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Kein Fake: Reisewarnung für Norwegen

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Reisende mit Hunden sollten derzeit nicht nach Norwegen reisen: Bei mehreren Hunden wurde eine schwere Durchfallerkrankung mit Todesfolge festgestellt.

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Wir bekommen derzeit sehr viele Anfragen zu Facebook-Beiträgen wie diesem: „Update1: Bereits 23 Hunde gestorben!!!! In NORWEGEN!
Warnung auf Schweden und Dänemark erweitert. Wer plant momentan nach Norwegen zu reisen mit seinem Hund sollte wissen, dass es seid Tagen fast landesweit zu schwerwiegenden Erkrankungen bei Hunden kommt. Blutiger Durchfall und Erbrechen, viele Hunde sind bereits verstorben. Der Krankheitsverlauf ist akutt und sehr schnell. Meist nach einem Tag kann den Hunden schon kaum noch geholfen werden. Dieser Hund hier hat Glück gehabt. Die norwegischen Medien warnen alle Hundebesitzer und das Ministerium und die Tierärzte obduzieren momentan Tiere um die Ursachen festzustellen. Parvo wurde angeblich ausgeschlossen.“

Kein Fake!

Aktueller Stand: Kein Rattengift, keine Salmonellen, keine Campylobakterien, kein Hinweis darauf, dass es am Futter liegen könnte. Das Institut weist darauf hin, dass Gerüchte in sozialen Medien, dass Futterhersteller schuld seien, keine sichtbare Grundlage haben!
(Vielen Dank an Gerrit B.)

Update: Sonntag, 8.9.2019

Vier neue Berichte über erkrankte Hunde sind bekannt. Einer der Hunde wurde aufgrund des akuten Krankheitsverlaufs getötet, einer starb, bevor er in eine Tierklinik gebracht werden konnte, so „Mattilsynet„.
Insgesamt wurden zum jetzigen Zeitpunkt Krankheitsfälle mit ähnlichen Symptomen aus Oslo, Akershus, Nordland, Vestfold, Aust-Agder, Hordaland, Møre und Romsdal, Trøndelag, Buskerud, Hedmark, Rogaland, Østfold, Sogn und Fjordane und Telemark gemeldet.

Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat bereits eine kleinere, aber umfassendere Voruntersuchung durchgeführt und aus wenigen Fällen detaillierte Informationen erhalten. Die Ergebnisse wiesen keine eindeutigen Gemeinsamkeiten auf, und die Umfrage wird derzeit erweitert, um Informationen von mehreren Tierärzten zu erhalten. Es wird auf das Ergebnis dieser Studie zurückgreifen, sobald es verfügbar ist.

Die heutigen bakteriologischen Tests bestätigen die Ergebnisse der beiden Bakterien Providencia alcalifaciens und Clostridium perfringens bei zwei neuen Hunden, von denen einer eine Probe aus der Autopsie und einer eine Stuhlprobe eines lebenden Hundes ist. Somit wurde das gleiche Kulturergebnis in nunmehr Gesamtproben von fünf Hunden gefunden (vier autopsierte und eine Kotprobe von lebenden Hunden). Von diesen Hunden sind drei aus Oslo und zwei aus Akershus.


Die Seite „Mattilsynet„, bei der es sich um die norwegische staatliche Behörde für Pflanzen, Fische, Tiere und Lebensmittel handelt, warnt ebenfalls vor dieser Erkrankung.

So schreibt die Seite:

„In den letzten Wochen haben mehrere Tierärzte Hunde mit schwerem Durchfall erhalten. Die Ursache der Fälle ist nicht bekannt, aber die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt Hundebesitzern, den engen Kontakt zwischen Hunden einzuschränken und die Hunde an der Leine zu halten, damit sie kontrolliert werden.

Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat zum ersten Mal Informationen zu Krankheitsfällen von Tierärzten in der Region Oslo und seitdem auch Informationen zu Hunden mit ähnlichen Symptomen in anderen Teilen des Landes erhalten. Derzeit gibt es keine Grundlage, um zu sagen, ob die Fälle zusammenhängen.

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Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit wird zusammen mit dem Veterinärinstitut, der Kleintierklinik des NMBU Veterinary College und den zuständigen Tierkliniken versuchen, die Ursache der Krankheit zu finden. Es wurden mehrere Hunde beprobt und einige der Hunde wurden einer Autopsie unterzogen. Zusätzlich wird ein Fragebogen an relevante Tierhalter verschickt, um genauere Informationen zu erhalten.

Wir werden uns auch aktiv bei einschlägigen Kliniken und niedergelassenen Tierärzten über Krankheitsverdachtsfälle informieren.

Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit hofft, dass diese Untersuchungen die Ursache der Krankheit so schnell wie möglich beheben.

Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt Hundebesitzern jetzt generell, den engen Kontakt zwischen Hunden zu beschränken und Hunde an der Leine zu halten, damit sie kontrolliert werden. Wenn mit dem Hund rausgegangen wird, sollten Sie die Hunde, denen sie auf der Straße oder im Park begegnen, nicht begrüßen, solange die Situation unklar ist.

Hunde mit Anzeichen einer Krankheit sollten so bald wie möglich zum Tierarzt gebracht werden. Hundebesitzer sollten die vom Tierarzt empfohlenen Impfroutinen befolgen.

Die Empfehlung, engen Kontakt mit anderen Hunden zu vermeiden, bedeutet, dass Hundebesitzer unabhängig beurteilen sollten, ob sie an Dressurkursen, Ausstellungen, Jagdversuchen und dergleichen teilnehmen sollten, was zu engeren Zusammenkünften von Hunden führt, bis diese Angelegenheit geklärt ist oder neue Informationen vorliegen.

Hundebesitzer, die zum Tierarzt gehen, sollten auch engen Kontakt mit anderen Hunden vermeiden. Bei Verdacht auf eine schwere Erkrankung sollten sich Tierhalter vor der Aufnahme des Hundes an die Klinik wenden, damit die Klinik Maßnahmen zur Infektionsreduzierung durchführen kann.

Der norwegischen Behörde für Lebensmittelsicherheit wurden keine Fälle mit ähnlichen Symptomen bei anderen Tierarten gemeldet.“

Norwegen: Bisher keine Anzeichen einer Vergiftung

Die Autopsie einiger Hunde hat bisher keine endgültigen Antworten auf die Frage nach der Todesursache geliefert. Das Veterinärinstitut berichtet jedoch, dass alle Hunde Anzeichen einer schweren Darmerkrankung hatten.

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Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit sucht immer noch intensiv nach möglichen Ursachen wie Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten, und bei den Tieren wurden bakteriologische Befunde von zwei Arten von Bakterien, Providencia und Closteridium perfringens, gemacht.

Das Veterinärinstitut hat das norwegische Institut für öffentliche Gesundheit informiert, da beide Bakterien auch beim Menschen auftreten können. Es muss jedoch betont werden, dass keine Krankheitsberichte über Erkrankungen beim Menschen vorliegen, die mit kranken oder toten Hunden in Verbindung gebracht werden können.

Die erwähnten Bakterien, Providencia und Closteridium perfringens, wurden bisher nur in drei der obduzierten Hunde gefunden, somit ist unklar, ob die Erkrankungen und Todesfälle in anderen Teilen des Landes damit zusammenhängen.

Artikelbild: Shutterstock / Enrique Ramos / Aleksey Boyko
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Dieser Inhalt wurde von EURONEWS GERMANY zur Verfügung gestellt.

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