Aktuelles Texas verklagt Netflix wegen "Cuties" - Es sei Kinderpornographie

Texas verklagt Netflix wegen „Cuties“ – Es sei Kinderpornographie

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Der US-Bundesstaat Texas sieht den Film „Cuties“ als Kinderpornographie an.

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Bereits im Vorfeld sorgte „Cuties“, der im französischen Original „Mignonnes“ heißt, für Aufregung: Grund war das Coverbild, welches Netflix für den Film wählte (wir berichteten). Doch der US-Bundestaat bemängelt nun den Film selbst, welcher im Prinzip Kinderpornographie sei.

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Wie lautet die Anklage genau?

Die Klageschrift lässt sich hier online einsehen.
Die sperrige Formulierung des Anklagegrundes lautet:

„Netflix förderte damals und dort wissentlich Bildmaterial, das die unzüchtige Zurschaustellung der Genitalien oder der Schamgegend eines bekleideten oder teilweise bekleideten Kindes darstellt, das zum Zeitpunkt der Erstellung des Bildmaterials jünger als 18 Jahre alt war, das an das lüsterne Interesse am Sex appelliert und keinen ernsthaften literarischen, künstlerischen, politischen oder wissenschaftlichen Wert hat.“

Einfach ausgedrückt: Der Staat Texas behauptet, dass Darstellungen in dem Film rein sexuellem Interesse diene und keine sonstige Grundlage hat.

Netflix wehrt sich gegen die Vorwürfe

Wie unter anderem Variety und The Hill berichten, verteidigte Netflix den Film in einem Statement:

„‚Cuties‘ ist ein gesellschaftlicher Kommentar gegen die Sexualisierung von jungen Kindern. Dieser Vorwurf ist unbegründet, und wir stehen zu dem Film.“

Die Anklage – Auch ein Politikum

Interessant bei jener Anklage ist es, sich die Hintergründe zu betrachten.

Der Bezirkstaatsanwalt von Tyler County, wo die Anklage erhoben wurde, ist Lucas Babin. In einem Betrag seines Büros auf Facebook ist zu lesen, dass Babin nach Ansicht des Films bereits „wusste, dass es einen wahrscheinlichen Grund zur Annahme gab, dass er kriminell war“.

Bei dem Vater von Lucas Babin handelt es sich um Brian Babin, ein republikanischer Kongressabgeordneter. Dieser unterzeichnete zusammen mit 33 anderen republikanischen Mitgliedern am 17. September einen Brief an den US-Generalstaatsanwalt Bill Barr, in dem er ihn aufforderte, Netflix gemäß dem Bundesgesetz über Kinderpornographie strafrechtlich zu verfolgen.

So steht in diesem Brief:

„Der Erste Verfassungszusatz schützt Unternehmen und Einzelpersonen vor dem Obszönitätsgesetz, wenn sie künstlerische Ausdrucksformen nachweisen können, aber dieser Schutz gilt rechtmäßig nicht für Kinderpornographie.

‚Cuties‘ ist Kinderpornographie, und ihre Vertreiber sollten entsprechend strafrechtlich verfolgt werden.“

Die Mitglieder des Kongresses, angeführt von Kongressabgeordneter Jim Banks aus Indiana, ebenfalls Republikaner, argumentierten auch, dass die Absichten der Filmemacher nebensächlich seien, da der Film „visuelles Futter für Pädophile“ geliefert habe.

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Fazit

Wir empfehlen, den Film über ein 11-jähriges Mädchen, welches zwischen zwei Kulturen hin- und hergerissen ist, selbst zu schauen und sich dann erst ein Urteil zu bilden, inwiefern die Vorwürfe gerechtfertigt sind.

Artikelbild: Netflix
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