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Montag, 20 September 2021
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Rekordstrafe für Facebook: 225 Millionen Euro

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Facebook bekam wegen Datenschutzverstößen bei WhatsApp eine Strafe in Höhe von 225 Millionen Euro aufgebrummt und möchte in Berufung gehen.

Diese Strafe in Höhe einer bisher nie dagewesenen Summe wurde von der Irischen Datenschutzbehörde beschlossen, wobei Facebook das Urteil für „vollkommen unangemessen“ hält.

Rekordsumme

Eine so hohe Geldbuße wurde noch nie verhängt, WhatsApp-Mutterkonzern Facebook darf sich also damit rühmen, hier Rekordhalter zu sein.

Die Strafe wurde wegen fehlender Transparenz in Sachen Weitergabe von persönlichen Daten verhängt, wie die Datenschutzbehörde DPC am 2. September 2021 in einem Urteil festlegte. Neben der Strafe werden noch bestimmte Schritte von Facebook verlangt wie beispielsweise die Datenerfassung gemäß der DSGVO neu zu gestalten.

„Völlig unangemessen“

Die Reaktion von WhatsApp lautete „völlig unangemessen“, man wolle in Berufung gehen.
Max Schrems, österreichischer Datenschutzaktivist, sieht das allerdings anders. Er äußerte  sich noch am selben Tag in einer Aussendung dazu:

„Wir begrüßen die erste Entscheidung der irischen Aufsichtsbehörde. Allerdings erhält die Datenschutzbehörde seit 2018 etwa zehntausend Beschwerden pro Jahr, und dies ist die erste größere Geldstrafe. Die Datenschutzbehörde schlug auch eine ursprüngliche Geldstrafe von 50 Mio. EUR vor und wurde von den anderen europäischen Datenschutzbehörden gezwungen, sich auf 225 Mio. EUR zu bewegen, was immer noch nur 0,08 % des Umsatzes der Facebook-Gruppe entspricht. Die Datenschutz-Grundverordnung sieht Geldbußen von bis zu 4 % des Umsatzes vor. Dies zeigt, dass die Datenschutzbehörde immer noch extrem dysfunktional ist.“

Ermittlungen seit 2018

Facebook hat in Europa seinen Hauptsitz in Dublin, darum ist hier die DPC verantwortlich für Datenschutzthemen. Die nun verhängte Strafe geht auf Ermittlungen in Zusammenhang mit der Weitergabe von Daten zurück, die bereits 2018 gestartet wurden.
Die DPC wurde hier immer wieder kritisiert, dass die Entscheidungen in dieser Sache zu lange dauern würden, nun hatte die europäische Aufsicht EDPB im Juli nochmals interveniert und die DPC auch aufgefordert, die zuerst festgelegte Strafe anzuheben.

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Quelle: Standard, Golem, noyb

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