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Samstag, 27 November 2021

Smishing: Phishing per SMS über das Smartphone

„Smishing“ – ein Mix aus SMS und Phishing – bezeichnet Nachrichten, welche darauf abzielen, Daten der Empfänger abzugreifen.

Phishing per Mail gehört mittlerweile zu unserem Alltag. Doch auch via SMS trudeln betrügerische Nachrichten ein: Smishing.

Eine Nachricht einer bekannten Firma, oder auch nur ein Hinweis, meist gefolgt von einem Link, der zu gefälschten Seiten oder Login-Formularen führt, um hier die Opfer zur Dateneingabe zu verleiten.

Smishing – Phishing SMS

Sein Smartphone hat man immer dabei, somit ist es für Cyberkriminelle ein durchaus interessanter Aspekt, darauf abzuzielen. Smishing nimmt laut IT-Sicherheitsexperten der PSW GROUP rasend zu.

PSW-Geschäftsführerin Patrycja Tulinska erklärt: „Phishen Cyberkriminelle, so versenden sie betrügerische E-Mails und verführen die empfangenden Opfer dazu, Links anzuklicken oder Anhänge zu öffnen. Über manipulierte Websites gelingt es Cyberkriminellen, beispielsweise Login-Daten, Nachrichteninhalte oder andere Informationen zu stehlen. Beim Smishing werden anstelle von E-Mails einfach Textnachrichten verwendet.“

Smishing birgt also dieselben Gefahren wie Phishing per Mail: Die Kriminellen wollen Zugangsdaten wie Logins oder auch Bank- und Kreditkartendaten erlangen oder auch Malware verbreiten.

Die gängigsten drei Varianten des Smishing

Schädliche Software: In der Nachricht ist ein Link enthalten. Bei Klick auf diesen wird im Hintergrund eine Software auf das Gerät geladen. Angreifer können so Zugriff auf das Smartphone erhalten.

Gefälschte Websites: Ein Link in der SMS leitet die Opfer zu einer gefälschten Webseite, die dem Original täuschend echt nachempfunden ist. Gibt man hier seine Zugangsdaten oder andere sensible Informationen wie Konto- oder Kreditkartendaten ein, werden diese an die Cyberkriminellen weitergegeben.
Sehr beliebt ist hier die Version, in der angebliche Sicherheitsprobleme gemeldet werden, zu deren Behebung eine sofortige Übermittlung persönlicher Daten erforderlich ist.

Spear-Smishing: Besonders hinterlistig ist diese Variante. Hier verschaffen sich die Kriminellen erst durch einen Blick auf die Internetprofile (z.B. Soziale Medien) der Opfer einen Eindruck und liefern dann perfekt passendes Smishing. So können die Kriminellen Informationen des Opfers mit einbinden und gewinnen damit an Vertrauenswürdigkeit. Nur zu oft werden aus diesen Gründen eher Daten übermittelt.

Vorgabe falscher Absender: Bei dieser Methode geben sich die Absender als Mitarbeiter von bekannten Firmen aus. Oftmals wird man um einen Anruf bei einem Kundensupport gebeten. Jedoch dienen derartige Telefonate nur dazu, Informationen von den Opfern zu erhalten.

Wie schützt man sich gegen Smishing?

Eine Antivirensoftware für Smartphones ist ratsam. Es kann zwar nicht garantiert werden, dass eine solche jegliche schädliche Software erkennt, doch ist das Risiko, eine solche Malware auf seinem Handy zu erhalten, dementsprechend geringer.

Folgende Punkte sollte man selbst beherzigen:

  • Niemals persönliche oder sensible Daten wie Kreditkarten- oder Online-Banking-Informationen am Smartphone bekanntgeben.
    Weder Banken, Händler oder andere seriöse Institutionen fragen Kontoinformationen über Textnachrichten ab.
  • Dringende Sicherheitswarnungen oder der Erhalt von Angeboten oder Deals, die sofort eingelöst werden sollen, weisen auf eine unseriöse SMS hin.
  • Keine Links oder Telefonnummern in SMS anklicken. Ist man unsicher, ob diese eventuell doch vom angegebenen Absender stammt, kann man an dieser Stelle direkt nachfragen. Dazu sollte man allerdings nicht die Kontaktdaten aus der SMS verwenden, sondern an anderer Stelle (z.B. offizieller Webseite) danach suchen.
  • Eine kritische Überprüfung der Absender-Nummer kann bereits Aufschluss darüber geben, ob diese vom vorgegebenen Absender stammt. Auffällige Nummern wie z.B. „50110“ können von einem E-Mail-zu-SMS-Service stammen, die gerne von Betrügern genutzt werden.
  • Auffällige Rechtschreibung oder Grammatik ist immer ein Hinweis darauf, dass die Nachricht von keinem seriösen Absender stammt. Sämtliche Nachrichten von Firmen werden lektoriert und erst dann versendet. Kriminelle verwenden gerne Online-Übersetzungstools, bei denen die Übersetzungen oftmals etwas ungeschickt formuliert sind.

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Quelle: computerwelt.at
Artikelbild: Shutterstock / Von moj0j0

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