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Vergiftete Getränke in München: Frau wurde festgenommen

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Nach dem Fund diverser Getränkeflaschen mit potenziell tödlichem Gift in Münchner Supermärkten hat die Polizei nun eine Tatverdächtige festgenommen.

Vergiftete Getränke in München: Frau wurde festgenommen. Polizei München warnte vor einer Bedrohungslage! Im Zeitraum der Monate März und April 2020 kam es insgesamt zu bislang vier bekannt gewordenen Vorfällen in zwei Lebensmittelmärkten unterschiedlicher Handelsketten im Münchener Westen. (Wir haben hier am 4.6.2020 berichtet)

Pressemeldung der Polizei München bzgl. vergifteter Getränke

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Ermittlungen wegen mehrerer versuchter Tötungsdelikte – Festnahme einer Tatverdächtigen. Wie bereits berichtet kam es im Zeitraum der Monate März und April 2020 zu insgesamt zu bislang vier bekannt gewordenen Vorfällen in zwei Lebensmittelmärkten unterschiedlicher Handelsketten im Münchener Westen. Durch einen bisher unbekannten Täter wurde hierbei in Flaschen mit Erfrischungsgetränken eine tödlich wirkende Dosis von toxischen Stoffen (aus der Gruppe der Lösungsmittel) beigebracht. Diese manipulierten Getränkeflaschen wurden anschließend in den Verkaufsregalen der Geschäfte platziert.

In drei Fällen wurden diese Flaschen durch Kunden erworben und in jeweils geringer Menge konsumiert. Alle drei hierbei betroffenen Personen (eine 34-jährige. eine 42-jährige Frau und ein 48-jähriger Mann, alle aus München) klagten nach dem Konsum über Schwindel, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden. Eine sofortige medizinische Behandlung war bei den zwei Frauen notwendig.

Im Rahmen der anschließend durchgeführten Ermittlungen ergaben sich erst die Tatzusammenhänge.

Die vorhandene Gefährlichkeit wurde erst aufgrund der umfangreichen Untersuchungen und Analysen bekannt. Die Nachforschungen ergaben weiterhin, dass eine vierte Flasche noch vor dem Verkauf als entsprechend manipuliert festgestellt werden konnte.
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Die Ermittlungen wurden aufgrund der aktuellen Erkenntnisse vom Kommissariat 11 der Münchner Polizei übernommen. Der Tatvorwurf lautet auf versuchten Mord. Es wurde in diesem Zusammenhang die „Soko Tox“ gegründet.

Am Dienstag, 02.06.2020, wurde beim Kommissariat 11 die „Soko Tox“ zur Ermittlung der bis dato unbekannten Täterin von 4 Fällen des versuchten Mordes durch Einbringen von Giftstoffen in Getränkeflaschen eingerichtet. Aufgrund von umfangreichen Spurensicherungsmaßnahmen und Untersuchungen im Vorfeld stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest, dass DNA-Spuren einer weiblichen Person auf einigen der manipulierten Getränkeflaschen festgestellt und als täterrelevant eingestuft worden waren.

Durch akribische Ermittlungen konnte am Freitag, 05.06.2020, ein Tatverdacht gegen eine 56-jährige Münchnerin gewonnen werden. Die augenscheinlich verhaltensauffällige Frau, war bereits im Vorfeld wegen anderer Delikte polizeilich in Erscheinung getreten.

Auf Antrag der Kapitalabteilung der StA München I wurden daraufhin beim zuständigen Ermittlungsrichter ein Durchsuchungsbeschluss und ein Beschluss zur Abnahme und Untersuchung von DNA bei der Beschuldigten erlassen. Diese wurden daraufhin von Beamten der „Soko Tox“ vollzogen und die DNA-Proben der 56-Jährigen unverzüglich von Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes für Forensische DNA-Analytik untersucht.

In den Abendstunden des Freitag, 05.06.2020, stand letztlich fest, dass das DNA-Identifizierungsmuster der 56-Jährigen vollständig mit den tatrelevanten Spuren übereinstimmt. Daraufhin wurde die 56-Jährige von den Beamten der Soko vorläufig festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidium München eingeliefert.

Aufgrund der zurückliegend festgestellten Verhaltensauffälligkeiten der 56-Jährigen wurde diese am Samstag, 06.06.2020, auf Antrag der Staatsanwaltschaft psychiatrisch exploriert. Nach vorläufiger Einschätzung des Sachverständigen leidet die 56-Jährige an einer psychischen Erkrankung, die dazu geführt hat, dass ihre Schuldfähigkeit bei den in Raum stehenden Taten jedenfalls erheblich eingeschränkt war. Daraufhin stellte die Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I einen Antrag auf einstweilige Unterbringung der 56-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus beim zuständigen Ermittlungsrichter.

Die 56-Jährige machte bislang keine Angaben zum Tatvorwurf.

Zur Gefahrenabwehr wurden bereits am Abend des Freitag, 05.06.2020, und am Morgen des Samstag, 06.06.2020, Lebensmittelmärkte, von denen bekannt war, dass die 56-Jährige dort eingekauft hatte bzw. welche im Umfeld ihres bislang bekannten Wirkungskreises liegen, durch Beamte der „Soko Tox“ überprüft. Hierbei konnten bislang keine weiteren manipulierten Flaschen festgestellt werden.

Aufgrund der bislang 60 eingegangen Hinweise konnten keine gleichgelagerten Manipulationen festgestellt werden. Allerdings wurden auch Vorfälle mit ähnlichen Krankheitssymptomen sowie von Getränken, welche einen untypischen künstlichen oder chemischen Geschmack aufwiesen, mitgeteilt. Abschließende Ermittlungs- und Untersuchungsergebnisse hierzu stehen noch aus.

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Sämtlichen offenen Hinweisen wird weiterhin von der „Soko Tox“ nachgegangen.

Aufgrund der Festnahme der 56-Jährigen und Überprüfungen von Lebensmittelmärkten in München kann die konkrete Warnmeldung zurückgenommen werden. Allerdings kann nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht restlos ausgeschlossen werden, dass noch manipulierte Getränkeflaschen seitens der 56-Jährigen in Geschäften ausgebracht worden sind.

Daher sollten die generellen Vorsichtsmaßnahmen v. a. im Hinblick auf die Kontrolle des Sicherungsringes bei Schraubverschlussflaschen oder sichtbarer Verunreinigungen weiterhin beachtet werden. Ebenso sollten Getränkeflaschen auf auffälligen Geruch geprüft werden. Bei einer entsprechend verdächtigen Flasche oder bei auffälligem Geschmack sollte die Substanz nicht entsorgt werden, sondern umgehend der Notruf der Polizei, die 110, verständigt werden.

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