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Dienstag, 7 September 2021
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Testflüge: Können Drohnen Lebensretter unterstützen?

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Im Regelfall kennt man Drohnen nur als ausgefallene Spielzeuge für Luftaufnahmen. Doch nun wird an einem echten Nutzen gearbeitet.

Wobei wir nicht sagen wollen, dass Luftaufnahmen nicht sinnvoll sein können (beispielsweise bei der Suche nach vermissten Personen), doch kann man mit Drohnen eventuell ein wenig direkter Menschenleben retten, was die Universität Greifswald ein halbes Jahr lang testen möchte.

Bei Herz-Kreislauf-Stillstand muss es schnell gehen: Nutzt ein Ersthelfer einen sogenannten Defibrillator, kann das Leben retten. Denn dieses Gerät kann mit elektrischen Impulsen das Herz wieder in Gang bringen. Es wird daher auch Schockgeber genannt. In vielen öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken oder Stadtverwaltungen hängen solche Defibrillatoren, oft auch bei Feuerwehren oder Sparkassen. Doch in ländlichen Gebieten ist die Entfernung oft viel zu groß, zudem sind manche Geräte nur zu Geschäftszeiten zu erreichen.

Hier könnten nach den Ideen der Greifswalder Unimedizin künftig Drohnen helfen, also unbemannte Flug-geräte: Diese sollen den Defibrillator in kürzester Zeit zum Ersthelfer fliegen. Ob das wirklich funktioniert und was dabei wie organisiert werden müsste, wird jetzt in ersten Versuchen getestet. Leiter des Projekts sind Prof. Klaus Hahnenkamp, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald, und Dr. Mina Hinsch. Die rund ein halbes Jahr dauernde Machbarkeitsstudie wird vom Bundesgesundheits-ministerium mit etwas über 400.000 Euro unterstützt.

Die Unimedizin sucht nun Freiwillige im Raum Penkun in der Uckermark und in Greifswald, die bei der Simulation als Ersthelfer fungieren, um die Rettung von der Landung der Drohne bis zur Reanimation an der Übungspuppe durchzuspielen.

„Diese Personen sollten um die 60 Jahre alt sein und kniend tätig sein können“, erklärt Hinsch. Interessierte können sich per Mail unter [email protected] oder telefonisch melden: 03834 – 86 80399. Dort können auch Fragen zum Projekt gestellt werden.

Quelle: Medieninformation der Universität Greifswald

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