Blogheim.at Logo
Start Aktuelles Kannibalismus oder Kunst - servierte dieser Japaner tatsächlich seine eigenen Genitalien?

Kannibalismus oder Kunst – servierte dieser Japaner tatsächlich seine eigenen Genitalien?

Facebook-Themen

Wenn Facebook Stillen mit Pornografie verwechselt

Es hagelt Kritik an Facebook, nachdem der Konzern ein Video sperrte, in dem stillende Mütter zu sehen sind. Der Grund: Das Zeigen von Brustwarzen...

Jägerin prahlt mit Giraffenherz im Internet

"Mein Schatz, schieß den Giraffenbullen und hol dir sein riesiges Herz. Schönen Valentinstag. Ich liebe dich." Vielleicht waren das die Worte des Ehemanns von Merelize...

Fieser Datenklau-Versuch auf Facebook, mit dem Foto eines bereits verstorbenen Mädchens

"Annika aus Soest wird vermisst!" So beginnt auf Facebook aktuell ein Statusbeitrag, dem auch das Bild eines kleinen Mädchens hinzugefügt wurde. Verständlich, dass dieser...

Facebook-Seite „Sony PlayStation 5 Deutschland.“ – Vorsicht vor Fake-Gewinnspielen!

Bei der Facebook-Seite "Sony PlayStation 5 Deutschland." handelt es sich um eine dubiose Gewinnspiel-Seite. Ein gefälschtes Gewinnspiel der Seite "Sony PlayStation 5 Deutschland." lockt mit...
-WERBUNG-

Dieser Artikel ist nichts für zart besaitete Mägen – denn tatsächlich aßen fünf Personen die Genitalien von Mao Sugiyama

- Werbung -

Wir erhielten Anfragen von Nutzern, die schockiert über einen Artikel waren, der am 25. Mai 2018 publiziert wurde.

Es geht um den Japaner Mao Sugiyama, der angeblich seine eigenen Genitalien bei einem Bankett serviert haben soll. Ein Thema, das stark polarisiert und bei zart besaiteten Menschen wohl oder übel einen Würgereiz hervorrufen könnte.

image
Quelle: allthatsinteresting

Mao Sugiyama ist Künstler und lebt in Tokyo, Japan. Am 31. März 2012 ließ er sich Brustwarzen, Penis wie auch Hoden operativ entfernen – jedoch nicht aus medizinischen Gründen. Er war sehr unglücklich in seinem Körper und machte zwei Jahre lang eine Hormontherapie. Er bat die Ärzte so lange um eine Operation, bis schließlich einer einwilligte. Er ließ sich die Organe aushändigen und fror sie ein.

Am 8. April twitterte er:

Biete meine männlichen Genitalien für ein Mahl für 100 000 Yen, werde sie nach Wunsch des Käufers zubereiten.

Eine Geschäftsfrau aus Tokyo meldete sich rasch und organisierte ein Event.

Am 13. Mai 2012 taute er sie wieder auf und servierte sie als Koch gekleidet, in einem gemieteten Kellerraum. Als Kunst-Event bei geschlossener Gesellschaft waren rund 70 Gäste anwesend, fünf davon hatten je 20 000 Yen (ca. 160 Euro [bei aktuellem Kurswechsel; vormals ca. 200 Euro]) bezahlt, um die Organe garniert mit Champignons, Petersilie, Majoran, Basilikum und Rosmarin zu verzehren.

Klingt absurd und erfunden?

[vc_message message_box_color=“green“ icon_fontawesome=“fa fa-check“]Ist es aber nicht. Diese Geschichte ist wahr. Es handelt sich um keinen Fake![/mk_info]

Allerdings ist diese Geschichte nicht erst letzte Woche passiert. Sugiyama hatte sich bereits im Jahr 2012 auf diese Weise von seinen männlichen Geschlechtsorganen verabschiedet.

Der Faktencheck

In einem Interview mit dem Spiegel erklärte Sugiyama, dass er keine Sekunde lang bereue. Es war richtig für ihn, denn er habe nie ein Mann sein wollen, aber auch keine Frau. Schönheit interessiert ihn, Sex jedoch nicht. Er ist froh darüber, nun asexuell zu sein.

Ursprünglich plante er, seine Genitalien selbst zu verspeisen, um den Abschied seiner Männlichkeit allein zu zelebrieren, doch er habe das Geld gebraucht und wollte mehr Aufmerksamkeit für sexuelle Minderheiten schaffen.

Laut der Welt erstattete die Tokyoter Stadtverwaltung Strafanzeige gegen ihn, obwohl Sugiyama nach eigenen Angaben sämtliche Vorschriften über verbotenen Organhandel, den Umgang mit Krankenhausmüll sowie zur Lebensmittelsicherheit berücksichtigte.

Welche Konsequenzen er tragen musste, ist nicht bekannt, jedoch wären eine Haftstrafe von zwei Jahren und ein Bußgeld von rund 32.000 Yen (ca. 250 Euro [bei aktuellem Kurswechsel]) möglich gewesen.

Ergebnis:

Ja, der japanische Künstler Mao Sugiyama servierte seine Genitalien tatsächlich. Fünf Personen verzehrten die Organe. Dies geschah aber bereits 2012.

Es wurde Strafanzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses sowie der Verletzung lebensmittelrechtlicher Vorschriften erstattet. Ob Sugiyama eine Haftstrafe erhielt oder Bußgeld zahlen musste, ist nicht bekannt.

Weitere Quellen:

Institute for Ethics and Emerging Technologies
Plaid Zebra
Digital Journal

- Werbung -

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung! Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen. Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstütze uns und tragen auch Du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Wenn Facebook Stillen mit Pornografie verwechselt

Es hagelt Kritik an Facebook, nachdem der Konzern ein Video sperrte, in dem stillende Mütter zu sehen sind. Der Grund: Das Zeigen von Brustwarzen...

Achtung vor Phishing-Mails mit dem Betreff „Überbrückungshilfe Teil 3“

Betrüger*Innen geben sich als Vertreter*Innen der EU-Kommission aus, wollen jedoch an sensible Unternehmensdaten. Vor allem Nutzer*Innen mit einem T-Online Account sind betroffen. Die Vertretung Deutschlands...

Masken im Test: „Empfehlens­wert ist einzig die FFP2-Maske von 3M.“

FFP2-Masken sollen vor der Ansteckung mit Corona schützen. Der Physiker Neisser von der Stiftung Warentest ist von der Güte der Masken jedoch nicht überzeugt. Die...

Game-Studio Niantic verbannt eine Mio. Betrüger

Laut den "Pokémon Go"-Macher Niantic sei ein kompletter Ausschluss von Betrügern nicht nötig und vergibt Strafen für fünf Mio. Gamer. Ich kenne niemanden, der so...

Die Sharepics mit Daniel Cohn-Bendit – Woher die Aussagen stammen

Zwei Sharepics mit Aussagen, die beide von Daniel Cohn-Bendit stammen sollen, kursieren wieder. Doch nur eines davon ist ein echtes Zitat. Beide verbreiteten Sharepics zeigen...
-WERBUNG-
-WERBUNG-