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Montag, 29 November 2021

Microsoft agiert nach Beschwerden: Indische Polizei verhaftet Support-Betrüger

In Indien wurden in den letzten zwei Monaten insgesamt 63 Personen in Gewahrsam genommen, nachdem Microsoft mehr als 7.000 Beschwerden von Kunden aus 15 Ländern erhalten hatte.

Wie Microsoft und ZDNet berichten, durchsuchte die Polizei der Hauptstadt Neu-Delhi im Oktober und November insgesamt 26 Call Center und konnte 63 Personen verhaften.

Zudem wurde offenbar umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter Telefonate, Chats, Sprachmemos und Kundenakten. Die Verdächtigen hatten sich als Support-Mitarbeiter von Microsoft, Google, Apple und anderen Technikfirmen ausgegeben.

Laut Microsoft gingen alleine im November mehr als 7.000 Beschwerden von Opfern aus 15 Ländern ein, die zwischen 100 und 500 Dollar für unnötige Support-Dienste bezahlt hatten.

Betroffen waren vor allem Kunden in den USA sowie Kanada. Die Festnahme in Indien deutet aber darauf hin, dass Microsoft inzwischen weltweit gegen diesen Betrug vorgeht.

Seit 2014 bietet Microsoft seinen Kunden die Möglichkeit, Support-Betrug online zu melden. Die Strafanzeigen führten zu dem Call Center in Indien zurück. Das Problem betrügerischer Support-Angebote ist seit rund 20 Jahren bekannt.

Die Masche

Wie ZDNet erklärt, werden Nutzer auf eine Webseite gelockt, die dann im Browser eine angebliche Warnmeldung anzeigt, wonach ein technisches Problem bestehen würde. Die  dazu eingeblendete Telefonnummer soll Abhilfe schaffen.

Alternativ werden solche Meldungen auch auf Betriebssystem-Ebene eingeblendet – in den meisten Fällen durch eine zuvor installierte schädliche oder zumindest unerwünschte Anwendung.

Aber auch per E-Mail versuchen Betrüger Kunden telefonisch zu gewinnen.

Microsoft rät:

Microsoft bietet unter keinen Umständen von sich aus technischen Support an!

  • Braucht der Kunde Support, so muss die Kontaktaufnahme von ihm ausgehen.
  • Aufforderungen im Browser oder sonstigen Benachrichtigungen soll man nicht nachkommen.
  • Das System auf technische Probleme oder Sicherheitsbedrohungen scannen oder eine Hotline anrufen – außer es handelt sich um eine Meldung der eigenen Antivirensoftware.

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