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Eklat bei Anti-Corona-Demo: Querdenkerin vergleicht sich mit Widerstandskämpferin Sophie Scholl

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Ein Vorfall bei der „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover sorgte für heftige Reaktionen und Kritik im Internet und sozialen Medien. Grund war eine Rednerin, die sich selbst mit der von den Nazis hingerichteten Sophie Scholl verglich.

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Vergleich mit Sophie Scholl: Massive Empörung über einer Sprecherin bei der Corona-Demo. Frau verglich sich mit der NS-Widerstandskämpferin, als sie aus Protest gegen die Pandemiemaßnahmen sprach, und erntete dafür gewaltige Kritik.

„Ja, hallo, ich bin Jana aus Kassel, und ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde.“

Mit diesen Worten stellte sich eine junge Frau am Samstag in Hannover bei einer Demonstration gegen die Pandemiemaßnahmen der Bundesregierung vor. Sie wäre im gleichen Alter wie die NS-Widerstandskämpferin, als sie 1943 von den Nazis verhaftet wurde. Das Video selbst wurde etliche Male unter dem Hashtag #janaauskassel geteilt und kommentiert.

Ihr Auftritt, der vom Publikum vereinzelt mit Applaus bedacht wurde, stieß anschließend jedoch auf heftige Kritik. Einen deutlichen Punkt setzte dabei ein Ordner, der sich direkt vor die Bühne stellte und aus Protest gegen den Vergleich seinen Dienst als Ordner quittierte.

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„Für so einen Schwachsinn mach ich keinen Ordner mehr“

Er selbst warf der Rednerin „Verharmlosung des Holocaust“ vor und meinte, dass er für so einen Schwachsinn keinen Ordner mehr mache. Dabei übergab er seine Warnweste der Rednerin. Die Rednerin erwiderte die Aussage des Ordners mit den Worten: „Ich habe doch gar nichts gesagt.“ Dann beginnt sie zu weinen und wirft ihr Mikrofon weg. Im Video kann man noch erkennen, dass Polizisten erscheinen und den Mann von der Bühne weg geleiten.

Die „Hannoversche Allgemeine“ berichtete am 23.11.2020, der Mann, der die Rede störte, sei „ein vermeintlicher Ordner“, den die linke Szene in die Gruppe der „Querdenken“-Ordner eingeschleust habe. (Quelle: HAZ.de / Linke Szene schmuggelt Ordner unter „Querdenker“ – und entlarvt Nazi-Opfer-Vergleich)  

Später trat sie noch einmal ans Mikrofon, äußerte Unverständnis für die Kritik und wiederholte den Vergleich abermals. In einem später veröffentlichten Ausschnitt ist die Frau abermals zu sehen. Sie gibt sich „schockiert, dass ich von einem Passanten, oder was auch immer, beleidigt wurde“ Der Vorfall hat bereits eine Menge Reaktionen im Netz ausgelöst.

Auch der deutsche Außenminister Heiko Mass verurteilte die Aussagen!

„Wer sich heute mit Sophie Scholl o Anne Frank vergleicht,verhöhnt den Mut, den es brauchte,Haltung gegen Nazis zu zeigen. Das verharmlost den Holocaust und zeigt eine unerträgliche Geschichtsvergessenheit. Nichts verbindet Coronaproteste mit Widerstandskämpfer*Innen. Nichts!“

Der Tagesspiegel berichtet außerdem, dass die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, sagte: „Wenn die Geschwister Scholl oder auch Anne Frank für die Neonazi-Rhetorik einiger Teilnehmer herhalten müssen, ist dies grauenvoll. Die vermehrten Holocaust-Vergleiche von Corona-Leugnern dürften nicht unwidersprochen hingenommen werden. Die demokratischen Kräfte müssten „rote Linien ziehen und im Kern zusammenhalten“, sagte Modder. (Quelle: Tagesspiegel)

Experte warnt vor Vergleichen mit dem Nationalsozialismus während Corona!

Der Historiker Uwe Danker warnt vor einem Vergleich mit dem Nationalsozialismus im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Zudem wollen Kritiker der Corona-Politik mit solchen Vergleichen nur provozieren. Außerdem sagt Uwe Danker, dass man dem nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken solle, sondern dass man öfters über die eigentlichen Opfer der Corona-Krise reden sollte.

Nazi-Vergleiche verhöhnen NS-Opfer! Manche Proteste von Corona-Gegnern laufen aus dem Ruder. Warum Verschwörungstheorien und Vergleiche mit dem Nationalsozialismus mehr als hinken, erklärt ein Experte aus Flensburg im Interview mit NDR Schleswig-Holstein. (Quelle: NDR

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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