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Vorschussbetrug: Nein – niemand verschenkt einfach so 800.000 Euro

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Vorsicht – aktuell versuchen Betrüger wieder das Vertrauen von Facebook-Nutzer zu gewinnen. Angeblich seien sie auserwählt für ein hohes Erbe – doch dahinter steckt ein Vorschussbetrug.

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Es ist keine neue Masche, jedoch eine recht effektive! Aktuell erhalten Facebook-Nutzer wieder vermehrt Freundschaftsanfragen von gefälschten Profilen. Hinter diesen stecken Betrüger, die mit einer erfundenen Geschichte versuchen, an das Geld der Nutzer zu kommen!

In diesem Fall wird vorgegaukelt, die Profil-Erstellerin läge in einem spanischen Krankenhaus und werde bald sterben. Als letzte gute Tat will sie angeblich ihr restliches Vermögen an Jemanden weitergeben, der es verdient hätte, da sie durch einen Unfall keinen mehr hätte, dem sie das Geld vererben könne.

Der Text ist dabei gespickt mit Rechtschreibfehlern.

Die Geschichte klingt wie aus dem Lehrbuch der sogenannten „Nigeria Connection“ (wir berichteten) und endet höchstwahrscheinlich in einem Vorschussbetrug. Den letztendlich wollen die Betrüger kein Geld verschenken, sondern das Geld des Nutzers!

Verschickt werden solche Betrugsversuche unter anderem von der bereits erwähnten Nigeria Connection, die ihre Opfer um den Finger wickeln, um – aufgrund der entstandenen emotionalen Nähe – um einen finanziellen Vorschuss bitten zu können.

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Wer sich auf das oben genannte Angebot einlässt, kann fast sicher sein, dass erst mal Transaktionsgebühren von mehreren Tausend Euro zu berappen sind, ehe man in den Genuss ihres Erbes kommt – oder auch nicht, denn dieses Geld gibt es höchstwahrscheinlich nicht.

Die Nigeria Connection ist aber keine strukturierte Organisation. Es handelt sich hierbei um verschiedene Gruppen von afrikanischen Betrügern, die zum Teil in Europa und zum Teil in Nigeria leben.

Diese Internetbetrüger haben sich auf Kreditkartenbetrug, Dokumentenfälschung, Vorschussbetrug uvm. spezialisiert – und sind seit geraumer Zeit auch mit vielen Fake-Profilen auf Facebook unterwegs.

Sie kontaktieren ahnungslose Facebook-NutzerInnen, gewinnen ihr Vertrauen und geben nach einiger Zeit vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden.

Die Betrüger haben ein recht festgelegtes Beuteschema. Es kann jedoch sowohl Männer wie auch Frauen treffen. Wo dann oft auch noch Romance Scam ins Spiel kommt.

Was kann ich tun, wenn mir so jemand schreibt?

Leider handelt es sich bei dieser Form von Betrug rechtlich gesehen um eine Art “Graubereich”.

Der Schaden, den ein solcher Betrüger anrichten kann, ist leider in der Praxis bis dato kaum behebbar. Darum sollte man seine potentiellen Internet-Bekanntschaften ganz genau unter die Lupe nehmen.

  • Gebt nicht zu viele Informationen von euch preis.
  • Nehmt suspekte Freundschaftsanfragen nicht an.
  • Falls es schon passiert ist: Eigene Kontakte verbergen.
  • Vorsicht mit Informationen über die eigene Person: Seine Ängste, Träume, familiäre Situation und dgl. erzählt man doch auch sonst nicht jedem Wildfremden.
  • Misstrauen bei relativ schneller Anwendung von Kosenamen und dem Begriff „Liebe“ durch das unbekannte Gegenüber ist angebracht.
  • Für Mutige: Das Ganze abkürzen und entweder die eigene Ankunft ankündigen oder gleich fragen, wie viel Geld er denn bräuchte.
  • Für Vernünftige: Blockieren und zum Schutz anderer zukünftiger Opfer bei Facebook melden.

Zusammengefasst:

Es gibt vermutlich kein Erbe, keinen Schatz, kein Geld.

Und es gibt wohl kaum jemanden im Internet, der so liebenswürdig und freundlich ist – und unbedingt sein Geld verschenken möchte.

Also tut es ihnen gleich – und verschenkt nicht blindlings Geld an Internet-Bekanntschaften, die ihr im echten Leben noch nie gesehen habt!

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Artikelbild: serpeblu / Shutterstock
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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