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Wachsende Internetkriminalität im Zuge der Coronakrise

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Coronakrise: In einer weltweiten Interpol-Operation wurden 4,4 Millionen Einheiten illegaler Arzneimittel beschlagnahmt.

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In einer Pressemitteilung warnt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor wachsender Internetkriminalität im Zuge der Coronakrise.

„Nach den Beobachtungen zuständiger Stellen der Europäischen Union hat die Zahl der Internetkriminalität in der EU zugenommen. Die Zahl gefälschter Medikamente etwa, angeblicher Desinfektionssprays und Wundermittel, die online angepriesen werden, ist schwindelerregend.

Die derzeit am häufigsten online angebotenen Medizinprodukte sind gefälschte Operationsmasken. Wir arbeiten eng mit den Regierungen der Mitgliedstaaten und den EU-Agenturen zusammen. Wir tun alles, um dieses Problem zu bekämpfen und unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen“,

erklärte die Kommissionspräsidentin am Dienstag dem 24. März 2020 in einer Videobotschaft.

Präsidentin von der Leyen führt weiter aus:

„Der Kampf gegen das Coronavirus erfordert leider, dass viele Menschen zu Hause bleiben müssen. Wir können uns nicht bewegen wie gewohnt, nicht treffen und auch weniger untereinander austauschen. Viele Menschen arbeiten per Telearbeit und verbringen viel Zeit online. Leider nutzen das auch Kriminelle aus. Sie verfolgen online unsere Spuren im Netz und versuchen aus unseren Sorgen wegen des Coronavirus Kapital zu schlagen. Unsere Angst ist ihr Geschäft.

Unsere Agentur Europol, die die Zusammenarbeit der Polizei auf europäischer Ebene koordiniert, hat in den vergangenen Wochen an einer weltweiten Operation gegen den Handel mit gefälschten Medikamenten mitgewirkt. So konnten weltweit mehr als 4,4 Millionen Einheiten illegaler Arzneimittel beschlagnahmt werden. 37 Gruppen der organisierten Kriminalität wurden zerschlagen, 121 Personen wurden verhaftet. Und 2.500 Websites und Online-Marktplätze konnten aufgedeckt werden. 90 Länder nahmen an dieser Operation teil.

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Es ist wichtig, dass wir uns gegen solche Gefahren wappnen. Die Agenturen der Europäischen Union beraten, wie Sie sich schützen können.

Bitte prüfen Sie, ob Websites im Zusammenhang mit dem Coronavirus wirklich zu einer vertrauenswürdigen Einrichtung gehören. Installieren Sie vor allem keine Apps oder Programme auf ihrem Computer oder Handy, die versprechen, Ihre Symptome oder die Verbreitung des Virus zu verfolgen. Überlegen Sie sich gut, wo und von wem Sie Medikamente oder andere Heilmittel kaufen.

Sobald tatsächlich ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt ist, werden Ihre Regierung und vertrauenswürdige Behörden dies sofort öffentlich bekannt geben. Bis dahin arbeiten wir auf der europäischen Ebene weiterhin eng mit Ihren nationalen Regierungen und Behörden zusammen, um Sie vor gefährlichen Arzneimittelfälschungen zu schützen.“

In den USA hatte Selbstmedikation mit angeblichen Heilmitteln bereits tödliche Folgen. Laut Banner Health ist in Arizona ein Mann gestorben und eine Frau schwer krank, nachdem sie Chloroquinphosphat in Form eines Aquarium-Reinigers eingenommen haben, um sich selbst gegen das Coronavirus zu behandeln.

Die Arzneimittelversion wurde nicht zur Behandlung von Coronaviren zugelassen:

Passend zum Thema: Arzt verharmlost Coronavirus (Faktencheck)

Weitere Quellen: Euronews
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