am Gewinnspiel teilnehmen zu können bzw. um an einer Umfrage teilzunehmen. Am unteren Ende der Seite ist man so freundlich und gibt noch ein paar Hinweise.

Durch die Eingabe Ihrer Email Adresse bestätigen Sie, dass Sie mindestens 18 Jahre alt sind.
Außerdem stimmen Sie unseren Datenschutz- und Teilnahmebedingungen zu.

Zusammenfassung der Teilnahmebedingungen:

Um die 500€ H&M Geschenkkarte zu erhalten müssen Sie:

1.) mindestens 18 Jahre alt sein
2.) sich mit richtigen Daten anmelden
3.) an der Umfrage teilnehmen
4.) Ihre Email Adresse bestätigen

Diese Aktion steht in keinster Weise in Kontakt zu den erhältlichen Geschenkkarten bzw. beworbenen Marken, Logos, und/oder Domainnamen.

Was sagen diese Hinweise aus?

Im ersten Punkt stimmen wir also den Datenschutz- und Teilnahmebedingungen zu. Um zu erfahren das wir gleichzeitig mit der Zustimmung auch der Weitergabe unserer Daten an dritte, dem Empfang von elektronischen, telefonischen und postalischen Werbemitteln zustimmen, müssen wir erst die kompletten Datenschutzbedingungen lesen.

Im zweiten Punkt eine Zusammenfassung der Teilnahmebedingungen. Hier wird darauf hingewiesen das wir natürlich unsere richtigen Daten zur Anmeldung nutzen müssen. Mit gefälschten Daten lässt sich eben kein Geld verdienen. Die Bestätigung der Email Adresse (double Opt-In Verfahren) gibt dem Veranstalter die rechtliche Absicherung das er uns weitere Werbung senden darf. Wir haben also einen Newsletter bestellt und stimmen nochmals explizit per Mail dem Erhalt des selbigen zu.

Im dritten Punkt distanziert sich der Veranstalter zur Sicherheit von allen verwendeten Marken und Logos. Nicht das jemand sagt: „Aber ich dachte das ist H&M!“.

Zusammenfassend also alles nicht mehr als eine Veranstaltung um Daten zu sammeln und der wohl sehr geringen Aussicht auf einen Gewinn.

Fall 2: H&M Gutschein in drei einfachen Schritten

In diesem Fall geht der Veranstalter einen direkteren Weg um sich seinen Verdienst zu sichern. Statt umständlich und mit rechtlichen Fallstricken versehen Datenhandel zu betreiben wird hier direkt ein Handy Abonnement über 6,99 € die Woche abgeschlossen.

Das ganze beginnt wieder mit dem Köder. Wie genau dieser aussieht können wir momentan nicht zeigen da uns hierfür noch ein Screenshot fehlt. Mit dem Link der uns zugesandt wurde kommen wir allerdings auf eine Facebook App. Diese App ist keine der Anwendungen die gerne Berechtigungen vom Nutzer hätte. Hier handelt es sich um eine App die der Ersteller dieser Abofalle selbst nutzt um seine Falle innerhalb einer Facebookseite anzeigen zu lassen und so das Vertrauen zu erhöhen.

Angezeigt bekommen wir einen „Einhändigen Banditen“ und dürfen ein paar mal am Hebel ziehen. Nach ein paar Versuchen haben wir drei gleiche Symbole und dürfen unseren Preis wählen. Hier ist aber bereits keine Rede mehr von irgendwelchen H&M Gutscheinen. Egal, wir nehmen auch gerne das ominöse Applepack oder ein iPad Color. Schade nur das wir erfahren müssen das beide nicht in unserem Land verfügbar sind. Vielleicht haben wir mehr Glück mit einem IQ Test.

Diesmal verlassen wir Facebook und der vermeintliche IQ Test entpuppt sich als die bereits erwähnte Abofalle. Das gleiche trifft natürlich auch auf den „Phone Spy!“ zu.

Also auch hier wieder außer Spesen nichts gewesen und weit und breit kein H&M Gutschein.
Wir können es nur immer wieder wiederholen: Lest das Kleingedruckte wenn ihr aufgefordert werdet eure Mobilfunknummer irgendwo einzutragen.