Blogheim.at Logo
Dienstag, 26 Oktober 2021

Mobiles Internet: Deutsche zahlen überdurchschnittlich mehr

Im Internet auf dem Smartphone surfen, wenn man unterwegs ist – vollkommen normal. Doch in Deutschland muss überdurchschnittlich mehr dafür gezahlt werden.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Preisstrukturen für mobiles Internet in Deutschland mit anderen europäischen Ländern verglichen. Das Ergebnis: Die Preise für Mobilfunkleistungen in Deutschland und Europa sinken. Doch mit Blick auf die Nachbarländer sind die Angebote für mobiles Datenvolumen ohne Zusatzleistungen in Deutschland überdurchschnittlich teuer.

Kosten für ein Gigabyte Datenvolumen
Kosten für ein Gigabyte Datenvolumen, Quelle: VZBV

Unterwegs E-Mails beantworten, mit dem Smartphone navigieren oder online einkaufen – mobiles Internet ist aus dem Alltag von Verbrauchern nicht wegzudenken. In Regionen mit unzureichender stationärer Breitbandversorgung ist mitunter nur mit mobilem Datenvolumen Homeoffice möglich. Im Jahr 2020 nutzten 80 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland das mobile Internet (Quelle: Initiative D21 e.V. (Hrsg.), D21-Digital-Index 2020/2021, 2021, S. 12.)

Verbraucherfreundliche, europaweit wettbewerbsfähige Preise für mobiles Internet dienen daher der Daseinsvorsorge. Doch im Jahr 2019 zahlten deutsche Verbraucher im Schnitt etwa drei Mal so viel wie Endkunden in den besonders günstigen europäischen Ländern. Dies zeigt sich anhand der durchschnittlichen Kosten für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen bei reinen Datentarifen, die in den europäischen Ländern stark variieren. Zum Beispiel zahlten 2019 Verbraucher in Polen 0,83 Euro für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen, während in Deutschland der Preis dafür bei 3,35 Euro lag.

Obwohl die Preise für Mobilfunkleistungen in Deutschland und Europa sinken, steht Deutschland im Vergleich zu den untersuchten Ländern kontinuierlich auf Platz eins oder zwei der teuersten Länder für mobiles Internet.

Digitale Infrastruktur braucht mobiles Internet

Mobiles Datenvolumen ist die Grundlage für eine app-basierte digitale Infrastruktur. Entsprechend der voranschreitenden Digitalisierung wird auch immer mehr mobiles Datenvolumen benötigt. Deutschlandweit verbrauchten die Menschen 2019 noch 2,76 Milliarden Gigabyte, 2020 stieg die Nutzung bereits auf 3,97 Milliarden Gigabyte (Quelle: Bundesnetzagentur (Hrsg.), Jahresbericht 2020 – Märkte im digitalen Wandel, 2021, S. 65.).

Artikelbild: Von Syda Productions / Shutterstock.com
Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband
Auch interessant:
Viele Kinder haben ein Smartphone, das sie viel benutzen. Aber manche Apps können süchtig machen.
Übernimm jetzt die Kontrolle deiner Privatsphäre!
Finde heraus, wie du deine Datenschutzeinstellungen ändern kannst, um die Kontrolle über deine persönlichen Daten zu übernehmen.
Hier geht es zum Online Privacy Checker
für Facebook, Instagram, WhatsApp, TikTok, Twitter, Google, YouTube, LinkedIn, Skype sowie Windows 7, Windows 10, Mac OS und iOS bzw. Android

 

Exklusive Inhalte! Werde jetzt mimikamaPLUS- Abonnent und unterstütze so unser Handeln. Zusätzlich erhältst du exklusive Inhalte und die gesamte Webseite werbefrei.

Aktuelle Artikel

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.