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Samstag, 29 Januar 2022

Messerattacke in Berlin: Aus einem Deutschen wurde ein Ausländer gemacht!

Messerattacken. Was fällt einem bei diesem Wort immer als erstes ein?

Richtig. Man denkt an Ausländer, Migranten, Flüchtlinge. Man denkt an den Moslem, welcher der jungen deutschen Frau den Hals durchschneidet. Man denkt an den Afghanen, der mit seinem Messer wahllos auf rechtschaffende deutsche Männer einsticht.

Der Begriff Messerattacke hat sein eigenes Narrativ erlangt. Ok, es ist ein Narrativ, welches dem Messer als Waffe schon sehr lange anhängt. Ich zitiere hier aus meiner eigenen Jugend, in der man bereits das Messer einer Migrantengruppe unterschob. „Bei Jugos musst du vorsichtig sein, die haben immer ein Messer dabei!“ hieß es damals in den 90ern.

Das war natülich ein Vorurteil, eine Schutzbehauptung, um sich selbst Abstand zu verschaffen. Es sind Narrative wie diese, welche ein sauberes Differenzieren problematisch machen, die jedoch immer angewendet werden. Doch was ist, wenn ein solches Schema nicht greift?

Was ist, wenn der Täter ein Deutscher ist, ein gebürtiger Berliner? Nun, auch dafür gibt es eine Lösung: Social Media! Hier kann man einfach die klassischen Rollen aufrecht erhalten, ohne sich selbst oder die reale Faktenlage prüfen zu müssen, denn Emotionen, Narrative und Framing funktionieren hier besser als die Realität:

Auf dem U-Bahnhof Bayerischer Platz der U7 in Schöneberg gab es bereits am 04. September 2018 einen Polizeieinsatz nach einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Einer wurde verletzt, der andere festgenommen. Ein Video dazu zeigt unschöne Szenen, das Video selbst ging sehr schnell viral. Problem: Die Verteiler des Videos machten aus dem Täter einen „Neubürger“, ein messerstechender Moslem.

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Doch das stimmt nicht  es handelt um einen deutschen, einen gebürtigen Berliner.. Der Berliner-Kurier geht an dieser Stelle sogar noch weiter und beschreibt in einen Artikel zu diesem Thema, der Messerstecher sei nicht allein ein Deutscher gewesen, sondern habe zudem eine Tätowierung in Form eines Eisernen Kreuzes. Diese Information findet man hier:

Aus einem aggressiven Deutschen mit Eiserner-Kreuz-Tätowierung wurde ein messerstechender Moslem gemacht.

Wie sehr und was diese Angabe aus dem Berliner-Kurier genau einen Einfluss auf den Vorfall hatte, können wir an dieser Stelle nicht bewerten.

Polizei und Medien schweigen mal wieder!!!!!

Auch diese These schwingt immer gerne und schnell mit, wenn es um Messerangriffe geht. Doch gerade die Polizei hat hier eine Meldung veröffentlicht, die an dieser Stelle sehr wichtig ist. Der eskalierte Streit war politisch motiviert und fand zwischen zwei gebürtigen Berlinern statt.

Diese Informationen sind einem Tweet der Polizei Berlin zu entnehmen:

 

 


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