Aktuelles eBay-Kleinanzeigen Betrug: Kontakt per SMS mit E-Mail-Adresse

eBay-Kleinanzeigen Betrug: Kontakt per SMS mit E-Mail-Adresse

Facebook-Themen

Facebook: Neuer Umgang mit politisch gesteuerten Nachrichtenseiten

Vermehrt tauchen in letzter Zeit neue Nachrichtenseiten auf Facebook auf. Das ist an sich nicht schlimm, denn je mehr Nachrichtenquellen, umso informierter ist man. Das...

Freundschaftsanfragen: So behält man den Überblick auf Facebook

Wie man die Übersicht über Facebook Freundschaftsanfragen - erhaltene und gesendete - behält. Zu einer neuen Freundschaftsanfrage erhält man eine Benachrichtigung. Doch wo kann man...

Gefälschte MediaMarkt-Seite auf Facebook lockt wieder mit Gewinn

Bei der Facebook-Seite „MediaMarkt, Oberwart“ handelt es sich um keine offizielle Seite des Unternehmens. Die Facebook-Seite „MediaMarkt, Oberwart“ gibt vor, 10 Segway Ninebot ES2 zu...

Zwarte Piet verboten? Nein, aber „blackface“!

Viele Medien berichten, Facebook verbiete den sogenannten "Zwarte Piet“. Stereotype Darstellungen des in den Niederlanden und Belgien bekannten Nikolaushelfers "Zwarte Piet" sind ab sofort auf...

Unser Kooperationspartner Onlinewarnungen.de klärt auf: Die Betrugsmasche auf eBay Kleinanzeigen weitet sich massiv aus. Betrüger nehmen im großen Stil per SMS Kontakt mit Verkäufern auf eBay-Kleinanzeigen, Quoka.de, willhaben.at, tutti.ch und anderen Anzeigenmärkten auf.

- Werbung -

Im gebrochenen Deutsch bekunden sie Interesse an dem angebotenen Artikel und wünschen einen Kontakt per E-Mail. Allerdings wollen die Kriminellen Ihnen kein Geld bezahlen, sondern abkassieren. Wir erklären die Masche und erläutern, wie Sie sich schützen.

Mit unterschiedlichen SMS oder Nachrichten über eBay nehmen vermeintliche Kaufinteressenten Kontakt mit Verkäufern auf eBay-Kleinanzeigen auf. Häufig interessieren sie sich für hochwertige Elektronik wie Smartphones, TV-Geräte oder Tablet-PCs. Aber auch größere Einrichtungsgegenstände sind im Visier der Vorschussbetrüger. So berichtet uns ein Verbraucher vom angeblichen Kauf eines Teppichs. Allerdings spielt die eigentliche Ware für die Betrüger meist gar keine Rolle.

Vorsicht ist auch bei Antworten auf die SMS der Betrüger geboten. Diese gehen in der Regel ins Ausland und können im schlimmsten Fall zur Kostenfalle werden.

image

So läuft die Masche ab

Den Schilderungen unserer Leser ist zu entnehmen, dass die Betrüger nicht einheitlich vorgehen. Dennoch folgen Sie einer bestimmten Masche. Zuerst versenden Sie an die bei eBay-Kleinanzeigen hinterlegte Handynummer eine SMS oder Nachricht per WhatsApp im gebrochenen Deutsch. Bekannt sind uns bisher folgende Texte:

Hallo, ist Ihre Möbel gelistet kleinanzeigen noch verfügbar zum Verkauf bitte Antwort an karinschlueter01 @gmail. Dank

 

Hallo ist das Fahrrad noch verfügbar zum Verkauf? wenn ja Antworten Sie mir wieder auf johndice0 [email protected] com

 

Guten Morgen ist Ihre Möbel auf kleinanzeigen noch zum Verkauf erhältlich? Sie antworten mir auf elisabethalves223 @gmail. com Dank

Zunächst täuschen die Kriminellen ein Kaufinteresse vor. Entweder werden weitere Bilder angefordert, Fragen zum Zustand des Artikels gestellt oder der Preis verhandelt. Am Ende wird man sich jedoch immer einig. Dann heißt es beispielsweise:

Hallo,

wir werden Ihren … kaufen und wir werden auch für den versicherten Versand zu uns nach London im voraus zahlen. (dhl kostet max 40 Euro)
Aufgrund der vielen Online-Betrugsversuche benutzen wir NUR Pay Pal. Es ist schnell und 100% sicher für Käufer und Verkäufer.
Sie erhalten das Geld von PayPal und ich erhalte sicher das Packet (Sendungsnummer zeigt die gesamte Route).
Wenn Sie ein ernster Verkäufer sind, ist PayPal (für Sie sicher) kein Problem.

Bitte schicken Sie mir Ihre Pay Pal EMail und den Preis inkl. aller Gebühren und ich zahle gleich.

