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Mittwoch, 22 September 2021
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So schnell kannst du Schadsoftware auf´s Handy bekommen!

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Schnell mal auf einen Link geklickt, und schon ist es passiert: Das Handy ist mit Schadsoftware infiziert.

Sicherheitsexperten von Eset warnen daher vor Betrugsmaschen, die Smartphone-Nutzer dazu verführen, Schadsoftware auf ihr Handy zu laden. Ob iOS oder Android – beide Betriebssysteme sind gleichermaßen betroffen.

Links in Nachrichten

Schadsoftware wird oftmals durch Links, die in Nachrichten enthalten sind, auf den Handys installiert. Daher ist es wichtig, keine verdächtigen Links aus Nachrichten zu öffnen.

Oftmals werden die Links durch diverse Dienste verkürzt, damit sind sie auch leichter weiter teilbar. Manche solcher Links führen zu Werbungen, die den Erstellern der Links Geld bringt. Diese Werbungen wiederum zielen oftmals darauf ab, Nutzer zu motivieren, schädliche Software auf ihren Handys zu installieren.

Experten nennen derartige Betrugsmaschen „Scareware“ oder „Adware“.

Android/FakeAdBlocker

Beispielsweise wird die Schadsoftware Android/FakeAdBlocker durch Öffnen gewisser Links auf dem Handy installiert. Bereits 150.000 Android-Nutzer – vor allem in Russland, den USA, Mexiko und auch Deutschland – haben mit dieser Schadsoftware Bekanntschaft machen müssen.

Ist die Malware erst mal auf dem Handy installiert, kann das durchaus teuer werden, da möglicherweise kostenpflichtige Premium-SMS vom eigenen Handy verschickt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass weitere schädliche Software auf das Smartphone geladen wird.

Gefälschte Kalendereinträge

Durch Werbung, die nach dem Öffnen von Links angezeigt wird, werden iOS-Nutzer wiederum dazu motiviert, Kalender-Dateien auf ihr Smartphone zu laden. Diese zeigt den Nutzern angebliche Infektionen auf. Um diese zu entfernen, müssen die Nutzer bestimmten Links folgen. Diese bringen den Erstellern weitere Einnahmen durch Werbung.
Auch Android-Nutzer müssen vor eben dieser Masche acht geben.

Eset konnte herausfinden, dass bei Nutzern 18 Kalendereinträge aufschienen, die sich täglich wiederholen und jeweils eine Dauer von zehn Minuten aufweisen.
Nutzer werden daraufhin auf Scareware-Werbeseiten gelotst, wo sie die Information erhalten, dass ihr Smartphone angeblich infiziert wäre. Als Lösung wird eine „Reinigungs-App“ angeboten, die allerdings in Wahrheit die Schadsoftware Android/FakeAdBlocker ist.

Auch die App „adBLOCK“ sowie „Your File Is Ready To Download“ ist laut Eset dafür verantwortlich, dass die Malware auf dem Handy installiert wird.

Was tun, wenn man die Schadsoftware bereits auf dem Handy hat?

Klar: Löschen! Dazu geht man in den Einstellungen zu den installierten Apps und sucht eben diese heraus. Eset gibt dazu den Tipp, dass die Schadsoftware kein Icon oder einen App-Namen hat. Damit sollte sie auch rasch zu finden sein.

Die schädlichen Kalendereinträge bleiben allerdings auch nach der Deinstallation der App bestehen. Da es sich hier um enorm viele Einträge handelt, wäre manuelles Entfernen wohl zu aufwendig. Eset empfiehlt hierzu also Apps wie zum Beispiel „Calender Cleanup“ aus dem offiziellen Google Play Store. Damit kann man mehrere Einträge auf einen Schlag entfernen. Jedoch gilt das für ALLE Einträge im Kalender.

Empfehlungen zur Prävention

Generell empfiehlt es sich, dass man Apps nur aus offiziellen App Stores laden sollte.
Auch beim Empfang von Nachrichten, die Links enthalten, sollte man vorsichtig sein.

Natürlich müssen nicht alle Links in Nachrichten zu Installationen von Schadsoftware führen. Weiß man, welche Webseite hinter dem jeweiligen Link steckt, kann man direkt die entsprechende Seite manuell aufrufen, indem man den Link höchstpersönlich und eigenhändig in den Browser eintippt.

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Quelle: t-online.de

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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