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Dienstag, 21 September 2021
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Klimaaktivisten besetzten Bank: Gericht spricht sie frei

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Klimaaktivisten haben eine Filiale einer Schweizer Bank besetzt. Mit dieser Aktion wollten sie auf den Klimawandel und seine Bedeutung für die Menschheit aufmerksam zu machen.

Das Wichtigste über die Aktion der Klimaaktivisten in Kürze:

  • Spielten Tennis in einer Bank
  • Wurden angeklagt wegen Hausfriedensbruchs
  • Freispruch am Ende wegen «rechtfertigenden Notstands»

Die ganze Aktion fand bereits im November 2018 statt: Die Klimaaktivisten von der Bewegung Lausanne Action Climat (LAC) begaben sich in Sportkleidung in eine Filiale der Credit Suisse in Lausanne.

Dort angekommen geschah Folgendes: Sie bauten ein Netz auf und spielten in der Bank Tennis und das bei laufendem Kundenbetrieb. Dieses Spiel war ein symbolischer Akt, denn die Bank wirbt mit dem Tennisprofi Roger Federer.

Damit wollten die Klimaaktivisten auf den Kontrast innerhalb der Bank aufmerksam machen: Einerseits werben mit dem positiven Image eines Tennisspielers, auf der anderen Seite werfen sie der Bank vor, in umweltschädliche Firmen und Technologien zu investieren.

Anzeige wegen Hausfriedensbruchs

Es kam entsprechend, wie es kommen musste: Die Bank hat die Aktivisten angezeigt. Hausfriedensbruch wurde genannt. Doch ab dieser Stelle wird es spannend!

Nachdem die Jugendlichen Einspruch eingelegt haben und anschließend von 13 Anwälten ehrenamtlich vertreten wurden, sind sie tatsächlich freigesprochen worden.

Klimaaktivisten bekamen Recht

Das überraschende Urteil lautete Freispruch. Aus der Berichterstattung der NZZ erfährt man:

Einzelrichter Philippe Colelough verkündigte am Montagabend, die Aktivisten wegen eines «rechtfertigenden Notstands» vom Vorwurf der Hausbesetzung freizusprechen. Angesichts des drohenden und bereits jetzt festzustellenden Klimanotstands, sei ihre Aktion «notwendig und angemessen» gewesen. Die Demonstranten hätten keine andere Möglichkeit gehabt, als mit ihrer durchdachten Aktion darauf aufmerksam zu machen.

Auch wenn dieses Urteil dennoch mit Vorsicht angesehen werden muss, da es keinen Freibrief für ähnliche Aktionen darstellt, entnimmt man den Medien, dass es sich um ein historisches Urteil handle.

Weiterlesen auf NZZ: Ein historisches Urteil: Klimaaktivisten siegen gegen die Credit Suisse mit 6:0

Artikelbild: Lausanne Action Climat / Facebook

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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