Blogheim.at Logo
Start Aktuelles Nein, Infografiken kein Beleg für Lockdown bis Juni 2021

Nein, Infografiken kein Beleg für Lockdown bis Juni 2021

Facebook-Themen

Facebook-Kommentare versprechen hohen Verdienst? – Achtung, Vorschussbetrug!

Viele Menschen leiden in der Corona-Pandemie an verringertem oder keinem Einkommen. Betrüger machen sich das zunutze. In mehreren Facebook-Gruppen tauchen Kommentare auf, in denen ein...

Nein, die SARS-CoV2 Test-Kits für Schulen stammen nicht aus einem China-Shop

Auf Facebook wird gerätselt, ob die SARS-CoV2 Antigen-Tests, die in Österreichs Schulen verwendet werden, in einem China-Shop käuflich erwerbbar sein würden China-Shops wie "Wish" haben...

Facebook lässt Trumps Sperre von einem unabhängigem Aufsichtsgremium prüfen

Unabhängiges Aufsichtsgremium prüft in Auftrag von Facebook Trump-Sperre! „Beispielloses Handeln erforderlich“: Nachdem sich Trump-Anhänger durch unbelegte Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten in den sozialen Netzwerken aufgestachelt fühlten...

Facebook-Seite „PlayStation 5 Freunde.“ – Vorsicht vor Fake-Gewinnspielen!

Bei der Facebook-Seite "PlayStation 5 Freunde." handelt es sich um eine dubiose Gewinnspiel-Seite. Ein gefälschtes Gewinnspiel der Seite "PlayStation5 Freunde." lockt mit dem großen Gewinn...
-WERBUNG-

Zwei im Netz verbreitete Infografiken des Bundesfinanzministeriums werden falsch dargestellt und als vermeintlichen Hinweis für einen anhaltenden Lockdown bis Juni 2021 benutzt.

- Werbung -

Auf den zwei Infografiken, die gerade insbesondere auf Facebook geteilt werden, sieht man Aufstellungen mit Informationen des Bundesfinanzministeriums zur Überbrückungshilfe III. Wie man in den jeweils rechten Spalten der Grafiken sehen kann, gilt diese bis Juni 2021. Genau diese Angabe sorgt nun im Netz für Verwirrung.

Insbesondere auf querdenkerischen Seiten und Posts wird gemutmaßt, dass die Aufstellungen belegen, dass der Lockdown längst schon bis Ende Juni 2021 geplant ist. Zwar sind die Infografiken tatsächlich vom Bundesfinanzministerium, doch jene Schlussfolgerung stimmt dennoch nicht. Denn die Aufstellungen beziehen sich nicht auf die Länge des Lockdowns, sondern auf die Überbrückungshilfe III.

Warum steht Juni auf den Infografiken?

Ende November verlängerte das Bundesfinanzministerium in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium die Überbrückungshilfe III bis Ende Juni, um Unternehmen durch die Corona-Krise zu helfen.

Dies bedeutet aber keinenfalls eine automatische Verlängerung des Lockdowns bis Ende Juni. Vielmehr geht es um eine längere Unterstützung von Selbständigen und Unternehmen als zuvor geplant.

- Werbung -

Auch das Wort „Schließung“ bedeutet nicht gleich Lockdown

Die Infografiken sind somit als Orientierungshilfe für die Überbrückungshilfe gedacht. Neben der Angabe Juni 2021 irritiert jedoch manche zusätzlich das Wort „Schließung“. Aber auch das ist kein Hinweis für einen Lockdown bis Juni.

Auf Anfrage des BRs entgegnete ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministerium, dass es inkorrekt sei „Schließung“ mit einem Lockdown gleichzusetzten: „Die Hilfen knüpfen dabei allein an einen Umsatzrückgang an, unabhängig von der Frage, ob es konkrete Schließungsanordnungen gibt.” Auch ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums bestätigte die Aussage laut BR.

Es geht darum, wie ein Unternehmen von einer Schließung betroffen ist. Überbrückungshilfen berechtigt ist man dabei auch als indirekt Betroffene*r. Als Beispiel führt das Bundesfinanzministerium eine Wäscherei an, die sonst Hotels beliefert und nun Umsatzeinbußen hat.

Auch sind die Hilfen kein reines „Lockdown-Phänomen“. So war es möglich, Überbrückungshilfen im Sommer zu beantragen, als noch weniger Beschränkungen galten. Das Wort „Schließung“ bedeutet also nicht gleich Lockdown und die Infografiken sind somit kein Beleg für eine verlängerte Anhaltung.

Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums nannte dem BR auch einen Grund für die Verlängerung der Überbrückungshilfe bis Ende Juni: „Die Hilfen wurden bis Mitte 2021 verlängert, da bereits im letzten Jahr abzusehen war, dass sich die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Unternehmen im Jahr 2021 fortsetzen werden.”

Das könnte auch interessant sein:

Feuerwehrmann stirbt nach Corona Impfung?

„Die Impfung gegen das Coronavirus ist gefährlich“. Das ist die Informationen, die mit allen Mitteln von Impfgegnern verbreitet wird.  Mehr Hier.

- Werbung -

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung! Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen. Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstütze uns und tragen auch Du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Verwirrung um Krisentreffen zwischen Astrazeneca und der EU

Astrazeneca wäre neben Biontech/Pfitzer und Moderna der dritte zugelassene Hersteller des Covid-19-Impfstoffs in der EU. Nun herrscht Uneinigkeit bezüglich Liefermengen und Terminen. Unklarheiten über Treffen: Österreichs...

Tiktok-Sicherheitslücke machte persönliche Nutzerdaten zugänglich

Die Lücke versteckte sich scheinbar im „Freunde finden“- Feature des chinesischen Videodienstes und wurde inzwischen wieder geschlossen. Telefonnummern und Profilbilder bedroht: Durch eine Sicherheitslücke auf der...

Bundeskriminalamt: : In­fra­struk­tur der gefährlichsten Schadsoftware zer­schla­gen

Bundeskriminalamt: Infrastruktur der Emotet-Schadsoftware zerschlagen! Deutschland initiiert "Takedown" im Rahmen international koordinierter Maßnahmen - Schadsoftware auf zahlreichen Opfersystemen für die Täter unbrauchbar gemacht Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt...

Betrüger stehlen WhatsApp-Konten mittels Verifizierungscode

Derzeit haben es Betrüger (fälschlicherweise Hacker genannt) wieder auf WhatsApp-Konten abgesehen: Sie verleiten Nutzer dazu, einen Verifizierungscode zu verraten. Bereits vor einem Jahr (siehe HIER)...

Telegram-Bot bietet Nummern von Facebook-Nutzer*Innen zum Kauf an

Eine Telegram-Bot kann durch eine Sicherheitslücke auf Millionen von Handynummern von Facebook-Nutzer*Innen zugreifen und bietet sie auch noch zum Kauf an. Der Telegram-Bot erklärt sein...
-WERBUNG-
-WERBUNG-