Aktuelles Verstörende YouTube-Videos mit bekannten Kinderhelden

Verstörende YouTube-Videos mit bekannten Kinderhelden

Facebook-Themen

Faktencheck zu „Weltweiter Abriegelungsplan durchgesickert“

Angeblich soll bald weltweit alles abgeriegelt werden und COVID-21 auftauchen. Der Abriegelungsplan, ein Kopfsprung in die Welt der Verschwörungsmythen. Der folgende Artikel wird euch, liebe...

MHD auf Wasserflaschen: Kann Wasser ablaufen?

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf Lebensmitteln gibt das Datum an, bis zu dem ein Produkt bei sachgemäßer Lagerung ohne Bedenken zu konsumieren ist. So ein MHD...

13-Jährige Schülerin bricht in Bus zusammen: Nun liegt das Gutachten vor!

Staatsanwaltschaft informiert über mögliche Ursachen. Anfang September 2020 kursierten verschiedene Gerüchte zu einem Vorfall in Büchelberg. In einem Schulbus kollabierte eine 13-jährige Schülerin. Es ging...

Doch, das Robert-Koch-Institut empfiehlt das Tragen von Masken!

In einem Video-Ausschnitt gibt Lars Schaade an, das RKI würde das Tragen von Masken nicht empfehlen. Da diese Aussage nun die Menschen verunsichert, ob Masken...
-WERBUNG-

Wie unser Kooperationspartner Saferinternet berichtet, werden immer öfter bekannte Kinderhelden wie Elsa oder Spiderman in vermeintlich harmlosen YouTube-Videos in verstörenden Szenen dargestellt.

- Werbung -

Meistens sind diese Videos nicht sofort erkennbar. Was Sie als Eltern beachten können, lesen Sie hier.
Auf den ersten Blick wirkt alles unbedenklich: die Kinderhelden Elsa und Spiderman interagieren als Knetfiguren in einem niedlich anmutenden YouTube-Clip.
Die Geschichte verlagert sich in ein Badezimmer, in dem Elsa gerade ein Bad nimmt. Spätestens jedoch als Spiderman beginnt, in die Badewanne zu urinieren, in der sich Elsa befindet, wird klar, dass hier etwas nicht stimmt.

Die Problematik  

Video-Plattformen wie YouTube sind nicht nur bei Jugendlichen und Erwachsenen beliebt, denn sie bieten inzwischen auch eine große Auswahl an Inhalten, die speziell für Kinder produziert wurden und kostenlos abrufbar sind.
Darunter finden sich sowohl informative Lernformate als auch reine Unterhaltungsangebote.

Bei der Auswahl eines geeigneten Videos sollten Eltern jedoch ganz genau hinsehen und sich nicht vom ersten Eindruck blenden lassen.

Unter den vielen, unbedenklichen Inhalten gibt es auch unangemessene bis hin zu entwicklungsbeeinträchtigenden Videoclips, die sich vermeintlich an Kinder richten.
Die Videos sind aber auch deshalb problematisch, weil die aktuellen Vorbilder und Helden vieler Kinder instrumentalisiert werden und schädliche Inhalte an diese herangetragen werden.

Die gezeigten Verhaltensweisen der Protagonisten könnten bei jüngeren Kindern aufgrund ihrer Beliebtheit außerdem zur Nachahmung anregen.

Irreführende Verschlagwortung

Die Protagonisten verletzen sich in den Videos, spielen sich Streiche mit Fäkalien oder deuten sexuelle Absichten an.
Die Geschichten selbst wirken oft ziellos und die dargestellten Themen wiederholen sich. Einige Videos wurden auch mit echten Schauspielern in entsprechenden Kostümen der Kinderhelden gedreht. Oftmals werden schon in den Vorschaubildern krasse Situationen gezeigt, die nicht unbedingt im Video vorkommen.
Viele dieser Inhalte können dabei auf YouTube mit Schlagwörtern gefunden werden, die Kinder als Zielgruppe suggerieren sollen. So sind die Videos beispielsweise mit Begriffen wie „Fidget Spinner“  verschlagwortet. Auch die Wahl der Protagonisten dieser Videos legt dies nahe: „Elsa“ aus dem Disneyfilm „Die Eiskönigin“ (im engl. Original: „Frozen“) oder auch Batmans Gegenspieler „Joker“ (DC Comics) tauchen besonders häufig auf. Suchen Kinder nach diesen Figuren, könnten sie auf diese verstörenden Videos stoßen.

Was sollten Eltern beachten?



