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Montag, 20 September 2021
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Kiez Döner in Halle: Abscheuliche Bewertungen nach Anschlag

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Kiez Döner in Halle: Wie widerlich manche Menschen sein können, zeigt sich in den Rezensionen auf Google zu dem Imbiss, in dem ein 20-Jähriger getötet wurde.

Der Kiez Döner in Halle war ein Schauplatz, an dem Stephan B. am letzten Mittwoch (09.10.2019) um sich schoss und auch einen Menschen ermordete. Nach Angaben des Inhabers war Stephan B. drei Mal in dem Laden (vergleiche).

Dabei hat er einen 20-jährigen Mann umgebracht, einfach nur, weil dieser vor Ort war. Der Kiez Döner hat dementsprechend am darauf folgenden Donnerstag nicht geöffnet und war für polizeiliche Untersuchungen abgesperrt (vergleiche).

Genau diese Tatsachen haben sich nun Menschen zunutze gemacht, und mit ihren abartigen Rezensionen auf Google das Opfer verhöhnt. Hier liest man unter anderem in den Rezensionen für den Kiez Döner:

„Schlechter Döner. Hinter dem Kühlschrank bei den Getränken ist irgendwas rotes. Keine Ahnung was das ist.“

„Völlige Frechheit. Trotz angegebener Öffnungszeiten heute einfach zu gehabt. Musste hungernd wieder abziehen.“

Entsprechend sind diese Rezensionen teilweise auch mit vielen „Thumbs up“ versehen worden. An dieser Stelle bleibt zu hoffen, dass Google auf diese Rezensionen reagiert und sie entfernt.

Nicht nur Kiez Döner: Fakes rund um den Anschlag

Wie so häufig nach Anschlägen, gibt es danach Versuche, durch Falschmeldungen und Verschwörungstheorien zu irritieren und die Realität zu verzerren. Auch in diesem Fall haben wir zwei „Schwergewichte“ an Desinformation vorliegen gehabt:

Es sind Screenshots auf Social Media zu sehen, auf denen behauptet wird, dass der Täter aus Halle ein Kasache namens Anun Bulit sei. In diesem Artikel haben wir in einem Faktencheck erklärt, dass dies nicht so ist.

Eine andere Behauptung ist, der Täter wäre ein Iraner gewesen (hier unser Faktencheck). Beide Theorien dienen lediglich der Diskreditierung von Medien, Ermittlungsbehörden und letztendlich der Demokratie an sich.

Abschließende Anmerkung:

Sehr geehrter Herr Seehofer, die Gamer-Szene als Sündenbock für den Anschlag zu nehmen ist der falsche Ansatz.

Hier unser Kommentar.

 


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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