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Ein Geldgeschenk von 470.000 Euro? – Vorsicht vor Vorschussbetrug!

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Und wieder versuchen Unbekannte mit einer Geschichte und einer Summe von 470.000 Euro auf Facebook Nutzer zu locken.

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Dabei gibt der Verfasser vor, eine Firma zu besitzen und aufgrund einer tödlichen Erkrankung das Ersparte an eine „freundliche Person“ zu vermachen. Geschichten dieser Art werden seit Jahren auf Social Media und via E-Mail verbreitet und sie enden oft im Vorschussbetrug.

Es geht genau genommen um diesen Statusbeitrag hier:

Screenshot der angefragten Geschichte auf Facebook
Screenshot der angefragten Geschichte auf Facebook

Hallo, ich heiße Emmeline Gaudreau. Ich besitze eine Firma, die rotes Öl nach Frankreich importiert und habe meinen Mann vor 6 Jahren verloren. Ich hatte nicht das Glück, ein Kind für meinen verstorbenen Ehemann zu haben. Ich leide seit 2011 an Kehlkopfkrebs. Ich sterbe und möchte einen Teil meines Vermögens einer sicheren und freundlichen Person geben, die an Gott glaubt. Ich möchte dies nicht auf der Bank lassen, weil es eine große Summe von ist 470.000 Euro.
Bei Interesse senden Sie mir bitte eine E-Mail über diese Mail
E-Mail:…
Danke Prayer Union

Der Faktencheck

Die Geschichte klingt wie aus dem Lehrbuch der sogenannten „Nigeria Connection“ und endet höchstwahrscheinlich in einem Vorschussbetrug.

Solche Angebote wurden in der Vergangenheit zuhauf verschickt, sei es per Email oder  über soziale Netzwerke … Am Ende wollen diese Betrüger immer nur eines – dein Geld.

Neu ist diese Betrugsmasche nicht, jedoch nach wie vor sehr aktuell.

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Verschickt werden solche Betrugsversuche unter anderem von der so genannten Nigeria Connection, die ihre Opfer um den Finger zu wickeln versucht, um – aufgrund der entstandenen emotionalen Nähe – um einen finanziellen Vorschuss bitten zu können.

Wer sich auf das oben genannte Angebot einlässt, kann fast sicher sein, dass  erst mal Transaktionsgebühren von mehreren Tausend Euro zu berappen sind, ehe man in den Genuss ihres Erbes kommt – oder auch nicht, denn dieses Geld gibt es höchstwahrscheinlich nicht.

Die Nigeria Connection ist aber keine strukturierte Organisation. Es handelt sich hierbei um verschiedene Gruppen von afrikanischen Betrügern, die zum Teil in Europa und zum Teil in Nigeria leben.

Diese Internetbetrüger haben sich auf Kreditkartenbetrug, Dokumentenfälschung, Vorschussbetrug uvm. spezialisiert – und sind seit geraumer Zeit auch mit vielen Fake-Profilen auf Facebook unterwegs.

Sie kontaktieren ahnungslose Facebook-NutzerInnen, gewinnen ihr Vertrauen und geben nach einiger Zeit vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden.

Die Betrüger haben ein recht festgelegtes Beuteschema. Es kann jedoch sowohl Männer wie auch Frauen treffen. Wo dann oft auch noch Romance Scam ins Spiel kommt.

Was kann ich tun, wenn mir so jemand schreibt?

Leider handelt es sich bei dieser Form von Betrug rechtlich gesehen um eine Art “Graubereich”.

Der Schaden, den ein solcher Betrüger anrichten kann, ist leider in der Praxis bis dato kaum behebbar. Darum sollte man seine potentiellen Internet-Bekanntschaften ganz genau unter die Lupe nehmen.

  • Gebt nicht zu viele Informationen von euch preis.
  • Nehmt suspekte Freundschaftsanfragen nicht an.
  • Falls es schon passiert ist: Eigene Kontakte verbergen.
  • Vorsicht mit Informationen über die eigene Person: Seine Ängste, Träume, familiäre Situation und dgl. erzählt man doch auch sonst nicht jedem Wildfremden.
  • Misstrauen bei relativ schneller Anwendung von Kosenamen und dem Begriff „Liebe“ durch das unbekannte Gegenüber ist angebracht.
  • Für Mutige: Das Ganze abkürzen und entweder die eigene Ankunft ankündigen oder gleich fragen, wie viel Geld er denn bräuchte.
  • Für Vernünftige: Blockieren und zum Schutz anderer zukünftiger Opfer bei Facebook melden.

Zusammengefasst:

Es gibt vermutlich kein Erbe, keinen Schatz, kein Geld.

Und es gibt wohl kaum jemanden im Internet, der so liebenswürdig und freundlich ist – und unbedingt sein Geld verschenken möchte.

Also tut es ihnen gleich – und verschenkt nicht blindlings Geld an Internet-Bekanntschaften, die ihr im echten Leben noch nie gesehen habt!

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Artikelbild: Shutterstock / Von ashadhodhomei
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