Blogheim.at Logo
Start Aktuelles Private Fahndungsaufrufe auf Facebook. Warum diese strafbar sein können!

Private Fahndungsaufrufe auf Facebook. Warum diese strafbar sein können!

Aktuelles Titelthema

Ich habe keine Lust mehr auf Lockdown! [Ein Kommentar]

„Ich will keinen Lockdown mehr. Ich werde so müde all des Ganzen. Es ist un-menschlich." „Und ich will kein Corona bekommen, verbreiten und keine Menschen...

Schauen wir zu sehr auf Virologen und Inzidenzzahlen? [Titelthema Lockdown]

Mit Blick auf die Aussagen der PsychologInnen stellt sich nun die Frage, ob in den letzten Monaten das Problem psychischer Erkrankungen im Lockdown nicht...

Kernteil: Kritische Betrachtung [Titelthema Lockdown]

Fehlende Strukturen, nicht vorhandene Linien, sich ständig ändernde Situationen im Lockdown. Die Coronakrise ist nicht einfach. Sicherlich, niemand von uns will mit entscheidenden Politikern und...

Kernteil – Psychologische Auswirkungen [Titelthema Lockdown]

Wie sieht die psychologische Komponente aus? Wir alle gehen unterschiedlich mit der Situation im Lockdown um. Es gibt Menschen, die reiben sich auf, andere...

Facebook-Themen

Gesetzespaket zwingt Facebook zur Löschung von Hass- und Hetzpostings

Hass- und Hetzpostings kommen viel zu häufig vor. Allerdings zwingt das Gesetz die sozialen Netzwerke zu Veränderungen. Auf Facebook und Instagram gibt es eine neue...

Der Mythos, dass Facebook deine Beiträge nur 25 Freunden anzeigen würde.

Und da ist er wieder: Der Mythos, dass Facebook deine Beiträge nur 25 Freunden anzeigen würde. Diesen Mythos gibt es nun mittlerweile schon seit...

Facebook will Pro-Impfung bevorzugen!

Mit neuen Rahmen für Profilbilder zum Thema Corona-Impfung will Facebook Menschen ermutigen, sich impfen zu lassen. Auch soll eine Zusammenfassung im Newsfeed gezeigt werden,...

Schlaganfall erkennen: „Kettenbrief“ kursiert erneut auf Facebook

Bereits seit 2007 ist dieser "Kettenbrief" bekannt, in dem es darum geht, wie man einen Schlaganfall erkennen und rasch darauf reagieren kann. Aktuell wird wieder...
-WERBUNG-

Facebook-Nutzer spielen gerne Ermittler und befinden sich dadurch auf sehr dünnem Eis. “Die Medien machen dies doch auch”- das bekommt man immer wieder zu hören.

- Werbung -

Viele veröffentlichen und teilen eigenständig Fahndungsaufrufe, ohne dass sie sich erkundigen, ob es sich tatsächlich um aktuelle Fälle handelt und ob sie ÜBERHAUPT rechtmäßig handeln!

Juristen warnen davor, denn private Fahndungsaufrufe bei Facebook können schnell Straftatbestände erfüllen oder nach sich ziehen.

Private Fahndungsaufrufe sind auf Facebook VERBOTEN und STRAFBAR

In diesem Bericht möchten wir einige Punkte herausheben sowie auf diverse Seiten verweisen, die dieses Thema eingehender behandeln.

Das müsst ihr zu Fahndungsaufrufen bei Facebook wissen:

  • Nur Strafverfolgungsbehörden dürfen öffentlich nach Personen fahnden.

In aller Deutlichkeit:  Private Fahndungsaufrufe können zu einer Strafbarkeit führen.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit entstehen zumindest zivilrechtliche Ansprüche.

  • Auch Straftäter, ganz zu schweigen von Tatverdächtigen oder Personen, gegen die nicht einmal ermittelt wird(!), haben Persönlichkeitsrechte. Darüber kann sich niemand per eigener Meinung hinwegsetzen.
  • Diese Persönlichkeitsrechte dürfen nur unter ganz bestimmten Umständen aufgeweicht werden. Voraussetzungen, die in den deutlich seltensten Fällen greifen.
  • Auch Kinder und Jugendliche haben Persönlichkeitsrechte, die nicht durch private Fahndungen verletzt werden dürfen (Bilder angeblich gesuchter Kinder, kranke Kinder, etc.).
  • Wer Persönlichkeitsrechte Dritter verletzt, muss mit teuren Abmahnungen, Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen rechnen und erfüllt u.U. Straftatbestände.

