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Am Feiertag der Kasperovskij-Ikone, dem 12. Juli 2016, hat in Odessa eine Kreuzweg-Prozession für den Frieden in der Ukraine mit tausenden Teilnehmern stattgefunden, angeführt vom Metropoliten Agafangel – Zehntausende orthodoxe Christen pilgern auf Friedensmärschen nach Kiew.

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Erstmals gibt es in der Ukraine einen nationalen Friedensmarsch der orthodoxen Kirche. In drei Teil-Prozessionen bewegt sich der „gesamtukrainische Kreuz-Marsch für Frieden, Liebe und Gebet“ mit mehreren zehntausend Teilnehmern auf Kiew zu.

Während der aus Osten kommende Marsch bereits am 3. Juli am Kloster Swjatogorsk bei Slowjansk begann, startete die Prozession aus der Westukraine am 9. Juli vom Kloster Potschajiw aus. Drei Tage später begann aus südlicher Richtung ein weiterer Friedensmarsch in Odessa. Die drei Prozessionen sollen sich am 26. Juli in Kiew vereinigen und tags darauf im Petschersker Lavra, dem fast 1000 Jahre alten Höhlenkloster, eine große abschließende Liturgie feiern. Ziel des ersten gesamtukrainischen Marsches sei der Aufruf zum Frieden, sagte Wassili Anisimow von der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats.

Warum wird denn nun gepilgert? – Der Metropolit gratuliere in seiner Rede allen Anwesenden zum Feiertag und unterstrich:

„Zur Zeit des Krim-Krieges hat unsere Stadt eine schwere Zeit durchgemacht. Die vereinigte Flotte Englands, Frankreichs, der Türkei und Italiens stand mit zehn Kriegsschiffen, mehreren Booten und 400 Kanonen vor Odessa und bereitete den Sturm auf die Stadt vor. Zu diesem Zeitpunkt, im August 1854, wurde die wundertätige Ikone mit einem Kreuzweg in die Kirche nach Odessa gebracht.“

Seit diesem Tag vor 176 Jahren verehren die Bewohner der Stadt die Engel für ihre Hilfe. Es vergehen die Jahrhunderte, aber jeden Freitag wird ein wunderbarer Akafist (spez. Gesang) gesungen, die Bürger beten dabei für Frieden in der Ukraine, für ein Aufblühen unserer Region, wo über Jahrhunderte Vertreter verschiedener Ethnien und Religionen friedlich zusammenlebten.

Was ist die Befürchtung?


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Es muss dazu gesagt werden, dass von ukrainischer Seite befürchtet wird, dieser Marsch sei von russischen Patriarchaten angestoßen worden und nur eine Finte sei.

Unter den Pilgern sollen sich auch Russen befinden, welche dann am Zielort Kiew für Chaos sorgen sollen, um die Ukraine zu destabilisieren, so der Rechtsradikale und frühere Maidan-Kommandant Andrij Parubij, der es mittlerweile bis zum Parlamentspräsidenten gebracht hat.

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Start der Prozession am 12. Juli in Odessa mit einer Messe vor und in der Kathedrale.

(Bildquelle: heise online)

In Potschajiw, dem zweitgrößten ukrainischen Kloster, starteten nach verschiedenen Angaben 5.000 bis 10.000 Pilger. Am Kloster Swjatogorsk waren es rund 1.500. In jedem Ort, den sie durchqueren, treffen die Züge auf lokale Prozessionen, die sich ihnen anschließen. Viele der Gläubigen laufen jedoch nur ein Teilstück mit. So dass, die Gesamt-Teilnehmerzahl schwankt. In der Großstadt Charkow sollen es bereits 10.000 Menschen bei der östlichen Prozession gewesen sein.

Die Pilger übernachten unterwegs in Klöstern bzw. in Zelten auf dem dortigen Gelände. Versorgt werden sie unter anderem von den Klosterküchen.

Quellen: