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Das sind keine geschminkten Terror-Opfer!

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„Alles nur vorgegaukelt, nichts ist echt“, denken so manche. Auch Kriegsopfer sind nur Schauspieler, soll zumindest ein stark geschnittenes Video beweisen.

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Das Video ist nur 30 Sekunden lang und hat keinen Ton. Zu sehen sind darin Männer, Frauen und Kinder, die sich diverse Wunden schminken lassen und dabei fröhlich in die Kamera lächeln – ein angeblicher Beweis, dass es beispielsweise im Gaza-Streifen oder in Syrien gar keine Terror-Opfer gäbe.

Terror-Opfer nur Schauspieler?
Terror-Opfer nur Schauspieler?

Dementsprechend stimmen auch die Kommentatoren auf Facebook zu, dass ohnehin alles in den Medien nur vorgetäuscht und nicht echt sei.

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Die Herkunft des Videos

Wie bereits oben erwähnt, ist das Video stark geschnitten und ohne Ton – dies sicherlich, damit man nicht hört, dass es geschnitten ist. Das Originalvideo ist über zwei Minuten lang.

Es wäre schwieriger gewesen, die Originalquelle zu ermitteln, wenn sich die Ersteller des Videos auf Facebook auch noch die Mühe gemacht hätten, das Logo der „Gaza post News“ oben links auszublenden, aber so war es weitaus einfacher, das Original zu finden:

So sieht man in der ungeschnittenen Version des Videos beispielsweise das Logo einer Special Effects Crew auf den Jacken von Mitarbeitern sowie einen Mann, der erklärt, was gerade gemacht wird.

Bilder aus der ungeschnittenen Version
Bilder aus der ungeschnittenen Version, Quelle: Gaza post News auf YouTube

Was das Video in Wirklichkeit zeigt

Es wäre schon ziemlich dummdreist, wenn ein Nachrichtensender davon berichten würde, wie die Bilder der nächsten Terror-Opfer entstehen und dies dann sogar für alle sichtbar auf YouTube teilen würde.

Denn tatsächlich sieht man in dem Video nicht etwa falsche Terror-Opfer, sondern Mitglieder eines jungen Unternehmens aus Gaza, welches sich auf Kino Make-Up und Spezialeffekte spezialisiert hat.

In dem Bericht der Gaza post News, welcher vom 25. Februar 2017 stammt, wird gezeigt, wie junge Palästinenser für eine Produktion geschminkt werden und wie die Spezialeffekte entstehen.

Zwar gibt es nicht viele Filmproduktionen in Palästina, doch gibt es sie, und das junge Unternehmen brach damit noch ein anderes Tabu: Auch Frauen arbeiten in dem Unternehmen mit:

So erzählt eine Frau, dass sie eigentlich gar keine Erfahrung darin habe, aber viel Horrorfilme schaut und selbst experimentierte, wie man simple Effekte erstellt. Umso glücklicher ist sie nun, direkt für das Unternehmen arbeiten zu können; ihr Traum ist es, irgendwann ihr Können in Hollywood-Produktionen zeigen zu können.

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Fazit

Aus dem Original-Video, welches die Arbeit eines Special Effects-Unternehmen aus Gaza zeigt, wurden absichtlich nur die Szenen entnommen, welche die geschminkten Darsteller zeigen, der Ton zudem entfernt, um die Schnitte zu kaschieren, damit dann behauptet werden kann, dass vermeintliche Terror-Opfer nur Schauspieler seien.

Weitere Quellen: France 24, Snopes
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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