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Freitag, 23 Juli 2021
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Spahn und der Aufzug: Faktencheck wegen Überfüllung geschlossen!

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Handhygiene beachten, Kontakte reduzieren, Abstand halten. Das sind ein paar der Basics, die während der Coronakrise beachtet werden sollen. Auch von Politikern (wie beispielsweise Jens Spahn).

Auf Social Media ist ein Foto aufgetaucht, welches Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einem Aufzug zeigt. Das wäre eigentlich soweit kein Problem, wenn er alleine in dem Aufzug stehen würde.

Das wäre auch kein Problem, wenn er sich in einem vollen Aufzug befände, wäre dieses Foto vor März 2020 aufgenommen worden. Wahrscheinlich würde das Foto auch kaum jemanden interessieren, wäre er nicht der Bundesgesundheitsminister.

Es handelt sich jedoch um ein Foto, das Jens Spahn zeigt, der am 14. April 2020 zu Gast am Uniklinikum in Gießen war. Dort kam es zu dieser Situation, welche der Journalist Bodo Weissenborn in Form eines Bildes festgehalten hat.

Spahn und diverse andere Personen in einem gefüllten Aufzug. Natürlich wirkt dieses Bild verhängnisvoll, wenn man bedenkt, dass ein Gesundheitsminister eine gewisse Vorbildfunktion innehat.

Spahn im Aufzug

Das Bild ist kein Fake. Es Bodo Weissenborn arbeitet für die Hessenschau, die dem Foto mittlerweile einen eigenen Artikel mit dem Titel „Was machen all diese Politiker in einem Aufzug?“ gewidmet hat. Dort liest man:

Bundesgesundheitsminister Spahn, Ministerpräsident Bouffier sowie weitere Politiker und Ärzte sind im Uniklinikum Gießen in einen Aufzug gestiegen. Alle. In einen einzigen Aufzug. Mitten in der Corona-Krise. Unser Foto sorgt für Befremden und Belustigung.

Die Hessenschau nennt dieses Foto humorvoll „Fahrstuhlgate“, die Namensgebung ist angelehnt an den legendären Watergate-Skandal. Zumindest sind sich im Nachhinein alle einig, dass die Situation ein Fehler war. Laut T-Online nahm Spahn die Kritik an und antwortete: „Ja, das geht besser: auch mit Mundschutz Abstand halten. Und das nächste Mal einfach die Treppe nehmen.“

Die Staatskanzlei Hessen schrieb dazu in einem Tweet: „Wir geben zu: Das hätte nicht passieren dürfen. Auch wenn alle Mundschutz tragen, in diesem Aufzug stehen zu viele Menschen.“

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