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Freitag, 23 Juli 2021
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Video: So entstehen Deepfakes

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Gefälschte Bilder, also „normale“ Fakes, kennt man ja zu Genüge. Seit einiger Zeit bereits aber machen immer wieder sogenannte „Deepfakes“ von sich reden.

Dabei handelt es sich um gefakte Videos, zumeist von Prominenten, welche qualitativ kaum von echten Videos zu unterscheiden sind.
In einem Video der BBC wird anschaulich gezeigt, wie die Organisation „Future Advocacy“ solche Deepfakes mit Boris Johnson und Jeremy Corbyn erstellte:

Johnson-Corbyn 'deepfake' video

Would you be fooled by this video?It shows Boris Johnson and Jeremy Corbyn endorsing each other to become the next UK PM.But it's not real. It's a so-called 'deepfake', and we've been to see why and how it was made.(via Victoria Derbyshire) bbc.in/2XdtUnO

Gepostet von BBC News am Dienstag, 12. November 2019

Zuerst wird von einem Team nach einem Video gesucht, welches am Idealsten zu manipulieren ist. Danach wird nach bestimmten Ausdrücken gesucht, die häufig von dem bestimmten Politiker verwendet werden, beispielsweise bei Boris Johnson „Hi Folks“ und „fantastic“.

Dann wird ein Script geschrieben, welche Sätze dem Politiker quasi in den Mund gelegt werden sollen. Am Ende der vermeintlichen Kampagnen-Videos jedoch äußern beide Politiker, dass sie in Wirklichkeit nur Fakes sind. Deepfakes eben.

Für die Stimmen engagierte „Future Advocacy“ einen Synchronsprecher, der die Politiker möglichst echt klingen ließ. Eine künstliche Intelligenz sorgte dann dafür, dass die Lippenbewegungen der Politiker auch zu den Worten passten.

„Future Advocacy“ erklärt, dass sie die Videos in der Hoffnung verbreiteten, dass Politiker wie Johnson und Corbyn darauf aufmerksam werden und mehr Geld in die Forschung genehmigen, damit solche Deepfakes eben auch leichter erkannt werden können. Denn auch wenn jetzt ein ganzes Team an diesen Deepfakes arbeitete, ist es in derZukunft nicht ausgeschlossen, dass es immer einfacher werden wird, diese zu erstellen.

Schon für Privatanwender möglich

Bereits im August 2018 berichteten wir über ein Tool namens „FakeApp“, welches kurze Zeit frei herunterladbar war, aber kurz danach wieder von den Programmierern selbst gelöscht wurde. Der Bayerische Rundfunk berichtete damals über diese App und erstellte selbst ein gefaktes Video mit Angela Merkel.

Hier seht ihr das komplette Deepfake-Video mit Boris Johnson:

Und hier das Video mit Jeremy Corbyn:

Fazit

Leider ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Deepfake-Videos auftauchen, die Politiker und andere Prominente diskreditieren sollen.
Somit ist es ein Wettrennen zwischen den Erstellern von Deepfakes und Fact Checkern, welche Methoden entwickeln müssen, um Deepfakes zuverlässig erkennen und debunken zu können.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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