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Donnerstag, 14 Oktober 2021

Komplett versponnene Bäume (Faktencheck)

Das Foto zweier komplett versponnener Bäume erregt aktuell die Aufmerksamkeit von Social Media Nutzern. Sind Spinnen wirklich in der Lage ganze Bäume in einen Seidenkokon zu hüllen?

Viele Menschen verabscheuen Spinnen – sei es die Art der Fortbewegung, ihr Aussehen oder die Tatsache, dass einige von ihnen sogar tödlich sein können. Die Gründe sind vielfältig.

Doch selbst wenn man sich nicht vor den kleinen Krabblern ekelt, könnte einen ein mulmiges Gefühl beschleichen, wenn man sich folgendes Foto hier ansieht:

Screenshot des angefragten Fotos (Photo by Russell Watkins)
Screenshot des angefragten Fotos (Photo by Russell Watkins)

Wir erhielten einige Anfragen, ob das Foto wirklich echt sei und ob es sich tatsächlich um Spinnennetze handelt. Die Antwort wird den Arachnophoben unter uns wohl nicht so gut gefallen:

Der Faktencheck

Das Foto wurde von Russell Watkins im Jahre 2010 in Pakistan aufgenommen. Die Bäume säumen die Ränder eines gefluteten Feldes im Dorf Sindh, welches von massiven Überschwemmungen in jenem Jahr betroffen war.

Laut Wakins sagten die Menschen in Sindh, sie hätten dieses Phänomen vor der Überschwemmung noch nie gesehen. Doch womöglich hatte das Hochwasser sowohl Spinnen als auch andere Insekten in die Bäume getrieben.

Er fügte hinzu, dass während der Arbeiten unter den Bäumen, Dutzende von winziger Spinnen auf die Köpfe der Menschen gefallen waren.

Auch ein von der BBC befragter Spezialist geht davon aus, dass es sich größtenteils um Spinnen handelt, die die Netze gesponnen hatten. Und zwar aufgrund der erhöhten Population an Moskitos, die im Wasser ungestört brüten konnte. Das wiederum bedeutete mehr Futter für die Spinnen und mehr Nachwuchs, die ebenfalls die Bäume versponnen.

Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch andere Insekten daran beteiligt waren, die Bäume derart dicht zu verspinnen.

Fazit

Das Phänomen trat in Pakistan nach einer schweren Überschwemmung im Jahr 2010 auf. Spezialisten gehen davon aus, dass die Netze größtenteils von Spinnen stammen, die auf die Bäume geflüchtet waren.

Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass auch andere Insekten „mitgesponnen“ hatten.

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