Aktuelles Zum Thema "Kinderfotos öffentlich auf Facebook posten"

Zum Thema „Kinderfotos öffentlich auf Facebook posten“

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Eine Facebookseite teilt Fotos von Kindern, die von ihren Eltern öffentlich auf der Plattform hochgeladen wurden. Warum machen die das und dürfen die das überhaupt?

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Aktuell erreichen uns vermehrt Anfragen zu einer Facebook-Seite, die öffentlich gepostete Beiträge teilt, die Fotos von Kindern und oder mit den Eltern bzw. anderen Erwachsenen zeigen.

Dazwischen immer wieder der Appell, dass Eltern die Privatsphäre ihrer Kinder im Internet schützen sollen.

Screenshot der angefragten Facebookseite
Screenshot der angefragten Facebookseite

Derartige Seiten gibt es bereits seit Jahren. (wir berichteten)

Die Seitenbetreiber teilen dabei Fotos, die den Status „Öffentlich“ tragen. Es findet weder ein erneutes Hochladen, noch eine Veränderung des Materials statt, noch gibt es abwertende Kommentierung, sondern lediglich eine Danksagung. Die „Methode“, die diese Seite nutzt, ist in diesem Sinn also legal. Durch das Teilen werden auch weder Urheberrechte, noch Persönlichkeitsrechte verletzt.

Die Botschaft, die offenbar dahinter steckt: Eltern sollen private Fotos ihrer Kinder nicht öffentlich posten. Denn sobald diese mit dem Status „Öffentlich“ auf Facebook hochgeladen wurden, können sie von jedem geteilt, verbreitet und heruntergeladen werden. Und darauf wollen die Betreiber wohl aufmerksam machen – auch Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre. Das Problem dabei: Die Aufklärung passiert auf Kosten der Kinder und nicht der Eltern.

Auch der Deutsche Kinderschutzbund NRW sieht diese Methode eher kritisch. Eine Sprecherin sagte im Jahr 2016 gegenüber der DerWesten:

„Dort versucht man ja, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben. Wir finden das bedenklich.“

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In der Sache selbst sei der Kinderschutzbund aber ähnlicher Ansicht:

„Wir rufen immer wieder dazu auf, Bilder von Babys und Kindern nicht öffentlich bei Facebook zu teilen.“

Jeder darf sich bewusst werden, dass das Internet und eben Facebook – wenn auch digital – einen öffentlichen Raum darstellt, auf den viele verschiedene Menschen zugreifen können. Wer seine Fotos auf Facebook mit dem Status „Öffentlich“ hochlädt, zeigt die Aufnahme nun eben der „Öffentlichkeit“.

Wer Fotos seiner Kinder auf solchen Seiten entdeckt, kann sie mit einem Klick auf die kleine Weltkugel neben dem Foto in der eigenen Timeline für die Öffentlichkeit unzugänglich machen. Dort kannst du auswählen, dass nur Freunde das Foto sehen sollen – dann verschwindet es automatisch in jeder Timeline, die nicht zum Freundeskreis gehört.

So bestimmst du, wer deinen Beitrag sehen kann
So bestimmst du, wer deinen Beitrag sehen kann

Mehr und Vertiefendes zu diesem Thema, findest du in unserem Artikel: Sollen denn nun Kinderfotos auf Social Media veröffentlicht werden?

Fazit:

Am Ende ist jede Warnung darüber, keine Kinderfotos im Netz zu veröffentlichen, auch nur die eindringliche Bitte, sich verantwortungsbewusst zu verhalten. Eltern entscheiden natürlich selbst, ob und wie viele Kinderfotos sie auf ihren Konten veröffentlichen wollen.

Letztendlich bleibt nur der Appell, auf die Privatsphäre der abgebildeten Personen zu achten und sich wirklich gut zu überlegen, was man erreichen möchte, wenn man ein Foto öffentlich zeigt. Denn es ist ja auch nicht unbedingt verwerflich, Fotos seiner Kinder zu posten.

Dennoch lohnt es sich immer, sich zunächst Gedanken darüber zu machen, ob ein Foto wirklich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss oder ob man es vielleicht doch lieber privat in den eigenen vier Wänden herzeigt.

Artikelbild: Andy Shell / Shutterstock
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