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Lebensmittel: Wie das Internet unsere Essensverschwendung verhindern kann!

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Wie sehr unser Zeitalter von einer Wegwerfgesellschaft geprägt ist, kann man vor allem an den weggeworfenen Lebensmitteln erkennen.

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Weltweit landet 1/3 der verzehrbaren Lebensmittel im Müll, in der EU liegt der pro Kopf Verbrauch an Lebensmittelabfällen bei 173 kg. Doch es entwickeln sich immer mehr Konzepte, die vor allem das Internet zur Vernetzung gegen die Verschwendung nutzen.

Vor dem Hintergrund eines anderen Artikels, der kürzlich auf Mimikama erschienen ist, nämlich der Trend junger Menschen in den sogenannten Birthstrike zu treten, also der Umwelt zuliebe auf Nachwuchs zu verzichten, ist bereits dargelegt worden, dass das Umweltproblem auf unserer Welt definitiv nicht an der Anzahl der Menschen, sondern an dem rücksichtslosen Verhalten einer geringen Masse festgemacht werden kann.

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So verbrauchen Industriestaaten wesentlich mehr Umweltressourcen als Entwicklungsländer, was sich auch auf den pro Kopf Verbrauch niederschlägt.
Ein niederschmetterndes Beispiel lässt sich im Lebensmittelverbrauch vor allem bei nicht geernteten Gemüse bzw. Obst feststellen.

Anforderungen an Lebensmittel

Dank der teilweise vorherrschenden abgehobenen Vorstellung, wie bspw. ein Apfel oder eine Gurke auszusehen haben, möglichst prall, glänzend und ohne Flecken, wird ein riesiger Teil von durchaus genießbaren Lebensmitteln gar nicht erst in den Supermarkt gebracht, sondern vorab entsorgt, weil dieser Anteil nicht den optischen Konsumentennormen entspricht.

Außerdem gibt es in Österreich und Deutschland nach wie vor keine Regelung, dass Lebensmittel in Supermärkten, wenn sich nicht verkauft wurden, gespendet werden müssen. Stattdessen tauscht der Handel in regelmäßigen Abständen das gesamte Sortiment aus und entsorgt den unverkauften Rest in der Mülltonne.

Dies ist ein Greenkama-Inhalt. Greenkama ist ein Projekt von Mimikama, denn der bewusste Umwelt- und Klimaschutz muss eine Frage der Verantwortung und Ermutigung sein!
 

Rechnet man den Verbrauch alleine von Österreichern auf die gesamte Welt um, so wären drei ganze Planeten nötig, um diese aberwitzigen Lebensmittelgewohnheiten aufrecht zu erhalten.

Lösungen?

Dennoch gibt es bereits Konzepte gegen den Verbrauch, die vor allem das Internet nutzen, um einerseits auf das Thema aufmerksam zu machen, zu informieren und einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen.

Frankreich hat bereits vor Längerem ein Wegwerfverbot für Supermärkte eingeführt. Überschüssige, nicht verkaufte Lebensmittel werden gespendet und finden so ihren Weg zu den Schwächsten der Gesellschaft.

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Deutschland und Österreich befinden sich momentan eher auf dem gegenteiligen Weg. So wurde in einem richtungsweisenden Urteil entschieden, dass Lebensmittel nicht aus den Mülltonnen der Supermärkte gerettet werden dürfen und es sich dabei um eine strafbare Verwaltungsübertretung handelt. Der Gesetzgeber hat dieses Urteil schweigend zur Kenntnis genommen und bisher keine Anstalten gemacht, das Retten von Lebensmitteln zu legalisieren bzw. die Supermärkte gesetzlich zu verpflichten, weggeworfene Lebensmittel frei zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres zukunftsträchtige Konzept stellen Apps gegen Lebensmittelverschwendung dar.

Dabei wird Betrieben wie Restaurants, Cafés, Bäckereien und Supermärkten ermöglicht ihre Lebensmittel via App an Nutzer weiterzugeben. Diese können die für die Betriebe nicht mehr verwendbaren Lebensmittel abholen und bewahren diese vor der Mülltonne. Dafür bezahlen die Nutzer dann zwar Geld, allerdings handelt es sich dabei lediglich um einen Bruchteil dessen, was für die Originalware im Geschäft bzw. Restaurant bezahlt werden müsste.

Eine weitere Idee, die einen stärkeren sozialen Gedanken mit sich trägt, sind die sogenannten Food Share Apps, auf der Nutzer übriggebliebenes Essen quasi online verschenken können. Befindet sich ein anderer Nutzer in der Nähe, kann sich dieser das Essen abholen und verhindert so dessen Entsorgung.

Zusammengefasst sind bereits einige tolle Konzepte gegen Lebensmittelverschwendung auf dem Markt, vor allem die Vernetzung über Apps bringt tolle Resultate hervor.

Allerdings sei an dieser Stelle auch festgehalten, dass es ohne eine gesetzliche Lösung durch den Staat zu keiner spürbaren Reduktion von Lebensmittelabfällen gehen wird, da immer noch ein großer Teil des Abfalls, nämlich 30% in der Landwirtschaft anfallen, dies zumeist aufgrund zu strenger bestehender Normen oder überzogener Konsumentenvorstellungen.

Es liegt der Ball hier beim Gesetzgeber, der Lebensmittelverschwendung vorzubeugen.

via

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Autor Alexander Herberstein, Artikelbild von patsrg / Shutterstock.com

 

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Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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