Blogheim.at Logo
Mittwoch, 19 Januar 2022

Pegasus-Spionageskandal: „Es ist völlig inakzeptabel“

Politiker und Journalisten sind empört über den Pegasus-Spionageskandal. Von der Leyen sieht den Schutz der freien Medien gefährdet.

Ein Journalisten-Konsortium hatte aufgedeckt, dass einige autoritäre Regierungen Journalisten, Menschenrechtsaktivisten sowie deren Familienangehörige überwacht haben sollen. Darunter auch das EU-Land Ungarn.
Dazu wurde auf Smartphones der „Zielpersonen“ die Überwachungssoftware Pegasus der israelischen NSO-Group eingeschleust. – Wir berichteten.

Die Software wurde für den Einsatz gegen Terroristen und Kriminelle entwickelt, doch nicht für die Überwachung von Reportern oder Menschenrechtlern.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich dazu:

„Es ist völlig inakzeptabel, und es verstößt gegen sämtliche Regeln, die wir in der Europäischen Union zum Schutz der freien Medien haben. Die Pressefreiheit ist eine der Grundwerte in der Europäischen Union. Es ist völlig inakzeptabel, wenn dies der Fall sein sollte.“

Laut Bericht stehen neben Ungarn auch Aserbaidschan, Bahrain, Kasachstan, Mexiko, Marokko, Ruanda, Saudi Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate auf der Liste der „Pegasus-Kunden“. Etwa 50.000 Personen sollen bespitzelt worden sein.

Journalisten beklagen, dass damit auch deren Quellen in Gefahr gebracht werden. Leute, die unter dem Schutze der Anonymität mit ihnen sprechen.

Die NSO-Gruppe hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie würden die Software „nur Ländern mit guter Menschenrechtslage“ zur Verfügung stellen.

Das könnte dich auch interessieren: Kann man als Privatperson mit „Pegasus“ ausspioniert werden?

Quelle: Glomex

Unabhängige Faktenchecks und Recherchen sind wichtig und richtig. Sie fördern Medienkompetenz und Bildung. 

Ein unabhängiges und für jeden frei zugängliches Informationsmedium ist in Zeiten von Fakenews, aber auch Message Control besonders wichtig. Wir sind seit 2011 bestrebt, allen Internetnutzern stets hochwertige Faktenchecks zu bieten.  Dies soll es auch langfristig bleiben. Dafür brauchen wir jetzt Deine Unterstützung! Überhaupt jetzt, denn wir verzichten ab sofort auf lästige Werbebanner, denn wir wollen nicht länger Sklaven der Werbeindustrie sein und diesen Zustand möchten wir bewusst aufrechterhalten. Dafür gibt es einen guten Grund. Dieser Grund nennt sich: Unabhängigkeit.

Unterstützen


Empfohlene Videos