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Sonntag, 16 Januar 2022

Noch nie gesehen!–Sie zwingen diese Frau zu 200 gefesselt … [Sharefalle]

Jetzt wird es streckenweise unappetitlich. Die Vorschaubilder der Seite, die sich per Sharefalle verteilt, sind oftmals geschmacklos bis hin zur Illegalität.

Ein solcher Statusbeitrag stellt sich bei Facebook folgenderweise dar:

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Der Untertitel dieser Meldung lautet

Noch nie gesehen – Sie zwingen diese Frau zu 200 Männer gefesselt auf der Straße durch die …

Das Vorschaubild selbst suggeriert eine sexuelle Handlung, welche in der Öffentlichkeit und nur bedingt freiwillig geschieht.

Teile mich!

Der Klick auf die Meldung führt auf eine externe Seite, welche Facebook in gewisser Weise thematisch in ihrem Aufbau aufgreift. “Fühl Dich wohl, das ist irgendwie Facebook” will man damit mitteilen.

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Auf unverständlichem Yoda-Deutsch wird nun ein Video angepriesen, was man jedoch vorher auf Facebook teilen soll. Geht man darauf tatsächlich ein, wird man also selbst zum Verteiler und jeder kann somit sehen, dass man sich auf einer solchen Seiter herumgetrieben hat.

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Es startet ein Video!

Zum absoluten erstaunen startet tatsächlich ein Video – jedoch ist es definitiv nicht das Video aus der Vorschau, sondern eine Art Nachrichtenbericht, der das angekündigte Thema behandelt. Das verwendete Vorschaubild ist also nichts anderes als ein Köder zu einem völlig banalen Bild auf einer haarsträubenden Seite.

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Üble Vorschaubilder

Betrachtet man die Seite nun näher, so bemerkt man, dass hier mit Vorschaubildern der allerübelsten Sorte gearbeitet wird. Da sind die Vorschaubilder von normalen Schlafzimmerpraktiken noch eher diejenigen von der harmlosen Sorte.

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Inhaltlich reichen die Vorschaubilder von Tötungsszenen über zoophil bis hin zu pädophil. Auch wenn hier nun glücklicherweise nicht die Videos hinter den Bildern stecken, die von Text und Vorschau angekündigt werden, so bleiben diese völlig geschmacklosen Vorschaubilder.

Allein aus Eigenschutz sollte also niemand auf die Idee kommen, der eigenen Sensationsgeilheit nachzugeben und derartigen Statusmeldungen folgen.

Autor: Andre, mimikama.at


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.