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RKI gibt zu, dass Kinder durch Impfungen vergiftet werden? Nein!

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt angeblich auf der eigenen Webseite zu, dass Kinder durch Impfungen vergiftet werden. Was ist dran an diesen Darstellung?

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Das hier kannst du selbst prüfen: Öffne Google und schreibe in die Suchleiste „sind impfungen gefährlich“. Nun starte die Suche und schaue danach die Ergebnisse an. Ganz oben wird recht ausführlich ein Ergebnis des RKI angezeigt.

Es handelt sich um ein Info-Suchergebnis, welches auf den ersten Blick erstaunlich wirkt. Der Inhalt dieses Suchergebnis stammt tatsächlich von der Webseite des Instituts, doch auf den ersten Blick wirkt er verstörend. Man liest hier:

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13: Die Nebenwirkungen und Risiken von Impfungen sind unkalkulierbar. 14: Impfstoffe enthalten gefährliche Chemikalien, mit denen die Kinder wissentlich vergiftet werden. 15: Bei der Impfstoffherstellung kann es zu Verunreinigungen kommen, die für Erkrankungen wie BSE, AIDS oder Krebs verantwortlich sind.

Ist das die bisher unentdeckte „Wahrheit“ über Impfungen? Gibt das RKI an dieser Stelle etwa zu, dass Kinder wissentlich vergiftet werden und die Impfrisiken unkalkulierbar sind? Rät daher das Institut durch solche Angaben indirekt von Impfungen ab? Schauen wir uns diese Darstellung genauer an!

RKI gibt zu, dass Kinder durch Impfungen vergiftet werden?
RKI gibt zu, dass Kinder durch Impfungen vergiftet werden?

Faktencheck RKI gibt Vergiftung zu

Grob gesagt gibt es drei Arten, wie Falschmeldungen entstehen können. Zum einen entstehen Falschmeldungen durch Späße oder Trollereien. Man darf nicht vergessen, dass die Trollerei ein wichtiger Bestandteil der Internet-Popkultur ist und viele Menschen sich schlichtweg amüsieren, wenn sie andere hinters Licht führen und das nicht aufklären.

Dann gibt es noch die bewusste Täuschung zu Manipulationszwecken. Diese Art der Falschmeldungen kann durchaus auch politisch genutzt werden. Dabei entstehen bewusste Desinformationen, absichtliche Fehlinterpretationen oder bewusst initiierte Manipulationen.

Und dann gibt es noch dieses dritte Feld, das in seinem Ursprung keine bösartige Intention trägt. Es handelt sich dabei um falsch verarbeitete Beobachtungen oder nicht verstandene Zusammenhänge. Genau dieser dritte Fall trifft hier beim Ergebnis des RKI ein.

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Die Darstellung des Inhaltes von der RKI Webseite auf Google ist natürlich technisch gesehen vollkommen korrekt. Inhaltlich ist sie jedoch katastrophal, denn das Suchergebnis bildet NICHT die Aussagen des RKI ab, sondern etwas anderes.

Die auf Google verlinkte Webseite stellt ein sogenanntes FAQ dar (frequently asked questions = häufig gestellte Fragen). Bei sogenannten FAQs ist es der Brauch, dass einfach verständliche, teils stereotypische Fragen gestellt werden, mit denen sich die Nutzer bei der Suche identifizieren können. In diesem Falle sind die Fragen in Form von „Einwänden“ formuliert.

Die Fragen aus dem FAQ werden dann grundsätzlich so beantwortet, dass nach Möglichkeit keine Unklarheiten mehrübrig bleiben. Doch die Darstellung des Suchergebnisses auf Google stolpert über ein Problem, welches durch die Webseite des RKI erzeugt wird.

Screenshot Webseite RKI
Screenshot Webseite RKI

Das RKI hat auf seiner Webseite den Fragenkatalog als Ganzes im oberen Teil der Webseite aufgeführt und die Antworten verlinkt. Daher bildet Google in seinen Ergebnissen hier lediglich den Fragekatalog ab. Die Antworten wiederum finden sich später auf der Webseite. Insofern is es absolut sinnvoll, nicht das Suchergebnis auf Google als eine Antwort zu verstehen, sondern auf die verlinkte Webseite zu klicken und die Antworten zu lesen.
Die Antworten zu den Sätzen aus dem Suchergebnis auf Google verlinken wir hier ebenfalls:

Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu den 20 häufigsten Einwänden gegen das Impfen.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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