  • Inhalte vordefinieren. Wer YouTube über die Website nutzt und mit seinem Benutzerkonto eingeloggt ist, kann über die Einstellungen definieren, welche Inhalte angezeigt werden dürfen, indem beispielsweise Kanäle mit kindgerechten Inhalten abonniert und der eingeschränkte Modus aktiviert wird. Allerdings ist die volle Bandbreite an YouTube-Videos wieder zugänglich, sobald sich der Nutzer ausloggt. Und dies ist auch für Kinder jederzeit mit einem Klick möglich. Vorsicht bei der Autoplay-Funktion: Wenn nach einem kindgerechten Video automatisch ein neues Video startet, muss dieses nicht auch kindgerecht sein. Zur Sicherheit kann die Autoplay-Funktion deaktiviert werden.
  • YouTube Kids verwenden. Eltern haben mit YouTube Kids mehr Kontrolle und die Videos sind sorgfältiger an das Alter der Kinder angepasst: es können drei Altersstufen gewählt werden (Vorschule, Schulalter oder Kinder allgemein). Außerdem kann die Suchfunktion deaktiviert werden. Ist diese abgedreht, kann das Kind lediglich Videos am Homescreen ansehen. Wichtig: YouTube Kids bietet zwar eine kindersicherere Version der Videoplattform, es ersetzt dennoch keine elterliche Begleitung. Immer wieder kommt es auch zu Fehlern bei der Auswahl der Videos. Bleiben Sie gerade bei kleinen Kindern in der Nähe und schauen Sie immer wieder nach, auf welche Videos ihr Kind stößt.
  • Niemals ohne Aufsicht. Jüngere Kinder sollten generell nicht unbeaufsichtigt auf YouTube unterwegs sein, bei älteren Kindern sollten Eltern in Sicht- und Hörweite sein, denn leider lässt sich bei der Nutzung von Portalen mit User-Generated-Content nie ganz ausschließen, dass sich unter dem vielfältigen Angebot sinnvoller Inhalte auch immer wieder ungeeignete Inhalte verstecken. Schauen Sie sich die Videos ggf. vorab ohne Ihr Kind an. Prüfen Sie, wer hinter dem Kanal steckt und welche Werbung dort gezeigt wird. Mittlerweile bieten einige TV-Sender, wie beispielsweise der BR, ihre Kinderformate auf eigenen YouTube-Kanälen an und stellen Kindern somit ein kindgerechtes, werbefreies und redaktionell geprüftes Angebot auch auf YouTube zur Verfügung. Auch der WDR bietet eigene Kinderinhalte an.
  • Unpassende Videos melden. YouTube ist darauf angewiesen, dass NutzerInnen YouTube-Videos melden, welche verstörende Szenen enthalten, damit diese in der App blockiert werden können. Bis dies passiert ist, sind die Videos weiterhin abrufbar. Ein 100%er Schutz für Kinder kann somit nicht gewährleistet werden.

Wer macht so etwas und warum?

Wer genau für diese Videos verantwortlich ist, ist nicht klar. Es existieren mehrere Kanäle mit solch einem Videoangebot.

Auffällig sind die extrem hohen Klickzahlen der einzelnen Videos.

Ob hinter den Videos die generelle Absicht steckt, Kinder gezielt auf diese Inhalte zu locken, ist nicht klar. Die Kanalbetreiber haben sich bisher nicht geäußert.
Es liegt aber nahe, dass mit den Videos möglichst viele Klicks erzielt werden sollen, um so vermehrt Werbeeinnahmen generieren zu können.
Quelle und Verweis: Klicksafe.de /Verstörende YouTube-Videos mit bekannten Kinderhelden
Vorschaubild Quelle: Abd. Halim Hadi / Shutterstock.com

- Werbung -
Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung

Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen.

Unsere Unterstützung an der Gesellschaft ist es, gegen Fakenews anzukämpfen und dies mittlerweile knapp 20 Stunden am Tag und dies 7 Tage in der Woche. Durch diese Krise haben wir zwar mehr Zugriffe auf die Webseite und unsere Nützlichkeit für NutzerInnen steigt jeden Tag aber andererseits brechen uns seit Monaten, aufgrund der Corona-Krise, Werbeeinnahmen weg. Das Resultat: Umsatzverlust und bevorstehender Abbau von Mitarbeitern.

Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstützen Sie uns und tragen auch Sie dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via
PayPal, Steady oderPatreon

Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Aktuelle Nachrichten aus dem In- und Ausland

Dieser Inhalt wurde von EURONEWS GERMANY zur Verfügung gestellt.

In ganz Deutschland: Beherbergungsverbote für Reisende aus Risikogebieten

0
In Deutschland und in der Schweiz machen höhere Infektionszahlen Sorge. Doch was bringen Beherbergungsverbote?  Die Politik rät zu einem Corona-Urlaub in Deutschland. Doch das ist teils...

Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany ebenfalls mit Corona infiziert

0
Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Kayleigh McEnany, ist ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. McEnany gab auf Twitter bekannt, ein Corona-Test sei positiv ausgefallen. Sie...

Top-Artikel

Faktencheck zu „Weltweiter Abriegelungsplan durchgesickert“

Angeblich soll bald weltweit alles abgeriegelt werden und COVID-21 auftauchen. Der Abriegelungsplan, ein Kopfsprung in die Welt der Verschwörungsmythen. Der folgende Artikel wird euch, liebe...

MHD auf Wasserflaschen: Kann Wasser ablaufen?

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf Lebensmitteln gibt das Datum an, bis zu dem ein Produkt bei sachgemäßer Lagerung ohne Bedenken zu konsumieren ist. So ein MHD...

13-Jährige Schülerin bricht in Bus zusammen: Nun liegt das Gutachten vor!

Staatsanwaltschaft informiert über mögliche Ursachen. Anfang September 2020 kursierten verschiedene Gerüchte zu einem Vorfall in Büchelberg. In einem Schulbus kollabierte eine 13-jährige Schülerin. Es ging...

Doch, das Robert-Koch-Institut empfiehlt das Tragen von Masken!

In einem Video-Ausschnitt gibt Lars Schaade an, das RKI würde das Tragen von Masken nicht empfehlen. Da diese Aussage nun die Menschen verunsichert, ob Masken...

Abzocke auf Facebook: „Ich habe einen Gehirntumor und ich möchte Ihnen 150.000 EUR hinterlassen“

Auf Facebook versuchen Betrüger wieder einmal Nutzer abzuzocken! Betrüger verteilen im Moment abermals erfundene Geschichten um Facebook-Nutzer abzuzocken. Diese Geschichten werden entweder als Statusbeitrag veröffentlicht...
-WERBUNG-
-WERBUNG-