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Montag, 20 September 2021
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Pizza Tonno: Wenn man Pech hat, mussten dafür Delfine sterben.

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Tunfisch-Fang: Pizza Tonno oder ein Tuna-Sandwich auf die Hand?

Lecker, lecker, aber wenn man Pech hat, mussten dafür Delfine sterben. Eine Information und Faktencheck von checked4you.de.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Um Tunfisch zu fangen, werden auch heute noch Treibnetze verwendet.
  • Selbst wenn „delfinfreundlich gefangen“ auf Tunfischdosen steht, muss man skeptisch sein.
  • Beim Kauf könnt ihr aber auf das „SAFE“-Zeichen achten.

Bei den „Simpsons“ gibt es eine Folge, in der Marge ihrem Homer eine Dose Tunfisch empfiehlt, weil sie gehört hat, dass Fisch gut fürs Hirn sei. „Bestimmt wegen der vielen Delfine, die da drin sind, die sind doch so intelligent“, vermutet sie. Bitterer Scherz, aber da ist leider immer noch einiges dran – nur schlauer macht es sicher nicht.

Beim Fang der großen Tunfische werden nämlich häufig auch Delfine mit gejagt und mit Netzen umkreist, teilweise werden sogar kilometerlange Treibnetze eingesetzt. Zwar sind Treibnetze weltweit verboten, weil sie unterschiedslos alles einsacken, was im Wasser schwimmt – so werden neben Tunfischen auch Delfine, Wale, Haie, Robben, Schildkröten und Seevögel gefangen und getötet. Aber illegale „Piratenfischer“ scheren sich nicht um das Verbot und verwenden Treibnetze gerade beim Tunfischfang.

Und was ist mit den schönen Aufklebern und Gütesiegeln „delfinfreundlich“, die man z.B. auf den Tunfischdosen findet? Da muss man leider misstrauisch sein, weil es kein einheitliches oder geschütztes Zeichen gibt. Es kann also jeder ein Logo mit einem lachenden Delfin erfinden und es auf seine Tunfischprodukte pappen.

Aber trotzdem gibt es eine Möglichkeit, Tunfisch zu essen, ohne dass es Flipper an den Kragen geht. Achtet auf das „SAFE“-Zeichen. Das amerikanische Earth Island Institut (EII) setzt sich dafür ein, dass die Tunfischindustrie weltweit den delfingefährdenden Fangmethoden wie Treib- und Ringwadennetzen entgegenwirkt. Dazu hat das EII das Kontrollprogramm „SAFE“ entwickelt und Verträge mit Tunfischimporteuren, -händlern und -verarbeitern in vielen Ländern der Erde geschlossen. Sie kaufen nur solchen kontrolliert delfinfreundlichen Tunfisch. Da mit Treibnetzen gefangener Tunfisch z.B. gut an typischen Verletzungen durch die feinen Nylonmaschen des Netzes erkennbar ist, sind die Zufallskontrollen des EII relativ zuverlässig. Nur Firmen, die an diesem Kontrollprogramm beteiligt sind, dürfen das Logo „SAFE“ nutzen. Dieses ist das einzige vertrauenswürdige Zeichen für delfinsicher gefangenen Tunfisch. In Deutschland hat die Gesellschaft zur Rettung der Delfine e.V. über sehr viele Jahre aktiv an „SAFE“ mitgearbeitet.

Welche Tunfischprodukte in den Supermärkten also wirklich „delfinfreundlich“ sind, könnt Ihr auf der Internetseite des EII sehen. Dort findet man nämlich eine Liste mit Tunfischherstellern und -importeuren, die bei „SAFE“ mitmachen.

Tunfisch auch gefährdet

Delfinfreundlicher Fang ist jedoch nur ein Aspekt, der beim Einkauf von Tunfisch zu bedenken ist. Ein anderes kritisches Thema ist die Überfischung: Die Tunfischbestände sind in den vergangen Jahren weltweit dramatisch geschrumpft. Einige Tunfischarten sind so gefährdet, dass Umweltverbände ganz davon abraten, diese zu essen.

Worauf beim nachhaltigen Einkauf von Tunfisch zu achten ist, könnt Ihr im Fischratgeber der Verbraucherzentrale nachlesen.

Quellen:
Checked4you,
Gesellschaft zur Rettung der Delfine,
THUNFISCHFANG – NUR EIN PROBLEM FÜR DELFINE?,
Warum Delfine beim Fischfang sterben müssen
Artikelbild: Shutterstock / Von Andrea Izzotti

 

 


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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