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Montag, 20 September 2021
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Microsoft ruft NICHT wegen Virenbefall an!

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Warnung vor betrügerischen Anrufern, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben

Wir erhielten einige Anfragen zu einem Statusbeitrag, der momentan auf Facebook zu finden ist.

Zu sehen ein Foto von einer Telefonnummer. Wird man von dieser angerufen, soll man sofort auflegen, denn es handelt sich um Betrug.

Es geht um folgenden Statusbeitrag:

image

Bild im Klartext:

+++AKTUELLE WARNUNG+++
Diese Nummer hat uns gestern auf dem Festnetz angerufen. Ein hektisch englisch sprechender Mann aus einem Großraumbüro gab sich als Microsoft Mitarbeiter aus. Sie hätten unsere IP, unser Computer wäre gehackt worden. Wir sollten mal den Rechner einschalten und nach schauen ob er noch funktioniert. Nach dem Auflegen rief die Nummer noch mal an und versicherte das der Anruf echt sei, wir möchten doch bitte dringend am Computer nachschauen ob er noch funktioniert. Selbst auf die Aussage es funktioniert alles lies er nicht locker und hat noch zwei weitere Male angerufen. Erst nach der Drohung die Polizei zu informieren war der Telefon Terror zu Ende. Wir haben gegoogelt: Die Masche tritt seit einiger Zeit im Raum Göttingen auf – DER ANRUF IST NATÜRLICH NICHT ECHT. Es wird versucht auf diese Weise einen Trojaner auf den Rechner zu schleusen. Der ändert sofort alle Passwörter und sperrt den Rechner. Danach wird ein Lösegeld für die Freischaltung gefordert! Also – auflegen und sich nicht auf ein Gespräch einlassen!

Recherchiert man die Nummer, erhält man lediglich einen Eintrag bei der niederländischen Webseite “zoeken-op-nummer.nl”.

Die  Polizeidirektion Flensburg schreibt in einer aktuellen Pressemeldung:

Aktuell muss sich das Kommissariat 9 (Cybercrime) der Bezirkskriminalinspektion Flensburg mit Betrugstaten der Masche „Microsoft-Anrufer“ befassen. Betrüger täuschen Schadsoftware und Viren auf dem PC vor. Der Schaden liegt häufig bei mehreren Hundert Euro. In den letzten Tagen wurden Taten im nordfriesischen Landesteil und im Kreis Schleswig-Flensburg bekannt. Bei einigen Fällen blieb es bei Versuchen, in anderen Fällen führte die Masche zum Erfolg. Insgesamt ist bisher ein Schaden von über 3000 EUR entstanden.

An die Hintermänner zu gelangen ist nahezu unmöglich. Deswegen setzt die Polizei auf Prävention durch Aufklärung, um die Bevölkerung vor den dreisten Betrügern zu schützen. In den meisten Fällen erscheinen die Opfer mit „Spickzetteln“ bei der Polizei, die sie im Verlauf eines solchen Telefonates selbst gemacht haben. Vorsicht ist also geboten, wenn während des Telefonates Notizen gemacht werden. Spätestens dann sollte das Gespräch beendet werden.

Die Opfer erhalten Telefonanrufe auf ihren Festnetznummern. Ein angeblicher Mitarbeiter von Microsoft redete den Leuten ein, auf ihrem PC sei ein Problem festgestellt worden und natürlich habe der Anrufer bereits die Lösung dafür bereit. Dazu werden die Geschädigten aufgefordert, sich an ihren PC zu begeben und einige Tastenkombinationen einzugeben sowie eine Fernsteuerungssoftware herunterzuladen. Wenn dies nicht funktioniert, werden einfach die Kreditkartennummern erfragt, und viele Opfer geben diese bereitwillig für die angebliche „Dienstleistung“ heraus.

Im Hintergrund spielt sich dann meist folgende Masche ab: die Täter übernehmen die volle Kontrolle über den PC der späteren Opfer. Sie fordern sodann die Geschädigten auf, ihre Banking-Software zwecks Überweisung der Rechnung für die Dienste zu starten und manipulieren die Überweisungen unbemerkt. Außerdem wurde beobachtet, dass im Hintergrund andere Programme geöffnet wurden, um an weitere Zugangsdaten für andere Accounts zu gelangen. Teilweise werden Dateien unbrauchbar gemacht. Die Opfer haben dann keine Chance mehr, außer das Telefonat zu beenden und den PC vom Netz zu nehmen (LAN- bzw. WLAN-Verbindung trennen; „Stecker ziehen“).

Passen Sie also in diesen Fällen auf und fragen Sie Fachleute! Microsoft wird Sie niemals per Telefon kontaktieren! Denken Sie an diese Meldung, wenn Sie am Telefon einen Zettel zur Hand nehmen, um sich Notizen zu machen. Meist sind es ältere Menschen, die sich hinters Licht führen lassen.

Hinweise auf www.polizei-praevention.de.

Ergebnis:

Vorsicht bei derartigen Telefonnummern. Wird man von Microsoft angerufen, kann man von einem Betrugsfall ausgehen, denn normalerweise ruft Microsoft niemanden direkt an.

Am besten auflegen und der Polizei melden!

Verweise:

So mache ich eine Anzeige (Österreich)

Abzocke melden Onlineformular (Deutschland)

Polizei Beratung (Deutschland)


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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