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Vorstoß zur Fleischsteuer – Was darf ein Steak kosten?

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Am 5. Februar 2020 wurde im europäischen Parlament der Plan einer europaweiten Fleischsteuer diskutiert.

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Fleischsteuer: Tatsächlich hat bisher kein Mitglied der EU explizit eine eigene Steuer auf Fleisch. Im Gegenteil in Deutschland gilt der verminderte Steuersatz von 7 statt 19 Prozent. Kommt jetzt die Preisexplosion?

Lohnt sich eine Fleischsteuer?

Aufgrund der hohen Klimabelastung, die durch die Produktion von Fleisch, genaugenommen der Nutztiere, allen voran Schweinen und Rindern entsteht, fordern Klimaschützer und Tierschützer seit geraumer Zeit einen erhöhten Steuersatz auf Fleischsatz und wollen dabei gleichzeitig fleischlose Ersatzprodukte begünstigen.
Laut einer Rechnung des deutschen Landwirtschaftsministeriums wird in Deutschland pro Jahr 23,4 Mrd. Euro Umsatz mit Fleischprodukten erwirtschaftet. Umgerechnet konsumiert jeder deutsche jährlich fast 60 Kilo Fleisch. Gerade in Deutschland ist Fleisch so billig wie fast nirgendwo in Europa im Vergleich zum durchschnittlichen BIP.
Bereits 2016 errechnete das Umweltamt, dass eine separate Fleischsteuer einen Ertrag von über 5 Mrd. Euro einbringen könnte.

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Für die Erhöhung des Steuersatzes auf Fleisch spricht, dass dies eine Verschiebung des Fleisches als derzeitiges Billigprodukt hin zu einem Luxusprodukt mit sich bringen könnte. Das Ergebnis wäre ein geringerer Umsatz und damit auch eine Reduktion der gesamten Produktion.

Gegen die Erhöhung spricht, dass die Einnahme einer derartigen Steuer nicht zweckgebunden ist. Das heißt, dass Einnahmen aus dieser Steuer nicht zwangsläufig in bessere Lebensbedingungen für Tiere fließen würden.

Zudem könnte gerade die Erhöhung der Fleischpreise die Bauern in eine Zwickmühle treiben, bisherige Verbesserungen für die Tiere zu streichen und unter noch günstigeren bzw. schlechteren Bedingungen zu produzieren, um den bisherigen Preis zu garantieren.

Zudem stellt die sich Verhältnisfrage. Teure Produkte, die ohnehin mehr kosten, dafür aber in den häufigsten Fällen unter nachhaltigeren Bedingungen erzeugt wurden, würden durch eine prozentuelle Steuer wesentlich stärker verteuert werden, als die billigen Fleischprodukte, die zumeist aus fragwürdigen Produktionen stammen.

Eine derartige Steuer könnte auch nur funktionieren, wenn davon jegliche importierte Fleischware aus dem EU-Ausland betroffen wäre, da dies ansonsten ein Preisdumping zur Folge hätte.

Zuletzt ist auch auf die soziale Frage einer Fleischsteuer hinzuweisen. Wird der Fleischpreis erhöht, so trifft dies Menschen, die ohnehin wenig Geld für den Alltag zur Verfügung haben.

Die EU teilt diese Bedenken, weshalb vor allem an der Verschärfung von Haltebedingungen gearbeitet wird. Sind Fleischproduzenten verpflichtet ihren Tieren ein qualfreies Leben zu ermöglichen und zudem weiter an der Nachhaltigkeit gearbeitet wird, so steigen die Preise zwar an, allerdings kann die Ware zumindest ohne Umweltbedenken erworben werden.

Dennoch muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass vor allem der Verzicht bzw. die Reduktion von Fleischkonsum einer der wichtigsten Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel sind, weshalb die Förderung für die Erforschung von markttauglichen Fleischersatzprodukten höhere Priorität haben sollten, als eine allfällige Fleischsteuer.

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Zusammengefasst sind die Stimmen in der EU und den Mitgliedsländern gegen eine reine Fleischsteuer nach wie vor lauter als die der Befürworter.
Gegner der Fleischsteuer befürchten höhere Belastung für Produzenten und Tiere und stellen stattdessen eine Verschärfung der Produktionsauflagen in den Raum.
So wird den betroffenen Tieren und der Umwelt geholfen und ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel getan.

Dies ist ein Greenkama-Inhalt. Greenkama ist ein Projekt von Mimikama, denn der bewusste Umwelt- und Klimaschutz muss eine Frage der Verantwortung und Ermutigung sein! Mehr Greenkama-Inhalte hier!

Quellen:
Eine Fleischsteuer beschert uns das Nackensteak-Problem
Kommt es noch zur Fleisch-Steuer?
proveg.com
Autor: Alexander Herberstein; Artikelbild: Shutterstock / Von nadianb
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