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Samstag, 25 September 2021
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Setzt Deutschland als erstes EU-Land die neue EU Hundekackverordnung um?

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Wir erhalten im Moment viele Anfragen zu der EU Hundekackverordnung, die ab dem 1. Mai 2019 in Kraft treten soll.

Passend zum 1. April können wir aber alle beruhigen: Es handelt sich hierbei um einen Scherz!

Es geht dabei um diesen Text, der schon seit einiger Zeit wieder auf Facebook kursiert:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Wichtige Information für Hundehalter, das ändert sich ab 01.Mai 2019
Mit Wirkung zum 01.Mai diesen Jahres setzt Deutschland als erstes EU-Land die neue EU Hundekackverordnung in Landesgesetz um. Das Gesetz soll für mehr Transparenz und zum Schutz der Umwelt dienen. Demnach müssen ab dem 01. Mai alle Hunde in Deutschland eine sogenannte Hundekack Kennzeichnungs-Plakette (HKK-Plakette) tragen, um Nichthundebesitzern die Art und Schwere der Ausscheidung zu signalisieren und die Emissionswerte des Vierbeiners transparent darzustellen. Hierbei hat das Bundesamt für
Umweltschutz in der Tierhaltung (BAUT) lediglich die EU-Kackrichtlinie 4 und 6 umgesetzt. Es werden in Deutschland nur die grüne Plakette, für Hunde ab einem Alter von
8 Jahren, und die blaue Euro 6 Kackplakette für Hunde bis zu 8 Jahren eingeführt. Alle Plaketten sind mit den zusätzlichen Bezeichnungen TK, BK und NK erhältlich. Die Kennzeichnung
weißt auf die Art der Ausscheidung hin. TK tragen Hunde die ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert werden, diese sind insoweit eingeschränkt, dass sie sich künftig nur noch auf
befestigtem Boden lösen dürfen, auf dem die Aufnahme durch den Halter rückstandslos möglich ist. Begründet wird dies, laut EU-Kommission, durch das Eindringen von Restchemikalien aus
dem Trockenfutter in das Grundwasser. Trägern der BK und NK (BARF und Nassfutter) Marken wird das Lösen auch auf Grünstreifen weiterhin erlaubt. „Da der Verdauungstrakt junger Hunde besser arbeitet, scheidet der Hund weniger aus
und ist somit umweltverträglicher. Er wird als EU-Kacker der Stufe 6 mit der blauen Plakette versehen“, so der Pressesprecher des BAUT auf Nachfrage.
„Eurokacker 4 hingegen können ab- und an von einem Feinkackalarm betroffen sein und fallen dann für diesen Tag unter ein Kackverbot“, so Dr. Herbert Tüpfel weiter. In Zusammenarbeit mit der Haustierindustrie werden bereits erste
Feinkackfilter zur Nachrüstung von Euro 4 auf Euro 6 Kacker entwickelt. Züchter, Tierschutzorganisationen und Tierheime sind zur Nachrüstung vor der Abgabe eines Euro 4 Kackers nicht verpflichtet.

Bitte prüft nach, welche Plakette ihr selbst benötigt und versäumt nicht diese ab dem 01. Mai zu verwenden. Erhältlich sind diese gegen eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 16,00 Euro in jedem Rathaus. Die Plakette ist ein Jahr gültig und muss dann zwingend erneuert werden. Für Wildkacker ohne Plakette sind bereits Geldbußen bis zu 200 Euro vorgesehen.

Die Hundekackverordnung im Detail

Bereits im April 2018 hat sich Kollege Jens dieser angeblich neuen Verordnung angenommen.

Und hier fängt es schon mit dem Namen an: Für einen EU-Beschluss klingt dieser nämlich äußerst ungewöhnlich. Auch wenn „kacken“ den Vorgang sehr gut beschreibt, bedient sich der EU-Ausschuss mit Sicherheit anderer Wörter um auszudrücken, worum es geht.

Und auch in den Medien war nichts über eine solche neue Verordnung zu hören. Als Trostpflaster schwirrt aber noch jenes Bild im Netz umher, das die angeblichen Plaketten zeigen soll – wohlgemerkt ab dem 01. Mai 2018 Pflicht:

Screenshot Öffentlicher Facebook-Statusbeitrag
Screenshot Öffentlicher Facebook-Statusbeitrag

Die beiden als Beispiel gezeigten Plaketten erinnern in Form, Farbgebung und Layout auffällig an die Euro Plaketten für die Abgasnormen.

Spätestens beim Abschnitt „Feinkackfilter zum Nachrüsten“ ist klar, dass es sich um einen sehr gut gemachten Scherz handelt, der für Unterhaltung sorgen soll.

Zum Schluss kann man also nur mehr sagen: April, April! Die HKK-Plaketten für Hunde sind eine erfundene Geschichte! Der Scherz wurde einfach auf das Jahr 2019 umgemünzt!


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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