Vorsicht! Dieser vermeintliche “Anonymous-Leak” zeigt 25.000 Namen, Adressen und Telefonnummern, welche angeblich “Anitifanten” und “Linksextremen” gehören. Doch am Ende handelt es sich mutmaßlich lediglich um eine Kundendatenbank.

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Wir warnen dringend davor, diese Liste zu verteilen oder gar Drohungen gegenüber diesen Personen zu verfassen!

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Und das meinen wir im Guten: wer diese Liste verteilt oder gar den Personen in der Liste droht, macht sich unter Umständen strafbar, was wir unbedingt vermeiden wollen.

Anonymous-Leak?

Sagen wir mal, es ist eher ein “Fake.Anonymous” Leak, welcher hier mit folgenden Worten verbreitet wird:

Linksextreme und Antifanten sind bekanntlich stets um Transparenz bemüht, wenn es um Anschriften und E-Mail-Adressen von Oppositionellen geht. Umso wichtiger erscheint es uns, die persönlichen Daten derjenigen zu veröffentlichen, die mit größter Sorgfalt Andersdenkende denunzieren. Unter folgendem Link könnt ihr Namen, E-Mail-Adressen und Anschriften bekennender Linksfaschisten und Antideutscher herunterladen und die subversiven, demokratiefeindlichen Elemente zur Räson bringen.

Wir machen deutlich: die Anonymous-Bewegung im klassischen Sinn hat nichts mit dieser Aktion zu tun!

Doch kann man hier mit 100% Gewissheit von “Antifanten” und “Linksextremen” sprechen?

Kundendatenbank

Nach ersten Vermutungen handelt es sich bei den Namen um einen Auszug aus einer Kundendatenbank des Punkrock-Versandhandels “Impact-Mailorder”, was bis dato jedoch noch unbestätigt ist (telefonisch konnten wir niemanden erreichen). Der Spiegel schrieb jedoch bereits im Januar 2015 [1]:

Hacker mit rechter Gesinnung haben offenbar in großem Maßstab Kundendaten des Duisburger Internethandels Impact Mailorder erbeutet und im Netz veröffentlicht. Davon geht die Polizei Duisburg aus, wie ein Sprecher sagte.

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Ebenso zitierte der Spiegel:

„Wir haben nun Namen, Adressen und Telefonnummern, [von] allen die jemals in diesem Shop bestellt haben. Wir werden davon 40.000 sofort veröffentlichen. Die restlichen werden wir noch behalten. Mit jedem Hackerangriff von linksgerichteten Ursprungs (sic!) auf nationale Adressen werden weitere 10.000 Daten veröffentlicht!“

Update in Erwartung

Da wir bis dato noch nicht bestätigen können, dass es sich hierbei um die genannte Kundendatenbank handelt, werden wir ein UPDATE bringen, sobald dieses bestätigt ist. Zunächst konnten wir nur einen Auszug aus der damals erbeuteten Datenbank mit dieser vergleichen, jedoch stimmen diese Adressen überein.

Auch wenn die Vermutung nahe liegt, dass es sich bei einem gewissen Teil der Kunden tatsächlich um Personen aus Punkszene handelt, so muss man auch davon ausgehen, dass  ebenso auch Kundenanschriften darin enthalten sind, die weder „linksextrem“, noch „Antifanten“ sind.

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