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Wie Rosen auf Autos zu Menschenhändler-Panik führten

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Eine freundliche Geste nach dem Valentinstag führte zum Wiederaufleben einer urbanen Legende über Menschenhändler.

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Brittaney Strupe aus Columbus im US-Bundesstaat Ohio hatte einen fantastischen Valentinstag: Ihr Freund überraschte sie mit Rosen im Wert von über 300 Dollar, das Paar feierte seine Verlobung.
Zuviele Rosen, um sie alle in der Wohnung verwelken zu lassen, also beschloss Brittaney, zusammen mit ihrer Schwester und ihrer Tochter anderen eine Freude zu machen.

Rosen für alle!

Am Tag darauf überlegten sich die drei, wie man die Rosen am Besten an andere Menschen verteilen könne. Brittaneys Tochter Kiara kam auf die Idee, die Rosen einfach an Autos auf dem nahe gelegenen Walmarkt-Parkplatz zu klemmen.

„Dann kommen die Leute vom Einkaufen zu ihren Autos und werden nicht glauben, was sie da sehen, das werden sie klasse finden!“

dachte sich Kiara Strupe.
Doch es kam ganz anders als gedacht.

Im Namen der Rose

Bald darauf entdeckten Walmart-Kunden und Angestellte die vielen Rosen auf den Autos – und reagierten ganz und gar nicht erfreut darüber. Da steckte jemand einfach so Rosen an die Autos? Das kann doch nicht koscher sein!

Der Walmart-Geschäftsleiter sah sich die Aufnahmen der Überwachungskamers an und war dann so besorgt, dass er das Büro des Sheriffs im Coshocton County anrief. Der stellvertretende Deputy Chris Johnson nahm den Fall sofort auf, denn er hatte bereits einen Verdacht, was diese Rosen zu bedeuten hatten.

So sagte Deputy Johnson, dass es bereits Fälle gegeben habe, in denen Kriminelle Blumen oder andere Gegenstände auf Fahrzeuge ablegten, um die Fahrer abzulenken. Menschenhändler sollen diese Masche nutzen, um sich einem ahnungslosen Opfer zu nähern und es zu entführen.

Eine rosige Legende

Seit mindestens 2017 existiert die urbane Legende über Menschenhändler, die vergiftete Rosen an Autos befestigen. Viele Menschen nehmen sich die Rosen, riechen daran – und werden ohnmächtig, da die Blumen mit einem Betäubungsmittel bestäubt wurden.

Snopes (siehe HIER) klärte über diese angebliche Masche auf, denn tatsächlich findet sich kein einziger Vorfall, in dem diese Masche wirklich einmal angewendet wurde. Es ist ein Gerücht, eine urbane Legende.

Altes Facebook-Posting mit der Warnung
Altes Facebook-Posting mit der Warnung, Quelle: Snopes

Rosen-Alarm

Da das Büro des Sheriffs nun selbst nicht wusste, ob es sich dabei nun wirklich um jene Masche handelt oder vielleicht doch etwas anderes der Grund für die Rosen war, taten sie das zu diesem Zeitpunkt einzig Richtige: Sie warnten erst einmal, sicher ist sicher!

Demnach sollen „scheinbar zwei Männer“ in Fahrzeuge geschaut und Rosen unter die Windschutzscheibe geklemmt haben. Die Männer seien mit einem neueren dunkelgrauen Ford Explorer oder ähnlichem Fahrzeug angekommen und wieder weggefahren.
Derzeit sei unklar, ob der Vorfall mit ähnlichen Menschenhändler-Verbrechen zusammenhänge, verdächtige Aktivitäten sollten jedoch umgehend gemeldet werden.

„Moment… das ist doch MEIN Auto!“

Der Artikel wurde oft kommentiert und über 2.000x geteilt, bis er schließlich im Newsfeed von Brittaney Strupe landete.

„Da wurde prinzipiell gesagt, dass es bei Walmart so etwas wie einen möglichen Sexhandel gibt, und im Grunde wurde da mein Auto beschrieben, also wusste ich, dass ich da möglichst schnell anrufen und sie es wissen lassen sollte“

so Strupe.

Das tatsie dann auch, und Deputy Johnson war froh, dass das Rätsel so leicht und schnell gelöst werden konnte – dass es sich tatsächlich nur um eine freundliche, harmlose Tat handelte.

„Ein Bewohnerin des County rief uns an, um uns mitzuteilen, dass sie für den Vorfall verantwortlich waren und nur gute, harmlose Absichten im Sinn hatten. Sie hatten die Blumen als Valentinstagsgeschenk erhalten und anstatt sie wegzuwerfen, nachdem sie anfingen zu welken, beschlossen sie, die Liebe weiterzugeben, indem sie sie jemand anderem zur Freude überließen. Sie wollten niemanden beunruhigen oder eine Panik in unserem County auslösen. Wir konnten ihre Geschichte verifizieren und haben die Sicherheitsabteilung von Walmart über das Ergebnis informiert.“

Fazit

Brittaney wird der Vorgang nicht davon abhalten, auch in Zukunft gute Taten zu begehen, ihre Tochter hat jedoch einige Bedenken:

„Nächstes Mal, wenn wir Rosen verteilen, gehen wir in den Walmart und geben sie den Leuten, damit es keine Verwirrung gibt. Nur nicht das. Nie wieder.“

so Kiara Strupe.

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Quelle: 10 WBNS
Auch hierzulande gibt es ähnliche, urbane Legenden, über die wir berichteten:
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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