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Dienstag, 30 November 2021

Uzumaki? Die mysteriöse Spirale am Himmel!

Eine Spirale, die sich gut sichtbar am Himmel bildet – ein Anblick, der aus einem bestimmten Horror-Manga stammen könnte! Doch wie kommt sie da hin?

In dem Manga „Uzumaki“ (zu Deutsch: „Spiralen“) von Junji Itō, der im Jahr 2000 auch verfilmt wurde, tauchen in einem kleinen Dorf immer wieder Spiralen am Himmel, in Pflanzen und im Wasser auf, verbunden mit seltsamen Phänomenen, die nach und nach die Einwohner des Dorfes dezimieren.

Kenner des Mangas und der Verfilmung dürften also ein ungutes Gefühl bekommen, wenn sie dieses Video sehen (welches übrigens echt ist!):

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Das Video ist jedoch nicht der einzige Beweis, zahlreiche Bilder der Spirale existieren auch, wie beispielsweise jenes hier:

Die Spirale gut sichtbar am Himmel
Die Spirale gut sichtbar am Himmel, Quelle: Facebook

Das obige Foto stammt auch nicht von irgendeinem privaten Nutzer, der sich vielleicht einen Scherz erlaubte, sondern von der Facebook-Seite der Kaledonischen Astronomische Vereinigung.

Die Erklärung

Menschen auf den südpazifischen Inseln, darunter Neukaledonien, Tokelau, Samoa und Fidschi, berichteten alle, dass sie am Freitagabend, den 18. Juni, dasselbe spiralförmige Phänomen am Himmel gesehen haben. Die Erklärung dafür ist jedoch rein irdischer Natur.

Wie Jonathan McDowell, ein amerikanischer Astronom, der alle Manöver und Orbitalstarts weltweit überwacht, handelt es sich um die zweite Stufe einer chinesischen Rakete vom Typ Long March 2 C, welche am 18. Juni um 6:25 Uhr UTC vom Xichang-Startzentrum abhob.

Bereits im Mai war die Spirale am Himmel zu sehen, und wahrscheinlich wird man sie auch im August, beim nächsten Start einer Long Marc 2C-Rakete sehen.

Die Spirale entsteht dadurch, dass die zweite Stufe der Rakete ihren restlichen Treibstoff (UDMH und Stickstoffperoxid) ausstößt, um beim Niedergang auf die Erde nicht zu explodieren. Dabei „trudelt“ die Raketenstufe und malt dabei quasi diese Spirale in den Himmel.

Günstig ist dabei natürlich auch die Blickrichtung: Die Rakete flog mit einer 34°-Bahnneigung mit einer südöstlichen Startrichtung in den Himmel, sodass man von den südpazifischen Inseln aus perfekt diese Spirale sehen konnte.

Fazit

Also keine todbringende Spirale, Uzumaki-Fans dürfen beruhigt sein. Vorerst. 😉

Weitere Quellen: Association Calédonienne d’Astronomie, NZHerald, IFL Science
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