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Samstag, 29 Mai 2021
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Österreich: Zählweise der Coronavirus-Toten wird umgestellt

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In Österreich gab es bisher immer zwei verschiedene Zahlen über die Todesfälle, was sich nun ändern wird.

So sieht man zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Dashboard des österreichischen Gesundheitsministeriums noch zwei Zahlen: die gemeldeten Todesfälle und die bestätigten Todesfälle nach EpiG durch das neue Coronavirus:

Quelle: gesundheitsministerium.at, Stand: 6.8.2020
Quelle: gesundheitsministerium.at, Stand: 6.8.2020

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Dies soll sich jedoch nun ändern, zumindest besteht die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) darauf. Demnach sollen künftig nur noch die Zahl der gemeldeten Todesfälle ausgewiesen werden.

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Warum nur noch die gemeldeten Coronavirus-Todesfälle?

So Manchen wird das jetzt in Rage versetzen, dass nur noch die höhere Zahl ausgewiesen wirdn, denn das nährt Verschwörungsmythen, dass absichtlich höhere Zahlen genannt werden, um die Pandemie gefährlicher wirken zu lassen.

Wie man aber an den oberen Zahlen recht gut sieht, ist der Unterschied jetzt nicht sonderlich groß: Zum aktuellen Zeitpunkt liegen die Zahlen gerade einmal 13 Todesfälle auseinander.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle wird auch immer ein wenig höher als die der Bestätigten sein, da ja nach einem wahrscheinlichen Todesfall an COVID-19 immer noch untersucht werden muss, ob das neue Coronavirus wirklich die Ursache war – und dies ist nicht immer der Fall.

Warum also nur noch die Zahl der gemeldeten Todesfälle?
Franz Allerberger, Gesundheitsabteilungsleiter bei der AGES sagt dazu im Ö1 Morgenjournal:

„Wir haben die Definition von der europäischen Seuchenbehörde. Jeder der in den vergangenen 28 Tagen mit Covid-19 infiziert wurde, muss als Todesfall angegeben werden.“

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Laut Allerberger eine sinnvolle Regelung

Künftig wird also nicht mehr unterschieden, ob eine Person an oder mit dem neuen Coronavirus verstarb, wenn es nicht auf den ersten Blick eindeutig ist. Es werden deswegen nicht auch Unfallopfer mit in die Statistik einfließen, wie gerne behauptet wird, nur weil sie auch COVID-19 hatten!

Dadurch sind zwar die angegeben Zahlen höher, allerdings ist dadurch auch sichergestellt, dass kein am neuen Coronavirus Verstorbener „unter den Tisch gekehrt wird“, so Allerberger.

„Wenn in einem Altersheim nun 16 Personen sterben, dann kann es sein, dass sie auch ohne Covid-19 verstorben wären. Wir rechnen sie trotzdem als Corona-Todesfälle.“

Betreffend der Todesfälle ist das bereits die zweite Adjustierung. Das Gesundheitsministerium arbeitet seit April mit der Statistik Austria zusammen, welche ihrerseits die Zahlen der gemeldeten Todesfälle nachkontrolliert und gegebenfalls korrigiert.

Quelle: kurier.at
Artikelbild: Shutterstock / Von Cryptographer

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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