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Nein, hier faken Schauspieler keine Corona-Infektion!

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In einem Facebook-Posting wird behauptet, Schauspieler würden dafür bezahlt, Corona-Patienten zu darzustellen.

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Zahlreiche Anfragen zu diesem Beitrag und einem beigefügten Video erreichten uns heute. Angeblich würden hier Schauspieler in einem Behandlungszentrum in Berlin „auf Corona tun“ – gegen Bezahlung.

Bezahlung für Corona-Darstellung?

Auf Facebook findet sich in Verbindung mit diesem Video folgender Beitrag:

Screenshot Facebook-Beitrag
Screenshot Facebook-Beitrag

„Hollywood war Gestern
Coronawood Season 1 Folge 6
===============
Im Corona Zentum wird tüchtig gedreht für ARD, ZDF und RTL.
Für alle die gerne etwas nebenbei verdienen möchten. Drehbuch wird vorgegeben. Etwas auf Corona tuen und Posen und schon kriegt man vom Staat Geld.
P.S. Ort: Behandlungszentrum Jaffeestrasse Berlin. Es werden noch Personen für Aufnahmen gesucht. 2 Stunden = 50 Euro. Personen die auf Tot spielen, kriegen wohl noch mal 10 Euro Bonus zur Hauptzahlung. Das ist kein Scherz.“

Video-Bericht einer „Patientin“

In dem Video, das auf diesen Text folgt, sieht man eine junge Frau in einem Krankenbett. Augenscheinlich erhält sie eine Infusion, auch wird sie über eine Nasenbrille oder auch „Sauerstoffbrille“ mit Sauerstoff versorgt. Auf den ersten Blick scheint es sich um eine Patientin in einem Krankenhaus zu handeln.

Screenshot Video
Screenshot Video

Im Video hört man sie unter anderem sagen: „Wir liegen und simulieren, wie man gut sehen kann. Weil das das neue Corona-Zentrum ist und jetzt ein Testdurchlauf vorgenommen wird. Wir haben bestimmte Aufgaben bekommen. Das ist meine: Informieren Sie einen Mitarbeiter darüber, dass Sie das Gefühl haben, schlechter Luft zu bekommen. Um genau 13.35 Uhr. Wir haben 13.30 Uhr. Ich habe noch fünf Minuten. Das ist meine Bettnummer. Und ich kriege für das Ganze hier Geld.“

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Auch hält sie ein Blatt Papier in die Kamera, auf dem man unter anderem „Ihre Übungsaufgabe“ ablesen kann, welche um 13:35 Uhr startet, was die Zeitangaben der jungen Dame im Video erklärt.

Screenshot Instagram Story
Screenshot Instagram Story

Das Video dazu stammt aus einer Instagram-Story und wurde wohl rasend schnell auf Facebook übernommen. Die junge Frau selbst machte im Video deutlich, dass es sich um einen „Prank“ (Scherz) handelte und stellte klar, dass es um einen Testlauf ginge.

In sozialen Medien wurde das Video übernommen, falsch interpretiert und noch dazu „gewürzt“ mit der Information, dass es sich hier um eine Inszenierung handle.

Nachfrage bei „Vivantes – Leben in Berlin“

Im Video konnte man des öfteren das Logo von „Vivantes“ erkennen, so haben wir hier direkt nachgefragt und folgende Antwort erhalten:

Screenshot Facebook: Antwort von Vivantes
Screenshot Facebook: Antwort von Vivantes

Die Pressemitteilung, auf die in dieser Nachricht hingewiesen wird, wurde zwischenzeitlich veröffentlicht.
Hier wird Bezug auf die entsprechenden Übungen genommen:

„Am 10. September zwischen 13 und 15 Uhr wurde im bisher noch nicht für die Patientenversorgung benötigten Corona-Behandlungszentrum Jafféstrasse (CBZJ) eine Übung für den Fall durchgeführt, dass steigende Infektionszahlen eine Belegung der Reserveeinrichtung notwendig machen. […] An der Übung nahmen rund 50 Mitarbeitende aus dem Vivantes Kernteam sowie externe Freiwillige teil, die bereits am CBZJ geschult worden waren und dabei geholfen hatten, die Abläufe zu optimieren. Auch rund 70 Statist*innen beteiligten sich in der Rolle als Patient*innen. Durchgespielt wurde die Aufnahme, Versorgung, Verlegung und Entlassung der fiktiven Corona-Patient*innen.“

Hier erhält man nochmals die Bestätigung zu den Angaben im Video. Datum und Uhrzeit sind ident. Den Teilnehmern wurden unterschiedliche Aufgaben gestellt. Und wenn man sich das Blatt Papier aus dem Video genau ansieht, erkennt man links unten auch den Text „Ihr CBZJ-Team“.

Übungen im Corona-Behandlungszentrum Berlin, Jafféstraße

Das Berliner Corona-Behandlungszentrum wurde im Mai als Notfallkrankenhaus eröffnet. Es handelt sich dabei um ein Reservekrankenhaus am Berliner Messegelände. Sollten die Notfallkliniken in Berlin die Versorgung von Corona-Patienten nicht mehr sicherstellen können, kann das Reservekrankenhaus mit zusätzlichen Kapazitäten aushelfen.

Obwohl hier noch kein Bedarf besteht, werde das Personal regelmäßig geschult, um bei einer möglichen Inbetriebnahme einen geordneten Ablauf sicherstellen zu können. So fand eben auch am 10. September eine solche Schulung statt, eine Übung unter „realistischen Bedingungen“.
Für eine solche Übung wurden Personen benötigt, die hier als Statisten fungieren. Und ja, diese erhielten eine Aufwandsentschädigung in der Höhe von 50 Euro.

Eine derartige Vorgehensweise sei in Krankenhäusern normal, gibt eine Sprecherin gegenüber BR24 an. In Kliniken würden beispielsweise Ausnahmesituationen geprobt, in einem Reservekrankenhaus wie diesem hier der Normalbetrieb.

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Diese Vorgehensweise kann man auch in folgendem Video sehen:

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Fazit

Das aktuell kursierende Video der jungen Frau in einem Krankenhaus wurde aus dem Kontext gerissen. Hier handelt es sich nicht um Schauspieler, die Corona „vorspielen sollten“, sondern um Probanden, mit deren Hilfe die Abläufe im Berliner Reservekrankenhaus durchgespielt werden sollten, um bei Inbetriebnahme reibungslose Abläufe zu sichern.

Es wurden zu keinem Zeitpunkt Schauspieler für eine „Fake-Aktion“ engagiert.

Quelle: Bayrischer Rundfunk / Vivantes
Artikelbild: Screenshot Instagram Story / Video
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Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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