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Der beliebteste Vorname 2018 ist… nicht Mohammed!

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Wenn schon die Schlagzeile für Aufregung genug sorgt, scheint es egal zu sein, was ansonsten in einem Artikel steht.

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Auf die Wirksamkeit der Schlagzeile als Aufreger spekulieren auch einige Medien, die wahlweise behaupteten, dass Mohammed der beliebteste Vorname oder Erstname sei:

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Dieser Artikel zum Anhören

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Aud Oe24.at veröffentlichte einen Artikel mit jener Schlagzeile. Auf Facebook wurde der Beitrag anscheinend wieder gelöscht, existiert aber noch als Screenshot:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Irreführende Schlagzeilen, korrekte Artikel

Auch wenn die Schlagzeilen dies behaupten, so sieht es in den jeweiligen Artikeln anders aus!
Dort wird zwar an mehreren Punkten die Schlagzeile wiederholt, aber die Statistiken in den Artikeln zeigen nur die beliebtesten Erst- und Vornamen in ganz Deutschland.
Die Seiten beziehen sich auf die Statistiken der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS) (außer oe24, die sich zusätzlich auf die Artikel der B.Z. und der BILD beziehen).

Ein Blick in die offizielle Statistik

Um Klarheit zu schaffen, werfen wir doch einfach mal einen Blick auf die Statistiken der GfdS!
Dort erfahren wir zuerst, dass die beliebtesten Vornamen 2018 Paul und Marie, die beliebtesten Erstnamen Ben und Emma sind.
Diese Vor- und Erstnamen werden auch in den Artikeln genannt, sehr muslimisch klingen diese Namen aber nicht gerade.

Aber halt, es geht ja um Berlin!
Praktischerweise hat die GfdS auf ihrer Seite auch eine Deutschlandkarte, auf der, nach Bundesländern sortiert, die beliebtesten Vornamen zu sehen sind. Also werfen wir mal einen Blick auf Berlin:

Quelle: GfdS
Quelle: GfdS

Tatsächlich findet sich da Mohammed als Berlins beliebtester Erstname in Berlin!

Erstnamen? Vornamen?

Hier scheint es zu Verwirrungen zu kommen, weswegen wir kurz erklären:
Vorname: Viele Menschen haben nur einen Vornamen, manche aber mehrere.
Erstname: Bei Menschen mit mehreren Vornamen gilt der erste Name als Erstname. Meistens zumindest, denn auch der Rufname kann als Erstname gelten!

Bei Erstnamen geht es also um den Spitzenreiter bei Kindern mit mehreren Vornamen.

Wie funktioniert die Statistik?

Die GfdS verwendete für ihre Statistik die einzelnen Statistiken der Standesämter. Während die Standesämter jedoch streng zwischen Schreibweisen unterscheiden, fasst die GfdS alle verschiedenen Schreibweisen von Namen zusammen, so gelten beispielsweise Sophie und Sofie als der selbe Name, genauso wie Ralf und Ralph.

Bei dem Namen „Mohammed“ gibt es sogar zig verschiedene Schreibweisen, die zusammengefasst wurden:
Neben den offensichtlichen anderen Schreibweisen wie Muhamed, Muhamet und Muhammad zählen auch u.a. Mehmet, Mehmed, Meho, Meha und Mihemed dazu!

Wie „mohammedisiert“ ist Berlin denn nun?

Da die GfdS nicht die genauen Zahlen aufführt, schauen wir selbst nach.
In der Auflistung der beliebtesten Vornamen 2018 in Berlin, gelistet nach Bezirken, finden sich bei 22.157 neugeborenen Jungen in Berlin insgesamt 257 Mohammeds als Erstnamen in allen möglichen Schreibweisen.
Damit kommen wir auf einen prozentualen Anteil von 1,16 Prozent der Neugeborenen, die Mohammed in irgendeiner Schreibweise als Erstnamen haben. Da Berlin einen muslimischen Anteil von 9 Prozent hat, ist dies sogar recht niedrig.

Aber Mohamed ist DOCH beliebtester Vorname!?

Ja und nein. Tatsächlich gibt es in der GfdS Veröffentlichung eine Statistik, in der Mohammed auf Platz 1 als Vorname liegt. Es handelt sich dabei um die Liste der türkisch-arabischen Vornamen, welche in Deutschland vergeben werden. Dabei wird ebenso angegeben, welches Ranking Mohammed wirklich in Deutschland einnimmt: Es ist Platz 24. Darin zusammengefasst alle Schreibweisen.

Fazit

In Berlin ist Mohammed in sämtlichen Schreibweisen tatsächlich der beliebteste Erstname, was bei dem im Verhältnis zum Rest Deutschlands hohen Moslemanteil nicht sonderlich verwundert, trotzdem noch einen niedrigen Wert darstellt.

Ferner ist das zweite Ranking lediglich ein Vergleich zwischen allen türkisch-arabischen Vornamen, welche in Deutschland vergeben werden.

Bei einem geringen Prozentsatz von 1,16 Prozent aller Neugeborenen in Berlin, die eine Form des Namens „Mohammed“ haben, stellt sich die Frage, warum wohl bestimmte Medien und Seiten diese Schlagzeile so sehr aufplustern.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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