Ich habe 1000 Euro verloren, weil ich das Geld auf das Bank-Konto eines Betrügers aus Hamburg schickte und ich habe nichts bekommen.
PAYPAL ODER NICHTS!!!!!!!!!

Vielen Dank!
–Beste Grüße aus London

Nach der Einigung teilen die fingierten Käufer mit, dass der Artikel in das Ausland verschickt werden soll. Mal ist es im europäischen Ausland und ein anderes Mal gehen die Artikel nach Übersee. Natürlich übernehmen die Käufer die Kosten. In manchen Fällen versuchen die nur per E-Mail erreichbaren Käufer noch eine emotionale Bindung zum Verkäufer aufzubauen.

Es folgt die Frage nach der Bankverbindung des Verkäufers, auf die der vereinbarte Kaufpreis überwiesen werden soll. Ist diese übermittelt, werden die Ganoven kreativ. Je nach Masche, fälschen sie PayPal-Zahlungsbestätigungen oder senden fingierte Bestätigungen von ausländischen Banken. Darin wird dem Verkäufer bestätigt und garantiert, dass der Kaufpreis zuzüglich der Versandkosten beim Käufer abgebucht wurde und treuhänderisch von der Bank verwaltet wird.

Die Überweisung erfolgt allerdings erst, nachdem der Verkäufer die Transportkosten an das Transportunternehmen überwiesen hat. Auch hier gibt es vom vermeintlichen Transportunternehmen gefälschten Schriftverkehr. Teilweise sollen die Transportkosten per Bargeldtransferdienst wie MoneyGram an den angeblichen Transporteur gesendet werden. Nicht selten handelt es sich um Beträge im dreistelligen Bereich.

In vielen Fällen werden auch Bestätigungen von PayPal gefälscht. Darin steht, dass das Geld vom Käufer eingegangen ist und sofort auf dem PayPal-Konto des Verkäufers gutgeschrieben wird, wenn dieser eine Sendungsnummer für den Versand der Ware hinterlegt. Das ist natürlich ebenfalls Unsinn. So eine Vorgehensweise gibt es bei PayPal nicht. Zu erkennen sind die gefälschten Schreiben übrigens an einem schlechten Deutsch und vielen Rechtschreibfehlern.

Dieser Artikel und weitere Interessante Themen auf www.onlinewarnungen.de

An alle unsere Leserinnen und Leser! Wir brauchen deine Unterstützung! Wir haben keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten offen halten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon
- Werbung -

Trump wünschte den „deutschen Patrioten“ viel Glück? Fake!

Angeblich befürwortete Donald Trump die Proteste in Berlin. Der Screenshot eines augenscheinlichen Tweets von US-Präsident Donald Trump kursiert auch jetzt noch; angeblich wünscht er den...

Nein, europäische Royals jagen keine Kinder!

Die Behauptung, europäische Royals würden Kinder jagen stützt sich auf die Aussagen nicht existierender Organisationen. "Menschenjagd-Partys"? Aktuell erhalten wir einige Anfragen zu einem Artikel, der...

Gelten Corona-Auflagen für Bundespräsident Steinmeier nicht?

Frank-Walter Steinmeier erntet massive Kritik wegen eines Fotos, das ihn posierend mit dem Südtiroler Landeshauptmann und einer Gruppe von Musikerinnen zeigt, ohne sich an...

Top-Artikel

Gefälscht: Rechtsgrundlage zur Corona-Situation

Aktuell kursiert ein vermeintliches Schreiben des Gesundheitsministeriums mit dem Titel "Rechtsgrundlage zur Corona-Situation" im Internet. Dieses ist gefälscht! Wir erhielten zahlreiche Anfragen zu einem Screenshot...

Facebook: Neuer Umgang mit politisch gesteuerten Nachrichtenseiten

Vermehrt tauchen in letzter Zeit neue Nachrichtenseiten auf Facebook auf. Das ist an sich nicht schlimm, denn je mehr Nachrichtenquellen, umso informierter ist man. Das...

Twitter: Neues Feature lässt festlegen, wer auf Tweets antworten kann

Twitter lässt seine Nutzer durch ein neues Feature bestimmen, wer auf veröffentlichte Tweets antworten darf. Bereits im Mai wurden von Twitter dahingehend Tests durchgeführt. Nun...

Kuh-Selfie: Aufregung wegen Verhalten von Touristen

Immer wieder wird von gefährlichen Situationen berichtet, in denen sich Ausflügler zu nahe an Kühe heranwagen. Offensichtlich haben Kühe eine magische Anziehungskraft auf Touristen und...

Der hinkende Renten-Vergleich zwischen Deutschland, Italien und Frankreich

Sowohl in Bild- als auch in Schriftform wird in sozialen Medien die Rentenniveaus dreier Länder verglichen. So werden ohne größeren Kontext die Zahlen von Deutschland,...
-WERBUNG-
-WERBUNG-
-WERBUNG-
Datenschutz
Wir, MImikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Wir, MImikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: