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Obama finanzierte kein Labor in Wuhan

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Ein Bericht lässt vermuten, dass unter Obamas Regierung Forschungsgelder in Höhe von 3,7 Millionen US-Dollar an das Wuhan Institute of Virology gingen.

Obama finanzierte kein Labor in Wuhan – Das Wichtigste zu Beginn:

Die USA gewähren immer wieder Zuschüsse für internationale Forschungsorganisationen. Dass Obama das Wuhan Institute of Virology direkt unterstützt hätte, ist zumindest irreführend formuliert.

Obama mitverantwortlich für Corona-Pandemie? Nein!

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Im April berichtete die Daily Mail, Dokumente erhalten zu haben, die belegen, dass das Wuhan Institute of Virology Zuschüsse in der Höhe von 3,7 Millionen US-Dollar vom National Institutes of Health (NIH) erhalten hätte. Diese wurden 2015 gewährt, als der frühere US-Präsident Obama noch im Amt war.

Begleitet wurden diese Berichte von dem Gerücht, dass das neuartige Coronavirus aus eben diesem Labor entkommen sei, was gleichzeitig der Andeutung Platz machte, dass letztendlich Barack Obama schuld oder zumindest mitverantwortlich für die Corona-Pandemie sei.

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Trumps Aussage zu den Zuschüssen

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus am 17. April fragte die „Newsmax“-Reporterin Emerald Robinson gezielt nach, warum die USA China einen solchen Zuschuss gewähren sollte.
US-Präsident Trump antwortete:

„Die Obama-Regierung gewährte ihnen einen Zuschuss von 3,7 Millionen US-Dollar. Ich habe davon gehört. Und wir haben angewiesen, dass wir Zuschüsse, die in diesen Bereich gehen, ansehen. Erst vor einer Stunde haben wir sie angesehen, auch am frühen Morgen. Wir werden sie sehr schnell beenden. Aber sie wurden vor einiger Zeit gewährt. Ihnen wurde ein beträchtlicher Geldbetrag gewährt. […] 2015. Wer war damals Präsident, frage ich mich.“

Bericht ohne Belege

Der Bericht in der Daily Mail enthielt keinerlei Quellenangaben oder Screenshots zu etwaigen Dokumenten. Es wurde geschrieben, dass durch den Zuschuss von 3,7 Millionen US-Dollar Coronavirus-Experimente an Säugetieren, die mehr als 1.000 Meilen von Yunnan entfernt gefangen wurden, durchgeführt wurden.
Titel des dazu im November 2017 veröffentlichten Forschungspapiers sei: „Die Entdeckung eines reichen Genpools von Fledermaus-SARS-verwandten Coronaviren liefert neue Erkenntnisse über den Ursprung des SARS-Coronavirus.“

Dieses Papier von Forschern des Wuhan Institute of Virology existiert tatsächlich. Auch wurde es teilweise aus Geldern finanziert, die vom NIH gewährt wurden. Die Bewilligungsnummer (NIAID R01AI110964) zur Finanzierung zeigt jedoch, dass das NIH die Zuschüsse nicht direkt an das Wuhan Institute of Virology vergeben hat.

Hintergründe der Finanzierung

Forscht man hier nach, erfährt man, dass unter dieser Bewilligungsnummer die Zuschüsse an die EcoHealth Alliance, eine globale gemeinnützige Organisation für Umweltgesundheit, vergeben wurden, um zu erforschen, wie Fledermaus-Coronaviren entstehen und sich auf die menschliche Bevölkerung ausbreiten können. Ausgelöst wurde dieser Forschungsansatz durch den SARS-Ausbruch 2002, der ebenfalls durch ein mit Fledermäusen verbundenes Coronavirus verursacht wurde.

Im Detail: Zwischen 2014 und 2019 erhielt die EcoHealth Alliance vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (eine Abteilung des NIH) eine Reihe von Zuschüssen in der Höhe von insgesamt rund 3,7 Millionen Dollar. Es sollte das „Risiko des zukünftigen Auftretens von Coronaviren (CoV) in der Tierwelt durch Felduntersuchungen zwischen Mensch und Tier“ erforscht werden.

Doch nur ein Teil des Geldes wurde für Forschungen am Wuhan Institute of Virology verwendet. Auch wurden Studien finanziert, die von Institutionen in den USA, Australien und Singapur erstellt wurden. Die Arbeit des Wuhan Institute of Virology war eine internationale Zusammenarbeit mit der in New York ansässigen EcoHealth Alliance.

2014 wurden die finanziellen Mittel vom NIH unter der Regierung Obamas bereitgestellt. Ungefähr 700.000 US-Dollar bzw. die letzte Zahlung im Jahr 2019 waren unter der Präsidentschaft von Trump vergeben worden.

Fortsetzung der Finanzierung

In den Jahren 2015, 2016, 2017 und 2018 wurden von der EcoHealth Alliance Anträge auf „Noncompeting Continuation“ (nicht-konkurrierende Fortsetzung) gestellt. 2019 reichte die Organisation jedoch einen Erneuerungsantrag „Competing Continuation“ ein. Dieser wurde vom NIH unter der Verwaltung von Trump vergeben.

Die Art der Zuschussanträge unterscheidet sich darin, dass eine „Competing Continuation“ eine Verlängerung darstellt, die in Konkurrenz mit allen anderen von Experten geprüften Anträgen um die Finanzierung stehen und somit vollständig entwickelt werden müssen. – So, als ob der Antrag zum ersten Mal gestellt wird.
Bei „Noncompeting Continuation“ wird ein Antrag für einen nachfolgenden Budgetzeitraum innerhalb eines zuvor genehmigten Projekts gestellt.

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Ja, die USA finanziert Forschungen in anderen Ländern

Die USA stellen routinemäßig Finanzmittel für internationale Forschungsorganisationen bereit. Es ist daher nichts Ungewöhnliches, dass unter der Präsidentschaft Obamas eine Reihe von Zuschüssen vergeben wurde. Dass mit den Zuschüssen auch eine Forschung am Wuhan Institute of Virology finanziert wurde, sagt daher nichts über eine Absicht aus oder klärt auch keine Schuldfragen.

Aufzeichnungen zeigen außerdem, dass das NIH unter der Trump-Verwaltung 2018 und 2019 zusätzliche Mittel in Höhe von ca. 2,5 Millionen US-Dollar zu Verfügung gestellt hatte. Die Geldmittel gingen an verschiedene Organisationen in China, unter anderem an das Wuhan Institute of Virology.

Fazit

Es ist korrekt, dass zwischen 2014 und 2019 Zuschüsse in Höhe von 3,7 Millionen US-Dollar vom NIH an die EcoHEalth Alliance vergeben wurden. Ein Teil der Zuschüsse trugen zur Finanzierung der Forschung am Wuhan Institute of Virology in China bei.

Allerdings erhielt das Wuhan Institute of Virology nicht die gesamte Summe, und nicht alle Mittel wurden unter Obamas Präsidentschaft vergeben. Ungefähr 700.000 US-Dollar wurden unter Donald Trump genehmigt.

Quelle: Snopes
Artikelbild: Shutterstock / Von Frederic Legrand – COMEO
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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