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Freitag, 23 Juli 2021
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Mahnungen von Streaming-Seiten ignorieren!

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Mahnungen, die von angeblichen Streaming-Seiten kommen, können getrost ignoriert werden. Es besteht kein Grund zur Zahlung.

Mahnungen kommen von kinox. su: Auf der Suche nach den neuesten Hollywood-Blockbustern im Internet stolpern zahlreiche KonsumentInnen über kinox. su. Beim Versuch, kostenlos Filme anzusehen, werden sie auf Websites wie streamovo. de, streamado. de, streamamy. de oder streamjuju. de weitergeleitet.

Unser Kooperationspartner Watchlist Internet warnt: Die gratis Anmeldung auf diesen Websites führt nicht zu unbegrenztem Filmgenuss, sondern zu Rechnungen und Mahnungen über 395,88 Euro. Es besteht kein Grund zur Zahlung!

Sie haben Lust auf einen guten Film und beschließen, diesen über Ihre Suchmaschine zu suchen? Dann nehmen Sie sich vor kinox. su in Acht. Die Website wirkt professionell aufgesetzt und bietet unzählige Filme an, die teilweise gerade erst in den Kinos angelaufen sind:

Wenn Sie einen Film auswählen und diesen abspielen, startet ein Stream, doch schon nach wenigen Sekunden bricht dieser ab und Sie werden dazu aufgefordert, sich kostenlos zu registrieren, um den Film ansehen zu können. Sie werden in weiterer Folge auf eine Website weitergeleitet, auf der Sie die Registrierung kostenlos durchführen können.

Sie finden auf der gesamten Website keinerlei Hinweise auf Kostenpflichtigkeit, weshalb das Angebot, die eigenen Daten bekanntzugeben und anschließend unlimitiert Filme streamen zu können, äußerst attraktiv erscheint. Die Websites, auf denen die Daten eingegeben werden sollen, welche später zum Versenden betrügerischer Rechnungen und Mahnungen missbraucht werden, wurden bereits unter unzähligen Namen betrieben. Welche das sind, erfahren sie auf unserer Liste unseriöser Streaming-Plattformen.

Die Filme lassen sich ärgerlicherweise selbst nach der Eingabe Ihrer Daten nicht weiter ansehen.

Rechnungen wegen Premium-Account?

Wochen nach Ihrer Anmeldung finden Sie plötzlich E-Mails in Ihrem Posteingang, in denen Sie darüber informiert werden, dass Ihr „Premium-Account“ nun zu bezahlen wäre. Man spielt Ihnen vor, dass Sie bei Ihrer Anmeldung ein Probe-Abonnement abgeschlossen hätten und dieses nicht binnen einer Frist von fünf Tagen abgemeldet hätten. Nun sollen 395,88 Euro fällig sein.

Wenn Sie nichts bezahlen, bei Ihrer Anmeldung aber auch Ihre Telefonnummer bekanntgegeben haben, kann es auch zu Anrufen in dieser Sache kommen.

Nichts bezahlen. Anrufe, Rechnungen & Mahnungen ignorieren!

Egal wie viele Rechnungen Sie in dieser Sache erhalten und egal wie sehr man Sie am Telefon einzuschüchtern versucht: Bezahlen Sie die geforderten Beträge auf keinen Fall. Es besteht kein gültiger Vertrag, sondern es handelt sich um einen ausgefinkelten Betrugsversuch.

Gehen Sie ans Ende der Rechnungen und versuchen Sie, sich über den Button *Unsubscribe* von den Zusendungen abzumelden. Bei Anrufen blockieren Sie die Nummern am besten.

Plötzlich Kostenhinweise auf Websites?

In den Rechnungen, die Sie zu einer Zahlung bewegen sollen, befinden sich meist auch Links zu Websites, die jenen bei Ihrer Anmeldung stark ähneln. Rufen Sie diese auf und besuchen die Registrierungsseite erneut, sind dort plötzlich klare Kostenhinweise zu finden.

Lassen Sie sich auch hiervon nicht verunsichern! Die Seite sieht anders aus, als bei Ihrer ursprünglichen Anmeldung. Damals war keinerlei Hinweis auf zukünftige Kosten zu finden.

Anwälte auf Youtube raten zur Zahlung?

Sollten Sie beispielsweise über Google weitere Infos zu den Mahnungen und Rechnungen suchen, stoßen Sie womöglich auf Youtube-Videos, in welchen angebliche Anwälte Sie zu einer Zahlung bewegen wollen. Ignorieren Sie diese Videos! Diese werden von den Kriminellen selbst veröffentlicht und sollen Sie lediglich einschüchtern.

Inkasso- und Pfändungsschreiben?

Erfahrungsgemäß kommt es in dieser Sache auch zu Inkassoschreiben oder Pfändungsandrohungen. Auch diese Nachrichten werden massenhaft verschickt und können ignoriert werden! Es handelt sich um leere und unbegründete Drohungen.

Sie haben bezahlt?

Im Falle einer Zahlung, ist das Geld meist verloren. Kontaktieren Sie Ihre Bank und fragen Sie nach der Möglichkeit einer Rückholung. Die Erfolgsaussichten sind dabei leider äußerst gering.

Sollten Sie Ihr Geld nicht zurückerhalten, stellt die polizeiliche Anzeige den einzig möglichen nächsten Schritt dar.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite „Beratung & Hilfe“ für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

Artikelbild: Shutterstock / Von Konstantin Savusia

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