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Verwirrung um Krisentreffen zwischen Astrazeneca und der EU

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Astrazeneca wäre neben Biontech/Pfitzer und Moderna der dritte zugelassene Hersteller des Covid-19-Impfstoffs in der EU. Nun herrscht Uneinigkeit bezüglich Liefermengen und Terminen.

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Unklarheiten über Treffen: Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) verkündete am Mittwoch, dass das für den gleichen Abend geplante Krisentreffen mit dem Impfstoffhersteller Astrazeneca auf Donnerstag verschoben werde. Dass der Pharmakonzern den geplanten Termin platzen lassen wollte, dementierte ein Astrazeneca-Sprecher rund eine halbe Stunde später und kündigte an, sich noch am Abend mit der EU treffen zu wollen. Dies ist nur eine weitere Unstimmigkeit in der ohnehin angespannten Beziehung zwischen dem Vakzine-Hersteller und der Europäischen Union.

Liefermengen als Streitpunkt

Innerhalb des Treffens sollte unter anderem geklärt werden, für wieviel Impfstoff das Pharmaunternehmen sich zur Lieferung an die EU verpflichtet hatte. Dazu hatte die EU den Konzern im Voraus aufgefordert, den Liefervertrag offenzulegen, so ein EU-Vertreter.

Die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffes wurde für diese Woche erwartet, doch gab der Hersteller an, diesen nicht im angenommenen Umfang liefern zu können. Als Grund benennt Pascal Soriot, Astrazeneca-Chef, dass es keine Vereinbarung mit der EU über eine bestimmte Liefermenge gegeben habe. Stattdessen beruft er sich auf eine „Best Effort“-Klausel innerhalb des Vertrages, die besagt, dass nur so viel Vakzine-Dosen geliefert werden, wie möglich. Der Konzern hätte lediglich zugesichert, zu versuchen, eine bestimmte Menge zu liefern, sich aber nicht vertraglich dazu verpflichtet, so Soriot weiter. Die „Best Effort“-Klausel sei laut eines EU-Vertreters in Verträgen mit Herstellern, deren Produkte sich noch in der Entwicklung befinden, ein Standard.

EU versus Großbritannien

Soriot erklärt, das Problem liege darin, dass die Briten bereits drei Monate vor der EU einen Vertrag zur Belieferung durch das britisch-schwedische Pharmaunternehmen unterschrieben habe und diese beinahe zeitgleich zur Europäischen Union beliefert werden wollten. Zudem gebe es Probleme in der Lieferkette.

Dadurch soll die EU nun nur 31 Millionen Impfdosen, anstelle der angedachten 80 Millionen bis Ende März erhalten. Nun hagelt es Kritik der EU an Astrazeneca, die laut der EU-Behörde die Firma nur wegen ihrer Produktionskapazitäten ausgewählt hätten. Zudem seien bereits Gelder in Höhe von 336 Millionen Euro für Entwicklung und Fertigung vorgestreckt worden. Insgesamt hatte die EU nach eigenen Angaben schon im August 400 Millionen Impfdosen bestellt, damit diese unmittelbar nach Zulassung verfügbar seien.

Europäische Kommission in der Kritik

Da es in der EU notwendig ist, dass ein Impfstoff eine zeitaufwendigere Marktzulassung anstelle einer Notfallzulassung erhält, um verabreicht werden zu dürfen, konnten bisher weniger Menschen immunisiert werden als in beispielsweise in Großbritannien oder Israel. Dort reiche hierfür bereits eine Notfallzulassung aus und die Impfkampagnen konnten früher begonnen werden. Laut Astrazeneca liegt eine weitere Ursache der Lieferengpässe im langsamen Vertragsabschluss mit der EU. Dadurch habe das Unternehmen weniger Zeit gehabt, „um Pannen zu beheben.“, so Soriot.

Quelle:
Verwirrung um Krisentreffen zwischen Astrazeneca und der EU – Coronavirus – derStandard.at › Panorama
Gastautorin: Annika Hommer von “Irgendwas Mit Schreiben
Artikelbild: Shutterstock.com / Siraj Ahmad
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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