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Montag, 29 November 2021

Missbrauch war ein Fake. Es hat keinen Missbrauch gegeben.

Die Meldung über einen sexuellen Übergriff auf ein elfjähriges Mädchen erschütterte Amstetten.

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Symbolbild/ Foto: Shutterstock/JPagetRFPhotos

Das Posting stellte sich jedoch als unwahr heraus!

Wie die NÖN.at am 20.07.2015 auf ihrer Internetseite berichteten, wurden Facebook User am Sonntag der Vorwoche über den Missbrauch eines elfjährigen Mädchens am Krautberg informiert. Das Posting stellte sich jedoch als unwahr heraus. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Meldung bereits rund 1.400 Mal geteilt.

„Es war nichts, es hat keinen Missbrauch gegeben“

„Wir sind der Sache natürlich nachgegangen. Zwei Beamte haben vor Ort ermittelt und auch die Verfasserin des Beitrags ausgeforscht. Tatsache ist: Es war nichts, es hat keinen Missbrauch gegeben“, berichtet Polizeikommandant Chefinspektor Oliver Zechmeister.

Er sieht die Aktionen der Facebook-User kritisch, denn der unwahre Bericht wurde nicht nur unbedacht verbreitet, sondern auch fleißig kommentiert.

Viele User veröffentlichten ihre Aufgebrachtheit hemmungslos in den Kommentaren.

„Man sollte schon überlegen, was man schreibt und was man behauptet, bevor man es online stellt! In Facebook ist nicht automatisch alles erlaubt. Wer jemanden verleumdet, muss mit zivilrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Paragrafen 111 (üble Nachrede) und 115 (Beleidigung) gelten auch im Internet.“

Unüberlegtes Teilen verhilft Falschmeldungen dazu, innerhalb kürzester Zeit, enorme Popularität zu erlangen.

Hinterfragt jedes Posting bevor Ihr es teilt.

Nicht alle Meldungen die auf Facebook verbreitet werden entsprechen der Wahrheit.

Was hier passiert ist, ist kein Einzelfall. Und wir haben schon so oft darüber berichtet, dass man mit solchen dummen und unüberlegten Statusbeiträgen extreme Panik verbreiten kann. Aber nicht nur jene die solche Statusbeiträge erfinden gehören ermahnt, sondern auch jene, die unbedacht diese teilen. Hinterfragt daher bitte immer erwähnte Statusbeiträge. Informiert Euch selber im Netz ob es diesen Fall wirklich gegeben hat.

Autor: Praktikantin Andrea, mimikama.at


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