Artikelbild von MattiaATH / Shutterstock.com
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Das Geschäft mit den Fehlprägungen. Was ist dran?

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Auf Kleinanzeigenportalen gibt es immer wieder skurille und verrückte Angebote. Manche diese Angebote sind humorvoll, andere bringen einen zum Staunen. So wie die vermeintlich fehlgeprägten Münzen aus Griechenland.

Das ist jetzt kein Witz: auf eBay findet man diese Münzen mit horrenden Verkaufspreisen wie beispielsweise 1 Millionen Euro. Doch sind diese Münzen das wirklich wert? Vor allem: stimmen die angeführten Belege für eine Fehlprägung?

Screenshot Mimikama.at
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Vermeintlich seltene und teure Fehlprägungen griechischer 2-Euro-Münzen findet man bereits seit Monaten auf privaten Verkaufsanzeigen, interessant ist jedoch, dass die Verkaufspreise mittlerweile utopisch hoch sind.

Die „S-Prägung“

In dem Beschreibungstext zur Münze werden dann häufig verschiedene Merkmale angeführt, warum diese Münze eine Fehlprägung sei und was sie so wertvoll mache. Eines dieser vemeintlichen Merkmale ist die ominöse S-Prägung, die als Fehlprägung interpretiert wird. Doch das stimmt so nicht, das geprägte S lässt sich recht einfach erklären.

Von StudioPortoSabbia / Shutterstock.com
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Griechenland war der einzige Mitgliedstaat, der anfangs die wirtschaftlichen Kriterien für den Beitritt zum Euro nicht erfüllten konnte. Daher wurde Griechenland mit Beschluss des EU-Rates mit einer Verzögerung von zwei Jahren in die Eurozone aufgenommen.

Aufgrund dieser Verzögerung war es Griechenland jedoch nicht möglich, in dem kürzen Zeitraum bis zur Einführung und vor allem Nutzung genügend Münzen zu prägen. Daher wurden sehr viele Münzen im Ausland geprägt, so unter anderem in Frankreich (F), Spanien (E) und eben auch Finnland (S). Dieses S ist also keine Fehlprägung, sondern zeigt genau das, was sie ist: Eine Münze, die 2002 völlig offiziell in Finnland geprägt wurde.

Und was sind diese Münzen nun wert?

Nun, aus verschiedenen Medienberichten oder Münzforen kann man nun entnehmen, dass diese Münzen definitiv nicht diesen utopisch hohen Wert innehaben. Auf Bild.de wird beispielsweise Peter Feuser befragt, der Experte für Münzen beim Auktionshaus Felzmann ist. Dieser antwortete:

„Das ist Schwachsinn. Im Internet tummeln sich zehn Millionen Menschen, die glauben sie wären reich.“

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