Ein Beispiel: Es hat mit Facebook nichts zu tun. Es ist allgemeine Rechtslage. Und es geht nur um PRIVATE Aufrufe.

Wenn es eine Straftat gegeben hat, und eine Person deswegen gesucht wird, gibt es auch eine offizielle Fahndungsmeldung der Polizei. Diese kann und soll geteilt werden.

Anders bei privaten Meldungen: Ich könnte z.B. einen Aufruf starten:

“Tom hat mein Auto zerkratzt/Meinen Garten verwüstet/Meine Suppe gegessen, etc. und ist seitdem nicht mehr auffindbar. Bitte suchen und teilen. Hinweise bitte an mich.“

Das ist für niemanden nachprüfbar, würde aber mit Sicherheit ausgiebig geteilt werden.

Damit würde der Teilende sich strafbar machen, wenn Tom dann zur Polizei geht, und sagt, dass Rüdiger von ZDDK behauptet hat, dass er diese Straftaten begangen hätte.

Das wäre in Deutschland Verleumdung nach § 187 StGB, weil ich es wissentlich getan habe, und ich würde dafür im schlimmsten Fall zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren verurteilt werden können.

Alle Teiler der Meldung haben es unwissentlich getan, daher ist es da wahrscheinlich „nur“ noch üble Nachrede nach § 186 StGB, was aber im Extremfall auch noch eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen kann.

Thema: HEXENJAGD 2.0

Moderne Hexenjagd auf Facebook ist ein ernst zunehmendes Thema. Es ist immer einfach seinen Unmut zu äußern, Menschen zu bedrohen, so lang man gemütlich vor seinem Bildschirm sitzt.

Dass solches Verhalten ernsthafte Konsequenzen (schon allein für das Verbreiten solcher Hetze) haben kann, ist leider viel zu wenigen bewusst. Nicht umsonst gibt es Gesetze, die Verdächtige schützen, Selbstjustiz verbieten, Rufmord und Verleumdung verhindern sollen. Nicht ohne Grund schützen Gesetze unsere Privatsphäre und verbieten die ungefragte Weitergabe von personenbezogenen Daten oder die unerlaubte Nutzung von Fotos.

Wer sich an einer modernen Hexenjagd beteiligt, macht sich also ebenfalls strafbar.

Video zu: “Private Fahndung auf Facebook – ist das erlaubt? | GGR-Rechtsanwälte

- Werbung -
Mimikama-Buch „Angriff auf die Demokratie"
Mimikama-Buch „Angriff auf die Demokratie"

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung! Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen. Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstütze uns und tragen auch Du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Viraler Hit: „Lufthansa Flight Two Two Two Two to Toulouse“

Eine Flugnummer, die sich mal wirklich einfach zu merken ist und immer wieder für Schmunzler sorgt: der Lufthansa-Flug von München nach Toulouse. Mitarbeiter bei Flugbetrieben...

So muss! 81-Jährige cleverer als Betrüger

Senioren sind leider oft das Opfer von Betrügern. Aber dieses Mal war das Opfer cleverer als der Telefonbetrüger. In den späteren Abendstunden des 07.04.2021 kontaktierten...

Gesetzespaket zwingt Facebook zur Löschung von Hass- und Hetzpostings

Hass- und Hetzpostings kommen viel zu häufig vor. Allerdings zwingt das Gesetz die sozialen Netzwerke zu Veränderungen. Auf Facebook und Instagram gibt es eine neue...

COVID-19 nicht existent? Nein, Drosten behauptet das nicht!

Auf WhatsApp wird derzeit ein Video erneut geteilt, in dem der Virologe Christian Drosten augenscheinlich behauptet, dass COVID-19 nicht existiere. Das Video ist knapp 2...

Mann wollte 5G-Sendemasten sprengen: Terrorverdacht!

In den letzten Monaten ist es recht ruhig in Bezug auf die 5G Mythen und Erzählungen geworden. Doch nun geht es um Terrorverdacht! Können Menschen...
-WERBUNG-
-WERBUNG-