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Sonntag, 26 September 2021
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Der Smartphone-Sperrbildschirm: Welcher ist am sichersten?

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Manchem mag es lästig sein, den Bildschirm immer wieder entsperren zu müssen, doch ist es ein guter Schutz, wenn das Handy mal abhanden kommt.

So erfüllt dieser Sperrbildschirm auf dem Smartphone doch einen guten Zweck, denn manchmal geht man auch einfach nur bei Freunden auf die Toilette und möchte nicht, dass auf dem Handy herumgeschnüffelt wird.

checked4you„, das Jugendportal der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, beschreibt hier die verschiedenen Sperrbildschirme, so dass ihr euch selbst ein Bild von der Sicherheit machen könnt:

Muster

In einem Raster mit 9 Punkten müssen mindestens 4 verbunden werden. Das angelegte Muster solltest du dir gut merken. Verbindest du falsche Punkte oder die richtigen in der falschen Reihenfolge, kommst du nicht an deine Daten. In der Regel kannst du dann mit einer PIN oder einem Passwort dein Display entsperren – sofern du sie festgelegt und nicht vergessen hast.

Zwar hat das Muster den Vorteil, dass es sich schnell und einfach zeichnen und merken lässt. Je mehr Punkte du verbindest, desto schwerer ist es auch für Unwissende zu erraten. Nachteil: Wischst du das Display nicht immer wieder ab, können Fremde auf dem Display die Spuren deines Fingers sehen und das Muster erraten.

PIN

Die SIM-Karte hat eine und für das Display kannst du eine zusätzliche PIN festlegen. Die sollten aber nicht gleich sein! Für die Displaysperre kannst du bis zu 17 Ziffern (bei Android) beliebig kombinieren. Diese Entsperrmethode hat die Vorteile, dass sich gängige Kombinationen leicht merken lassen und mit jeder zusätzlichen Ziffer die Chance, deine PIN zu knacken, sinkt. Nachteile sind aber, dass einige Kombinationen für Menschen, die dich kennen, leicht zu erraten sind. Deshalb solltest du nicht dein Geburtsdatum nehmen. Auch bei der PIN können Spuren deines Fingers auf dem Display die nötigen Ziffern verraten.

Passwort

Beim Passwort ist es wichtig, keine Worte zu nehmen, die in einem Wörterbuch zu finden sind. Wie bei der PIN gilt auch hier: Je mehr Zeichen, desto schwerer ist der richtige Code zu erraten. Und wenn du auch noch Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen mischst, wird das eine sichere Kiste. Das ist dann auch der größte Vorteil des Passworts als Entsperrmethode. Die Nachteile sind aber, dass komplexe Passworte möglicherweise schwer zu merken sind und andererseits zu leichte Passwörter auch easy zu erraten sind. In einem anderen Artikel haben wir Tipps für sichere Passwörter.

Neben den Möglichkeiten, Dinge auf dem Bildschirm einzugeben, gibt es auch noch die Entsperrmethoden mit biometrischen Merkmalen. Das sind einzigartige Infos deines Körpers, die dich von anderen unterscheiden. Generell solltest du dich aber darüber informieren, ob diese Informationen sicher verschlüsselt auf deinem Gerät gespeichert werden. Ist das nämlich nicht der Fall oder werden sie sogar an irgendwelche Server übertragen, besteht theoretisch die Gefahr, dass die Infos für kriminelle Zwecke (Stichwort: Identitätsdiebstahl) missbraucht werden. Und biometrische Daten lassen sich nicht so einfach ändern wie ein Passwort, eine PIN oder ein Wischmuster!

Fingerabdruck

Diese Entsperrmethode ist schon relativ gängig und sehr viele Smartphones haben einen Fingerabdruckscanner. Beim Einrichten eines Fingerabdrucks wird meist noch eine zweite Entsperrmethode aus den oberen drei Möglichkeiten verlangt – für den Fall, dass dein Finger mal verletzt ist, zu dreckig ist oder auch jemand anders tatsächlich dein Handy mal entsperren soll. Vorteile: Die eigenen Finger hat man in der Regel immer dabei und man muss sich nichts merken. Nur mit großem Aufwand und hoher krimineller Energie lässt er sich nachbauen oder fälschen. Nachteile: Funktioniert nicht im Winter mit Handschuhen.

Gesichtserkennung

Wir Menschen erkennen einander am schnellsten am Gesicht. Das können auch die meisten Smartphones mit Frontkamera. Das ist der große Vorteil dieser Entsperrmethode. Aber Achtung: Sofern keine 3D-Kamera im Einsatz ist, lässt sich die Gesichtserkennung oft schon mit einem Foto überlisten. Weiterer Nachteil: Die Gesichtserkennung klappt nicht immer zuverlässig. Wenig Licht, Sonnenbrillen oder zu stark wehende Haare können Probleme machen. Deshalb wird auch für diese Entsperrmethode meist noch eine zweite ohne biometrische Merkmale gefordert.

Iris-Scan

Die jüngste kommerzielle Entsperrmethode schaut dir in die Augen. Die Selfie-Cam oder eine Infrarot-Kamera tastet den farbigen Kreis um deine Pupille ab und erkennt dich dadurch. Vor- und Nachteile sind vergleichbar mit denen des Fingerabdrucks und der Gesichtserkennung. Allerdings funktioniert eine Infrarot-Kamera auch ohne Umgebungslicht. Eine höhere Sicherheit entsteht in der Kombination aus Iris-Scan und Gesichtserkennung.


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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