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Freitag, 28 Mai 2021
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MHD auf Wasserflaschen: Kann Wasser ablaufen?

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Ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf Lebensmitteln gibt das Datum an, bis zu dem ein Produkt bei sachgemäßer Lagerung ohne Bedenken zu konsumieren ist.

So ein MHD ist eigentlich schon eine feine Sache, zumindest kann man damit in erster Linie einachätzen, wie lange so ein Produkt bedenkenlos zu nutzen sein sollte. Dieses Datum sollte jedoch nicht damit zu verwechseln sein, dass ein Produkt ab diesem Tag nicht mehr nutzbar ist.

Denn es gibt da diesen tollen Spruch, dass ein MHD „mindestens haltbar bis“ und nicht „tödlich ab“ bedeutet. Noch spannender wird es jedoch, wenn man sich einzelne Produkte anschaut und beim Gedanken an das MHD eine Absurdität verspürt.

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Wasser ist so ein Produkt. Das können alle nachvollziehen, die Wasser in Flaschen kaufen, denn tatsächlich befindet sich auf den Wasserflaschen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Und hier kann man ins Staunen kommen: Je nach Flasche kann dieses MHD nur ein Jahr in der Zukunft liegen.

Daher stellt sich die große Frage: Kann ein Wasser überhaupt mit einem Datum versehen werden und hat es eine Verfallszeit, sobald es in Flaschen abgefüllt wird? Wir schauen hin!

Faktencheck MHD auf Wasserflaschen

Also auf jeden Fall ist es kein Fake, dass auf Wasserflaschen ein MHD zu finden ist. Der Grund für das Datum ist recht einfach: Es ist eine gesetzliche Pflicht, die bei Wasser sich übrigens nach der Art der Flasche richtet.

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In Glasflaschen abgefülltes Wasser hat ein anderes Mindesthaltbarkeitsdatum als Wasser in Plastikflaschen. Plastikflaschen haben ein MHD von maximal 12 Monaten in der Zukunft, bei Glasflaschen ist dieses länger. Das liegt nicht daran, dass das Wasser danach gesundheitlich problematisch werden kann, sondern zu einer geschmacklichen Veränderung führen kann. Der Getränkeproduzent Gerolsteiner schreibt beispielsweise dazu:

Bei PET-Flaschen kann – etwa bei einer längeren Aufbewahrung der Getränke im aufgeheizten Auto – Acetaldehyd aus der Verpackung in das Produkt übergehen. Acetaldehyd ist gesundheitlich unbedenklich, kann aber zu einer geschmacklichen Veränderung des Getränks führen.

Inwiefern die Stoffe, die auf Dauer durch Plastikflaschen an das Wasser abgegeben werden, unbedenklich sind, wird unterschiedlich in verschiedenen Medienartikeln dargestellt. Der Focus schreibt zum Beispiel zum Thema MHD auf Wasser in Plastikflaschen:

Bedenklich ist vielmehr, dass Stoffe aus dem Plastik in das Wasser gelangen können. Laut dem Bundesinstitut für Risikoabwägung besteht zwar keine Gefahr, viele Experten sehen das aber anders.

Doch kommen wir zu der eigentlichen Frage: Kann Wasser überhaupt ablaufen? Nein, das kann es nicht! Da sind sich auch alle einig. Es kann sich zwar der Geschmack verändern oder aber, wenn man eine Flasche kohlensäurehaltiges Wasser öffnet, auf Dauer Kohlensäure verloren gehen.

Generell kann Wasser aber nicht „vergammeln“, so wie man es beispielsweise von milchhaltigen Produkten oder anderen Lebensmitteln kennt, wenn das MHD zu lange überschritten ist. Wichtig ist jedoch, dass man einmal geöffnete Flaschen nach Gebrauch direkt wieder verschließt, so dass keine Keime an das Wasser gelangen und sich dort vermehren.

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Symbolbild MHD, Artikelbild von yanik88 / Shutterstock.com
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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